US-Nachrichtenseite Springer kauft "Business Insider" für 300 Millionen Euro

Der Medienkonzern Axel Springer investiert ins Geschäft mit Onlinejournalismus in den USA. Für die Nachrichtenseite "Business Insider" bezahlt Springer mehr als 300 Millionen Euro. Drei Prozent der Seite gehören weiterhin Jeff Bezos.


Das deutsche Medienhaus Axel Springer baut sein Onlinegeschäft mit der Übernahme der amerikanischen Nachrichten-Website "Business Insider" aus. Springer kauft einen Anteil von 88 Prozent im Wert von 343 Millionen Dollar, also rund 306 Mio Euro, hinzu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

"Business Insider", mitgegründet vom ehemaligen Wall-Street-Analysten Henry Blodget, kombiniert schnelle Berichten und Analysen zum Wirtschaftsgeschehen mit griffigen Schlagzeilen. Dazwischen findet sich aber auch auf die Verbreitung in sozialen Netzwerken hin ausgewähltes Material wie "Elf britische Firmen, die ihren Angestellten ein kostenloses Macbook geben". Die Website kommt nach Zahlen der Marktforscher von Comscore auf 76 Millionen Besucher im Monat.

Chefredakteur Blodget bleibe an Bord, erklärte Springer. Der deutsche Medienkonzern hielt bereits neun Prozent an "Business Insider" und kommt nun auf 97 Prozent. Die restlichen Anteile behalte Amazon-Gründer Jeff Bezos, der im Frühjahr 2013 bei "Business Insider" eingestiegen war.

cis/dpa



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