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Studie: Facebook-Nutzer sind unzufrieden

Hassliebe: Millionen Menschen benutzen Facebook, aber die wenigsten sind damit zufrieden. Facebook ist in der Kategorie Social Media auf dem letzten Platz eines aktuellen Kundenzufriedenheits-Rankings aus den USA gelandet.

Facebook: Kundenzufriedenheit lässt zu wünschen übrig Zur Großansicht
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Facebook: Kundenzufriedenheit lässt zu wünschen übrig

Hamburg - Zu verwirrend, nicht intuitiv, ständige Änderungen der Benutzeroberflächen, zu viel Werbung - das alles dürften Gründe sein, warum die Nutzer in den USA Facebook im aktuellen Kundenzufriedenheitsranking ACSI (American Customer Satsifaction Index) abstrafen. Mit nur 66 von 100 möglichen Punkten landet das soziale Netzwerk in der Kategorie Social Media auf dem letzten Platz - weit abgeschlagen hinter der Wikipedia, die mit 78 Punkten die beliebteste Mitmach-Plattform ist. YouTube steht mit 74 Punkten auf Platz 2. Das Netzwerk MySpace ist in dem aktuellen Ranking nicht mehr enthalten, da die Marktforscher keine ausreichend hohe Zahl von Antworten darüber bekamen.

Von allen untersuchten Websites, die auch Blogs und Nachrichtenseiten wie die Huffington Post und "New York Times" beinhalten, schneidet Facebook ebenfalls am schlechtesten ab. Selbst im Gesamt-Ranking, das 226 Unternehmen auch aus anderen Wirtschaftssektoren auflistet, landet Facebook unter den allerletzten 15.

Noch unzufriedener sind die Amerikaner nur mit Fluglinien, Energieunternehmen und Kabelanbietern. Was besonders auffällt: Sämtliche Unternehmen in den Top 20 der unbeliebtesten Firmen bieten Dienste an, für die es nur wenige Alternativen gibt. Entsprechend höher ist die Abhängigkeit der Kunden - und ihre Unzufriedenheit.

Die Macher der Studie sehen in dem Negativ-Ergebnis zudem ein positives Signal für Googles neues Netzwerk Google+. "Wir wissen noch nicht, wie sich Google+ machen wird, aber wir wissen, dass Google eines der Unternehmen mit den meisten Punkten beim ACSI ist", sagte Larry Freed, der Chef des Marktforschungsunternehmens ForeSee Results, das die Analyse durchgeführt hat. Die Vormachtstellung am Markt allein mache noch lange keinen zufriedenen Kunden aus, so Freed weiter. Die Daten wurden allerdings erhoben, bevor Google+ gestartet war.

Im ACSI wird regelmäßig die Zufriedenheit von Kunden mit Hunderten Unternehmen untersucht, nach eigenen Angaben basieren die Zahlen auf Befragungen von bis zu 70.000 Personen.

kad

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insgesamt 20 Beiträge
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1. Ist eine Studie...
sappelkopp 20.07.2011
...aus den USA auf Deutschland übertragbar. Mir persönlich ist Facebook sowas von egal. Alternativen gibt es genug: Telefon, Mail.... Aber ich muss ja auch nicht jedem Hanswurst im Netz meine Frühstücksbrötchen zeigen und darauf warten, ob sie anderen gefallen.
2. Nur mal so
Bernd_1961 20.07.2011
Zitat von sappelkopp...aus den USA auf Deutschland übertragbar. Mir persönlich ist Facebook sowas von egal. Alternativen gibt es genug: Telefon, Mail.... Aber ich muss ja auch nicht jedem Hanswurst im Netz meine Frühstücksbrötchen zeigen und darauf warten, ob sie anderen gefallen.
rein allgemein gesehen: Sie haben null Ahnung von was sie da reden...
3. ...
Schinkenfisch 20.07.2011
Zitat von Bernd_1961rein allgemein gesehen: Sie haben null Ahnung von was sie da reden...
Hat er doch. Er redet von Hanswürsten und Belanglosigkeiten - hört sich für mich stark nach Facebook an.
4. Wundert es wen?
wika 20.07.2011
Facebook gilt ja wohl auch nicht ganz zu unrecht als Datenkrake. Ich kenne genügend Leute die allein aus diesem Grund diesen Dienst gänzlich meiden. Da gibt es eine feine kleine *Glosse zum Thema Facebook* in Sachen Daten-Freizügigkeit (http://qpress.de/2010/07/21/innenminister-de-misere-und-facebook/) … davon träumte sogar unser gewesener „Innenausmister“ … de Misere (°!°)
5. .
bananenbieg0r 20.07.2011
Zitat von sappelkopp...aus den USA auf Deutschland übertragbar. Mir persönlich ist Facebook sowas von egal. Alternativen gibt es genug: Telefon, Mail.... Aber ich muss ja auch nicht jedem Hanswurst im Netz meine Frühstücksbrötchen zeigen und darauf warten, ob sie anderen gefallen.
Weder Telefon noch Mail stellt eine Alternative zu den von Facebook gebotenen Kommunikationsmöglichkeiten dar.
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Soziale Netzwerke
Facebook
DPA
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
DPA
Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
Spin.de
Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...

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