Sprachsteuerung: Apple wegen irreführender Siri-Werbung verklagt

Der iPhone-Assistent Siri hilft gar nicht beim Gitarrenspiel und dem Binden der Krawatte! Ein enttäuschter iPhone-Käufer ist unzufrieden, weil das im Werbespot anders aussah, nun verklagt er Apple.

iPhone-Assistent Siri: "Ich kenne keine guten Witze!" Fotos

Vor einem kalifornischen Bundesgericht wurde am Montag Klage gegen Apple eingereicht. Der Kläger ist Besitzer eines iPhone 4S und wirft dem Elektronikkonzern vor, seine Werbung für die neue Sprachsteuerung Siri halte nicht das, was sie verspreche. Die Reklamebotschaft sei "irreführend und betrügerisch".

Zur Begründung wird auf mehrere Szenen in Werbespots verwiesen, in denen Siri bei Verabredungen, Restaurantbestellungen, beim Gitarrespielen und sogar beim Krawattebinden helfe. Tatsächlich reiche die Funktionalität der Spracheingabe bei weitem nicht an diese Fertigkeiten heran. Auch als Navi würde Siri versagen. Entweder verstehe die Software nicht, was der Kläger sage, oder sie würde falsche Richtungsangaben machen. Unterm Strich handele es sich bei dem vielgepriesenen Programm bestenfalls um ein unfertiges Projekt.

Apple habe jeden Kommentar in der Sache verweigert, berichten mehrere Medien. Allerdings findet sich auf Apples Siri-Web-Seite ganz unten, ganz klein der Hinweis, dass die Software sich noch im Beta-Stadium befinde. Die Veröffentlichung von Produkten in diesem frühen Stadium sei zwar selten, erfülle aber bei Siri einen konkreten Zweck, merkt "Macrumors" an. Die Software solle dazulernen, die Erkennungsrate so laufend verbessert werden.

Die von dem iPhone-Käufer beauftragte Kanzlei Robbins Geller Rudman & Dowd hat es bereits mit anderen Schwergewichten der US-Wirtschaft aufgenommen, nach eigenen Angaben Vergleiche unter anderem mit Fidelity und Mattel geschlossen.

Beim "Wall Street Journal" befragten die Redakteure Siri selbst, ob die Entwickler ihren Wert womöglich übertrieben hätten. Die Antwort: "Wir haben über dich gesprochen, nicht über mich."

meu

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insgesamt 31 Beiträge
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1. es geht um Geld, viel Geld
earl grey 13.03.2012
Zitat von sysopAPDer iPhone-Assistent Siri hilft gar nicht beim Gitarrenspiel und dem Binden der Krawatte! Ein enttäuschter iPhone-Käufer ist unzufrieden, weil das im Werbespot anders aussah, nur verklagt er Apple. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,820966,00.html
Was der Artikel leider verschweigt: wieviel will der Kläger denn haben? Die Amis verklagen ja jeden (meist wegen eigener Dummheit) gleich um Millionenbeträge... denn eins ist sicher: es geht um Geld, viel Geld. Nichts anderes.
2. apple
chinataxi 13.03.2012
Zitat von sysopAPDer iPhone-Assistent Siri hilft gar nicht beim Gitarrenspiel und dem Binden der Krawatte! Ein enttäuschter iPhone-Käufer ist unzufrieden, weil das im Werbespot anders aussah, nur verklagt er Apple. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,820966,00.html
apple hat halt auch so viele sternchenauflöser wie die telecom unter ihren spots. in apples welt gibt es aber wenige hinterfrager sondern fast nur konsumschafe die jeden noch so harschen nachteil als vorteil schönreden.
3.
chinataxi 13.03.2012
Zitat von earl greyWas der Artikel leider verschweigt: wieviel will der Kläger denn haben? Die Amis verklagen ja jeden (meist wegen eigener Dummheit) gleich um Millionenbeträge... denn eins ist sicher: es geht um Geld, viel Geld. Nichts anderes.
vielleicht auch um die tatsache dass apple viele versprechen macht, die wenigsten aber hält?
4. dg
miauwww 13.03.2012
Zitat von earl greyWas der Artikel leider verschweigt: wieviel will der Kläger denn haben? Die Amis verklagen ja jeden (meist wegen eigener Dummheit) gleich um Millionenbeträge... denn eins ist sicher: es geht um Geld, viel Geld. Nichts anderes.
bei apple gehts ja auch ums geld. :D
5. So so ...
mike wood 13.03.2012
Zitat von earl greyWas der Artikel leider verschweigt: wieviel will der Kläger denn haben? Die Amis verklagen ja jeden (meist wegen eigener Dummheit) gleich um Millionenbeträge... denn eins ist sicher: es geht um Geld, viel Geld. Nichts anderes.
Man merkt die Propaganda der bereits verklagten Firmen funktioniert. Aufgabe der "Civil Courts" ist es, Bürgern die Möglichkeit zu geben auch gegen mächtige Konzerne klagen zu können. Die daraus resultierenden Strafen sollen dabei spürbar sein, damit z.B. ein Konzern das Urteil auch wirklich ernst nimmt. Insgesamt also eine gute Sache. Natürlich gibt es mächtige Kräfte, die versuchen diese "Civil Courts" abzuschaffen. Wer mehr über die PR- und Propaganda-Maschine gegen die "Civil Courts" wissen möchte, der sollte sich den Fall "McDonalds zu heißer Kaffee" mal genauer anschauen. Z.B. hier: Das McDonalds Kaffee Urteil - oder: US Sensationsurteile? (http://www.talkteria.de/forum/topic-99729.html). Zu dem Thema gibt es auch eine sehr gelungene Doku.
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