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Störung: Google-Schluckauf löst Netz-Alarm aus

Schreck für viele Internet-Nutzer: Am späten Nachmittag war Google für Millionen Surfer weltweit nicht erreichbar. Die technische Panne betraf nach Google-Angaben 14 Prozent der Nutzer. Vizepräsident Hölzle erklärte die Panne - und verglich sie mit einem Stau im Flugverkehr.

"Hier spricht Ihr Pilot"- flapsig überschrieb Googles Vizepräsident Urs Hölzle die Meldung, mit der er den kurzzeitigen K.o. des Suchdienstes am Donnerstag zu erklären versuchte.

Google-Websites: Einige Nutzer hatte einige Probleme
DPA

Google-Websites: Einige Nutzer hatte einige Probleme

Gegen 17 Uhr hatte es begonnen: Internet-Nutzer aus mehreren Ländern berichteten von Google-Ausfällen, die Websites waren für viele nicht mehr zu erreichen. Binnen kürzester Zeit sammelten sich mehrere tausend Meldungen vom Google-K.o. auf der Kurznachrichten-Plattform Twitter. Websuche, E-Mail-Dienst und andere Google-Anwendungen wie YouTube und Blogger liefen langsam, gar nicht - oder vollkommen ohne Probleme.

"Stellen Sie sich vor, Sie fliegen von New York nach San Francisco, aber Ihr Flugzeug wird über einen Flughafen in Asien geleitet", schrieb Hölzle. "Und ein Haufen anderer Flugzeuge wurde ebenfalls über die Route geschickt. Sie gerieten in einen Stau und Ihre Reise dauerte viel länger, als Sie erwartet hatten."

Genau so sei es gelaufen, oder besser: So ist es schief gegangen. Ein Systemfehler habe Google genötigt, einen Teil der Anfragen durch Asien zu leiten, was zu einem Stau geführt habe. Für 14 Prozent der Google-Nutzer sei nach Angaben von Hölzle der Suchdienst langsam gewesen bzw. ganz ausgefallen.

Auf Twitter hatte Google zuvor bereits bekannt gegeben, was doch längst alle wussten: Einige Nutzer hätten Probleme, einige der Google-Angebote zu nutzen. Kurz nach sechs Uhr kam dann die Entwarnung: Alles wieder in Ordnung.

Zunächst hatten betroffene Nutzer vermutet, das Problem könnte an der Internet-Verbindung liegen, berichtet das Blog "Readwriteweb". Probleme wurden aber von Nutzern verschiedener Provider in verschiedenen Landesteilen beobachtet.

Weil Google diverse Rechenzentren rund um den Globus betreibt, treten Ausfälle selten für alle Nutzer gleichzeitig auf. So war es auch Anfang Mai, als Google Mail für rund 20 Minuten teilweise offline ging, oder im März, wo einige Nutzer sogar 22 Stunden lang nicht an ihre E-Mails kamen. Auch Ende Februar verabschiedete sich der populäre E-Mailservice von Google und bescherte seinen Nutzern eine unfreiwillige Pause.

Weil Google seine Anwendungen und Rechennetze auch anderen Firmen zur Verfügung stellt, waren auch weitere Websites zeitweise nicht erreichbar.

ore/bim

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