Schutz unterwegs: Experten warnen vor unsicherem W-Lan in Hotels

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Surfen unterwegs (Symbolbild): Immer wieder wird gewarnt

Das Surfen im Hotel kann unter Umständen gefährlich werden. Wer das angebotene Netz vertrauensselig nutzt, geht ein Risiko ein. Ein Berliner Sicherheitsunternehmen hat es getestet - und warnt noch einmal vor zu viel Naivität.

Berlin - Auf Reisen einfach arglos das öffentliche W-Lan im Hotel zu nutzen, kann riskant sein. Darauf weist jetzt noch einmal das Berliner Sicherheitsunternehmen Steganos hin - mit einem kleinen Test. In einer Pressemitteilung berichtet die Firma, zwei Mitarbeiter hätten sich mit Laptop und Smartphone bewaffnet in mehrere Hotels "namhafter Ketten" in Berlin begeben, um zu zeigen, dass sich unverschlüsselte Daten von Gästen problemlos mitlesen lassen.

Einer nutzte mit dem Notebook das öffentliche W-Lan des Hotels, ein anderer mit seinem Smartphone eine Netzwerkanalyse-App. Der Handynutzer konnte laut der Mitteilung nicht nur das E-Mail-Passwort problemlos mitlesen, sondern ganze Facebook-Sitzungen live übernehmen.

Grund dafür sei eine Sicherheitslücke vieler öffentlicher W-Lans: Die Daten, die zwischen Notebook und Router ausgetauscht werden, würden in der Regel unverschlüsselt übertragen. Sicher sei der Nutzer nur dann, wenn die angesurfte Webseite eine https-Verbindung anbietet.

Seit Jahren wird vor der Leichtgläubigkeit unterwegs gewarnt

Zwar verfügten manche Router über einen eingebauten Schutz gegen die zum Test genutzten Werkzeuge - jedoch wisse ein argloser Nutzer nie, ob in einem öffentlichen W-Lan ein solcher Router zum Einsatz kommt. Gabriel Yoran, Geschäftsführer von Steganos, zeigt sich fast empört: "Es ist unfassbar, wie leicht sich öffentliche W-Lans immer noch hacken lassen. Dabei sind diese Sicherheitslücken in der Branche längst bekannt. Und man benötigt kaum technisches Verständnis oder Hackerkenntnisse".

Das Risiko ist bekannt - doch sicherheitshalber wird seit Jahren immer wieder vor dem leichtgläubigen Einloggen unterwegs gewarnt. Übrigens ist die genannte Lücke längst nicht die einzige Gefahr beim Surfen im Hotel: Das FBI warnte zum Beispiel bereits 2012 vor Software-Updates im Hotel. In den Netzwerken könnten die Laptops von Reisenden mit Schadsoftware verseucht werden, die Schädlinge seien als harmlose Software-Updates getarnt.

Vor allem Geschäftsreisende können ein attraktives Opfer für Kriminelle und Betrüger werden. Wer das W-Lan im Hotel nutzen will, sollte sich also schützen statt sich arglos ins Netz zu klicken. Einige Tipps für die sichere Computernutzung auf Reisen finden Sie hier.

juh

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Erschreckend
wolowizard 04.03.2013
, dass es solche Apps ohne Probleme zum runterladen gibt.
2.
suessedrops 05.03.2013
Zitat von wolowizard, dass es solche Apps ohne Probleme zum runterladen gibt.
Warum? Wäre dir wohler, es könnten nur die bösen Jungs die Software bekommen?
3. Guten Morgen!
adamsh 06.03.2013
1) Problem mit dem WLAN ist mindestens ein Jahrzehnt bekannt, gelten bei kabelgebunden Netzen aber teilweise auch. 2) Hotels haben sich nicht gescheut, Ihr eigenes Netz so auszulegen, dass darüber effektiv die mobilen Rechner ihrer Gäste angegriffen werden konnten. 3) Hotels haben Netzausrüstungen eingesetzt, deren Verwendung in D-Land strikt verboten ist ohne Richtervorbehalt. Diese Geräte waren u.a. damit beworben worden, dass sich vermittels deren Aufzeichnungen das Haftungsrisiko aus dem Netzbetrieb minimieren lasse....Bemerkung: Diese Aufzeichnungen unterliegen selbstverständlich dem Beweismittelverwertungsverbot. Der Gast muss das Netz des Hotels als ein öffentliches, keinesfalls vertrauenswürdiges Netz ansehen. Dementsprechend muss er die GLEICHEN Barrieren zwischen seinem Rechner und dem Hotelnetz schaffen wie er ansonsten auch seinen Rechner von (jedem anderen) öffentlichem Netz isolieren würde. Hier ist besonders verwerflich, dass Hotels teilweise versuchen zu verhindern, dass der Gast seinen Rechner gegenüber dem Hotelnetz abschirmen kann. HA
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potentiell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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