Von Konrad Lischka und Matthias Kremp
Wissenschaftliche Anfragen beantwortet Wolfram Alpha mit Bravour, aber ohne sich lange mit Erklärungen aufzuhalten. Auf die Frage nach dem Refraktionsindex, einer optischen Eigenschaft von Wasser, zupft Wolfram ohne Zögern den korrekten Zahlenwert hervor: 1,333. Google hingegen bietet nicht weniger als 781.000 Seiten zum selben Thema an. Ganz oben wieder die Wikipedia mit einer Liste von Refraktionsindizes, aus dem an sich den Wert für Wasser erst heraussuchen muss.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Suche nach der Dichte von Wasser. Wolfram liefert hier allerdings nicht nur den reinen Zahlenwert, sondern auch gleich ein Liste mit Umrechnungen in anderen Maßeinheiten und ein paar Vergleiche mit der Dichte des menschlichen Körpers und sogar ein Phasendiagramm. Google stellt einmal nicht die Wikipedia, sondern eine britische Seite mit Umrechnungstabellen an die erste Stelle. Die allerdings präsentiert nicht nur die Dichte, sondern auch noch etliche andere Informationen rund ums Wasser.

Einsteins berühmte Formel: Gibt man Wolfram Alpha mathematische Ausdrücke vor, läuft es zu Hochform auf, glänzt mit grafisch wunderbar aufbereiteten Formeln. Der Mathematica-Unterbau macht sich bezahlt
Bei der Suche nach dem Medikament Aspirin spielt Wolfram Alpha seine volle Stärke aus. Neben chemischen und Strukturformeln des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure werden räumliche Modelle der Molekülstruktur und etliche chemische Kennzahlen übersichtlich und sauber geordnet angezeigt. Was fehlt, ist eine Erklärung, wozu das Zeug eigentlich gut sein soll. Die liefert Google. Nicht nur mit einem Wikipedia-Eintrag, sondern auch mit einem direkten Link zu einer Produktseite des Herstellers.
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