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Standortdaten verkauft: Beliebte Android-App spionierte Nutzer aus

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"Brightest Taschenlampe": Diese App verriet den Aufenthaltsort ihrer Nutzer

Millionen Mal installiert, Millionen Mal ausgeschnüffelt: Eine sehr populäre Gratis-App für Googles Android-System hat Positionsdaten und Gerätekennungen aufgezeichnet und heimlich an Werbenetzwerke weitergeleitet.

Berlin/Washington - Eine Taschenlampen-App für Android-Handys hat unerlaubt Daten über Aufenthaltsort und Gerät der Nutzer gespeichert und an Werbenetzwerke weitergegeben. Die App wurde mindestens 50 Millionen Mal aus Googles App-Store heruntergeladen, wie die dortige Statistik zeigt.

Die App habe Nutzer nicht darüber informiert, dass deren Aufenthaltsort und die Kennung der Geräte an Dritte weitergegeben wurden, berichtet die US-Handelsbehörde FTC. Nach dem Herunterladen der Anwendung hätten Handy-Nutzer die Möglichkeit gehabt, einer Datenübertragung zuzustimmen oder sie abzulehnen. Allerdings wurden bereits Daten übertragen, bevor die Nutzer überhaupt eingewilligt hätten. Außerdem hätten die Hersteller nicht erwähnt, dass gesammelte Daten nicht nur von ihnen selbst verarbeitet, sondern auch an Dritte weitergereicht wurden.

Der App-Entwickler Goldenshores Technologies muss nun alle persönlichen Daten, die über die Taschenlampen-App gesammelt wurden, löschen. Außerdem muss er die Datensammlung transparent machen und eine explizite Einwilligung der Nutzer einholen.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine App allzu gierig nach Daten der Handynutzer greift. Immer wieder fallen Anbieter auf, die etwa alle Telefonbucheinträge der Smartphone-Besitzer kopieren, obwohl die für den Betrieb der Anwendung gar nicht benötigt werden. Informationen über die Datenverarbeitung verstecken sich oft in seitenlangen Nutzungsbedingungen, die die wenigsten Nutzer vor der Installation einer App durchlesen.

lis/dpa

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