Statistik 40 Millionen Twitter-Nutzer gucken nur zu

Rund 50 Millionen Nutzer rufen Twitter jeden Tag auf, insgesamt 100 Millionen kommen mindestens einmal im Monat vorbei - doch so richtig aktiv sind weit weniger Mitglieder des Kurznachrichtendienstes. Fast die Hälfte verzichtet auf eine der Kernfunktionen.

Twitter-Nutzerin: 100 Millionen aktive Nutzer klinken sich mindestens einmal im Monat ein
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Twitter-Nutzerin: 100 Millionen aktive Nutzer klinken sich mindestens einmal im Monat ein


San Francisco - Zum ersten Mal hat der Kurzmitteilungsdienst Twitter die Zahl seiner aktiven Nutzer bekanntgegeben: Mehr als 100 Millionen Nutzer klinken sich mindestens einmal im Monat ein. Die Hälfte dieser Menschen nutze Twitter täglich, sagte Firmenchef Dick Costolo am Donnerstag in San Francisco vor Journalisten.

Rund 40 Prozent der "aktiven" Twitter-Nutzer meldet sich allerdings nur an, um Nachrichten anderer Mitglieder zu lesen. In den meisten Fällen sind diese Botschaften öffentlich und können auch ohne Twitter-Account gelesen werden, mit einer Anmeldung kann man sich die Nachrichten von Mitgliedern abonnieren und bekommt diese gesammelt dargestellt.

Seit dem Jahresbeginn ist die Zahl der monatlichen aktiven Nutzer nach Angaben von Costolo um 82 Prozent gestiegen. Und der Zustrom soll andauern: Er rechnet damit, dass sich bis zum Ende des Jahres weitere 26 Millionen Menschen bei Twitter anmelden. Das wären so viele wie in den Jahren 2006 bis 2009 zusammen. Die Zahlen wurden ebenfalls live via Twitter verschickt.

Zählt man die "Karteileichen" hinzu, hat das vor fünf Jahren gestartete Angebot gut 200 Millionen Mitglieder. Zuletzt hätten monatlich 400 Millionen Nutzer twitter.com angeklickt, sagte Costolo. Zu Jahresbeginn seien es noch 250 Millionen gewesen. Außerdem vermeldete das Unternehmen stolz, dass 50 Prozent der Footballspieler der NFL und 75 Prozent der Basketballspieler der NBA den Dienst nutzen würden.

Übertroffen wird das noch von US-Politikern: 82 Prozent der Kongressabgeordneten und 85 Prozent der Senatoren haben demnach einen Account. Deutschland hinkt da etwas hinterher: Eine von dem Journalisten Christoph Zeuch gepflegte Sammlung von twitternden Bundestagsabgeordneten zählt derzeit 202 Accounts von Abgeordneten.

Bereits seit einiger Zeit sucht Twitter nach einem tragfähigen Geschäftsmodell. Die Gründer hatten anfangs bewusst auf Werbung verzichtet, um die Nutzer nicht abzuschrecken. Aktuell setzt das Unternehmen auf bezahlte Werbe-Tweets, um Geld zu verdienen - an dieser Stelle wurde auf genauere Zahlen, etwa zur Einnahmesituation, leider verzichtet.

Der als oberster Produkt-Entwickler zurückgekehrte Mitgründer Jack Dorsey betont aber, ihm sei wichtiger, die Nutzer für ein gutes Produkt zu gewinnen als schnell Geld zu verdienen. Aktuell hat Twitter auch ohne einen Börsengang volle Kassen: Das Unternehmen sammelte gerade 400 Millionen Dollar bei Investoren ein, eine weitere Finanzierungsrunde von bis zu 400 Millionen ist auf der Zielgeraden.

ore/dpa

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Seite 1
Schweijk 09.09.2011
1. wer
brauch den quark auch wirklich?
Bundeskanzler Ackermann 09.09.2011
2. Die brauchen es
Zitat von Schweijkbrauch den quark auch wirklich?
Prominente und Unternehmen, um PR zu betreiben. Auch für Organisatoren von Großveranstaltungen (wie Demonstrationen) hilfreich. Für Privatpersonen aber kaum, außer eben um erstgenannten zu "folgen".
Ole Reißmann 09.09.2011
3. Hm.
Guten Morgen auch. Wenn es Sie nicht interessiert - dann sparen Sie sich doch künftig einfach so einen völlig überflüssigen Kommentar. Danke, Ole Reißmann
mimas101 09.09.2011
4. Braucht man
Twitter wirklich? Die Hälfte der Einträge sind Pornoangebote, die Hälfte der anderen Hälfte malware-Links. Ein Archiv gibt es nicht und was wollte ich schon mit 130 Zeichen anfangen. Der Rest der Plapperer sind Leute die arm an Geist und Seele sind und sich nur mit unsinnigem Geplapper aufplustern wollen weil sie ansonsten nichts zu sagen haben. Facebook ist von der Warte betrachtet nichts anderes, da fehlt nur ein Handy als Ubertragungsmedium.
peterbruells 09.09.2011
5. Konsequenz
Zitat von Bundeskanzler AckermannProminente und Unternehmen, um PR zu betreiben. Auch für Organisatoren von Großveranstaltungen (wie Demonstrationen) hilfreich. Für Privatpersonen aber kaum, außer eben um erstgenannten zu "folgen".
Also in etwa so wie das Spiegelforum.
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