W-Lan offen: Sicherheitslücke bei vielen Telekom-Routern

Bei einem W-Lan-Router des Modells Speedport, der von Kunden der Telekom genutzt wird, gibt es laut "Heise" ein Sicherheitsproblem. Mit einer Standard-PIN kann sich offenbar jeder in die Funknetze einwählen - nun suchen Telekom und Hersteller nach einer Lösung.

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Telekom: Probleme mit dem Speedport W921V

Berlin/Hannover - W-Lan-Router der Deutschen Telekom haben offenbar eine bislang unbekannte gefährliche Hintertür, durch die Angreifer ohne großen technischen Aufwand in das drahtlose Netz eindringen können. Das berichtet "Heise" - und schätzt, dass mehrere 100.000 Geräte betroffen sein könnten.

Die Router des Typs Speedport W921V unterstützen ein automatisches Setup für das W-Lan, bei dem offenbar eine Standard-PIN genügt, um in das W-Lan zu gelangen. Dies funktioniert laut "Heise" selbst dann, wenn das automatische Setup (WPS) deaktiviert und eine WPA2-Verschlüsselung aktiviert ist. Mit der Standard-PIN für das automatische Setup wird das WPA2-Passwort automatisch übermittelt.

"Ein Eindringling muss sich gar nicht die Mühe machen, die PIN zu knacken, weil bei allen W921V dieselbe triviale PIN funktioniert - auch wenn der Router-Eigner eine andere eingetragen hat", heißt es in der "Heise"-Meldung. Bei ersten Tests der Redaktion habe sich herausgestellt, dass sowohl die Versionen 1.08.000 als auch 1.16.000 betroffen seien. Die Telekom plane, Speedport-Kunden durch große Hinweise auf allen Internetseiten über das Problem zu informieren.

Schutz bietet bisher nur die Abschaltung des W-Lans. Das sei auch die Empfehlung der Telekom. Man arbeite derzeit gemeinsam mit den Zulieferern mit Hochdruck an der Behebung des Problems, erklärte das Unternehmen "Heise". Außerdem sollten alle T-Punkte, Hotlines und Handelspartner informiert werden, die die betroffenen Router im Programm haben.

Update: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte am Donnerstagabend vor der Sicherheitslücke. Betroffen seien die Modelle Speedport W504V, Speedport W723 Typ B und Speedport W921V der Deutschen Telekom. Das BSI rät dazu, die WPS-Funktion der Router vorübergehend zu deaktivieren. Bei dem Modell Speedport W921V helfe das jedoch nicht. Nutzer sollten die W-Lan-Funktion abschalten und nur über Kabel ins Internet gehen.

ore/dpa

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1.
Flari 25.04.2012
Zitat von sysopBei einem W-Lan-Router des Modells Speedport, der von Kunden der Telekom genutzt wird, gibt es laut "Heise" ein Sicherheitsproblem. Mit einer Standard-Pin kann sich offenbar jeder in die Funknetze einwählen - nun suchen Telekom und Hersteller nach einer Lösung. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,829791,00.html
Da dürften ja ruckzuck die Preise für das Teil steigen. Eine bessere Ausrede für Raubkopierer/Filesharer dürfte so schnell nicht wieder kommen. :-))
2.
Laza 25.04.2012
Dann darf sich die Telekom wohl bald mit peer-to-peer Abmahnungen, wenn ihre Speedport-Kunden davon betroffen sein sollten, herumschlagen und deren Anwaltskosten übernehmen.
3. Da stellt sich ja mal wieder...
sappelkopp 25.04.2012
Zitat von sysopBei einem W-Lan-Router des Modells Speedport, der von Kunden der Telekom genutzt wird, gibt es laut "Heise" ein Sicherheitsproblem. Mit einer Standard-Pin kann sich offenbar jeder in die Funknetze einwählen - nun suchen Telekom und Hersteller nach einer Lösung. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,829791,00.html
...die Frage, ob die den Elektro-Schrott zurücknehmen. Sollen sie den Kunden doch eine gescheite FritzBox hinstellen...
4.
MrWitzig 25.04.2012
und ich muss denen noch monatlich Miete für das Teil zahlen!
5. Titel
picard95 25.04.2012
Es kommt noch besser: Manche Speedport Router (wie meiner leider) haben die seltsame Eigenschaft, sich beim anschauen von youtube Videos zu resetten. Zuerst hatte ich mich wochenlang gewundert weshalb das immer abends passiert wenn im Fernsehen Werbung läuft (da schalte ich den Fernseher Stumm bis die Werbung vorbei ist). Tja, und dann fiel mir auf dass der Speedport keine youtube videos mag. Es kommt nicht immer vor, aber vorgestern dreimal, gestern einmal und dann läuft es erstmal wieder. Extrem nervig weil der automatische Routerneustart 1-2min dauert. Laut Internetberichten könnte ein Downgrade der Firmware des Routers etwas bringen; die Telekom sagt aber man dürfe das mit einem Mietrouter nicht machen. Die Telekom sollte für den hohen Preis reguläre (wie im Handel erhältliche) AVM Router einsetzen; und nicht diese funktionskastrierten Speedportmodelle.
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potentiell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.

W-Lan-Verschlüsselung
Warum verschlüsseln?
Da die Reichweite eines W-Lan-Netzes meist über den Bereich der eigenen Wohnung hinausgeht, ist eine Sicherung des drahtlosen Internetzugangs (Wireless Local Area Network, WLAN) unerlässlich. In einem Grundsatzurteil vom 12. Mai 2010 entschied der Bundesgerichtshof, dass Internetnutzer ihren W-Lan-Anschluss mit einem eigenen Passwort sichern müssen. Denn über ein ungesichertes Netzwerk können zum einen Unbefugte an die Daten und Dateien auf dem Computer des W-Lan-Besitzers gelangen - oder aber den drahtlosen Internetzugang nutzen, um damit Illegales zu tun, etwa urheberrechtsgeschützte Musik oder Filme herunterladen.
Veraltete WEP-Verschlüsselung
WEP steht für Wired Equivalent Privacy, wird manchmal fälschlicherweise auch mit Wireless Encryption Protocol übersetzt. Der Verschlüsselungsstandard stammt aus dem Jahr 1997 und gilt als hoffnungslos veraltet. Schon seit dem Jahr 2001 ist bekannt, wie sich WEP-Verschlüsselungen überwinden lassen, heute gibt es spezielle Software, mit der sich WEP-gesicherte Netze in Minuten knacken lassen.
WPA1 und WPA2
WPA steht für Wi-fi Protected Access. Der Verschlüsselungsstandard wurde eingeführt, um die wertlos gewordene WEP-Verschlüsselung abzulösen. Seit 2006 müssen neue Geräte mit Wi-fi-Zertifikat den Standard WPA2 beherrschen, weil auch WPA1 nicht mehr als sicher gilt. Heimanwender verwenden in der Regel den sogenannten Pre-Shared-Key-Modus (PSK). Dabei kommt ein 256 Bit langer Schlüssel zum Einsatz, der entweder in Form von 64 hexadezimalen Stellen oder in Form eines Passwortes mit einer Länge von 8 bis 63 ASCII-Zeichen eingegeben wird. Letzere Variante birgt eine Gefahr: Wird ein schwaches Passwort verwendet, kann auch eine WPA2-Verschlüsselung durch einfaches Ausprobieren geknackt werden. Ein gutes Passwort enthält möglichst viele unterschiedliche Zeichenarten, also Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Ziffern. Regelmäßiges Wechseln der Passwörter erhöht die Sicherheit zusätzlich.
Weitere Schutzmaßnahmen
Zu empfehlen ist nebem dem Einsatz einer aktuellen Verschlüsselungs-Software auch, die Netzwerk-Identifikation des eigenen Routers zu ändern. Die sogenannte SSID ist bei vielen Router-Herstellern ein Standard-Begriff, es empfiehlt sich, Netzwerknamen (SSID) und das vorgegebene Verschlüsselungs-Passwort beim Einrichten zu ändern. Eine weitere Sicherungsmöglichkeit ist, dem Router genau anzugeben, welche Geräte über ihn online gehen dürfen. Dazu müssen die sogenannten MAC-Adressen aller Geräte im Haushalt im Router-Menü eingegeben und die entsprechende Beschränkung eingestellt werden.

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