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Streaming: Disney löscht Weihnachtsfilm für Amazon-Kunden

Disney-Weihnachtsfilm "Prep & Landing": Ärger mit dem Rechte-Management Zur Großansicht

Disney-Weihnachtsfilm "Prep & Landing": Ärger mit dem Rechte-Management

Aktuell leider nicht verfügbar: Disney hat ausgerechnet zu Weihnachten einen Weihnachtsfilm bei Amazon gesperrt. Auch wer den Film schon im letzten Jahr gekauft hat, kann ihn dieses Jahr nicht wieder anschauen.

Bei Amazon kann man Filme ausleihen oder kaufen. Die Originaldateien bleiben dabei auf den Amazon-Servern, die Kunden können die Filme auf ihre Geräte streamen. Das Blog "BoingBoing" berichtet nun von den Nebenwirkungen des Online-Streamings: Ein Weihnachtsfilm, den ein Leser im vergangenen Jahr gekauft hatte, ist dieses Jahr zu Weihnachten nicht mehr verfügbar.

Es geht um Disneys "Prep & Landing". Ruft man die Amazon-Seite zu dem Film auf, wird man vertröstet: "Aufgrund von Lizenzvereinbarungen steht dieses Produkt derzeit nicht zum Verkauf oder Verleih."

Das Disney-Filmstudio soll die Sperrung bei Amazon in Auftrag gegeben haben, so jedenfalls entschuldigte sich ein Amazon-Mitarbeiter gegenüber dem Betroffenen am Telefon. Dafür gibt es den Film nun exklusiv über den Streaming-Kanal von Disney im Internet.

Dazu hat Disney das Recht. Die Streaming-Kopie gehört den Kunden nicht, ihnen wurde nur eine Nutzungslizenz übertragen, die jederzeit widerrufen werden kann. Der besagte Weihnachtsfilm soll bei Amazon erst im Juli wieder verfügbar sein.

Für den betroffenen Kunden ist das ärgerlich, schließlich hat er für den Film bezahlt. "Mit anderen Worten: Amazon hat mir ein Christmas-Special verkauft, das meine Kinder vor Weihnachten nicht anschauen können", wird er bei "BoingBoing" zitiert. Immerhin habe der Service eingesehen, dass die Regelung Mist sei, und eine Wiedergutmachung angeboten.

fko

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insgesamt 74 Beiträge
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1. Besitz ist Diebstahl
Leser161 16.12.2013
Interessant, dass ausgerechnet Grosskonzerne nach diesem Motto agieren. Interessant auch das sich der Kapitalismus in Richtung Kommunismus zu entwickeln scheint. Alles was wir denken zu haben gehört uns nicht wirklich, stattdessen wird es uns von der Partei äh Konzern zugeteilt und kann auch jederzeit wieder entzogen werden.
2. Übliche Praxis
Turin 16.12.2013
Das ist übrigens auch bei allen Kindle eBooks so. Man kauft keine Bücher, sondern nur das Recht sie zu lesen, das jederzeit widerrufen werden kann. Und solange das so ist, komme ähnliches für mich leider nicht in Betracht, obwohl ich gerne eBooks nutzen würde.
3. Amazon und Kindle
rodelaax 16.12.2013
Amazon hat auch des öfteren, wegen Rechtsstreitereien, online einfach gekaufte E-Books auf den Kindle von Kunden gelöscht.
4. Virtueller Besitz ?!
Jonny_C 16.12.2013
Deswegen halte ich von solchen "tollen Sachen" wie Kindle, Itunes oder Clouds und ähnlichem virtuellen Schnickschnack auch nichts. Geld gibt es von mir nur für Physisches, also ein Buch, eine CD, eine HDD, Blu-Ray, eine Schallplatte. Da bin ich fürchterlich altmodisch !
5. Das ist wie bei ARD/ZDF
hschmitter 16.12.2013
da jede auf jedem Gerät überall alles sehen kann, zahlen wir ja gerne. Nur sind die Mediatheken ziemlich leer, wenn es nicht um Tatort, Nachrichten und Regionalmumpitz geht.
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Zum Autor
  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

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