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"Tetris"-Alternative "Stack" Kopf aus und losstapeln

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Stapeln, stapeln, stapeln - darum geht es in "Stack". Die kostenlose Spiele-App für iOS und Android ist extrem simpel und vermutlich genau deswegen beliebt. Wir haben sie ausprobiert.

Wie beim über 30 Jahre alten Vorbild "Tetris" regnet es bei "Stack" kleine Bauklötzchen. Dabei ist "Stack" noch schlanker als das Original. Die Klötzchen sind flache, quadratische Fliesen, die nacheinander von links und rechts über das Smartphone-Display fliegen. Die Fliesen müssen nicht in Lücken manövriert werden, sondern exakt übereinander liegen. Nichts darf überstehen.

Damit eine Fliese genau auf der anderen landet, muss der Spieler im richtigen Moment aufs Display tippen. Landen die bunten Fliesen nicht exakt übereinander, bricht der überstehende Teil ab. Die Fläche nach oben verkleinert sich.

Die neu einfliegenden Fliesen haben nun die Größe der abgebrochenen Fliese, es muss wieder exakt Fliese auf Fliese gestapelt werden - bis die Fläche nach oben irgendwann zu klein wird. Optisch hat man dann ein farbenfrohes, etwas schiefes Empire State Building errichtet und für jeden einzelnen verbauten Stein einen Punkt bekommen. So simpel ist "Stack". Die Spieler scheint das eher anzuspornen als abzuschrecken: Allein in Googles Play Store kommt die App auf mehr als 500.000 Installationen.

Bauen ist etwas zutiefst Menschliches

Die reduzierte Grafik und die Musik unterstützen die Einfachheit des Spiels. Ein simpler Gitarrenton eröffnet jede Runde. Bricht eine Fliese ab, erklingt ein töpfernes Geräusch. Stapelt man zwei Fliesen exakt übereinander, ertönt ein belohnender, fröhlicher Xylofonton.

Weil die Regeln und die Bedienung von "Stack" so einfach sind, kostet es keine Anstrengung, direkt loszuspielen: Einfach das Play-Symbol antippen und Punkte sammeln, bis man irgendwann scheitert. Die Übersetzung von Erfolg und Misserfolg ist bei "Stack" sehr direkt. Das spornt den Spieler an, gleich in die nächste Runde zu gehen und noch mehr zu stapeln. Etwas zu bauen ist schließlich etwas zutiefst Menschliches.

Doch so wunderbar die französische App hilft, abzuschalten, eine nervige Komponente hat sie doch: In-App-Werbung. Wer sich von der Werbung nicht irritieren lassen möchte, kann sich für knapp zwei Euro von ihr freikaufen. Oder man kappt einfach die Verbindung zum Internet, dann erscheinen ebenfalls keine störenden Pop-ups mehr. Also: auf die Plätze, Kopf aus und stapeln, stapeln, stapeln.


"Stack" gibt es für Android und für iOS, die App ist prinzipiell kostenlos.




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4 Leserkommentare
Datenscheich 07.03.2016
TPunkt 07.03.2016
Jackie 08.03.2016
kangootom 08.03.2016

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