Suchmaschine Wolfram Alpha Was der Google-Gegner weiß - und was nicht

Clevere Präsentation, schwache Datenbasis: Die Suchmaschine Wolfram Alpha wurde vorab schon als "Google Killer" gehandelt - jetzt hat SPIEGEL ONLINE eine erste Version getestet. Sie weiß viel über Aspirin, versagt bei Kultur - und hält die CDU für einen Regionalflughafen.

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Wolfram Alpha ist kein Google-Killer, und es ist auch keine Suchmaschine. Vielmehr soll es eine Antwortmaschine sein, sagt Stephen Wolfram, der Erfinder des neuen Web-Angebots. Der bezeichnet seine Kreation ganz unbescheiden als "ein neues Paradigma für den Gebrauch von Computern und den des Web". Sein Ziel: Endlich das Versprechen einlösen, das die Computerpioniere der fünfziger Jahre gegeben haben: Computer sollen künftig selbst die Antworten auf Sachfragen geben.

Wolfram Alpha: Keine Suchmaschine, sondern eine Antwortmaschine

Wolfram Alpha: Keine Suchmaschine, sondern eine Antwortmaschine

Den nötigen Hintergrund für diese Aufgabe mag man Wolfram zutrauen. Das von ihm entwickelte Software-Paket "Mathematica" machte den Physiker reich. Vor allem für Naturwissenschaftler, Statistiker und Mathematiker ist das Programm ein universeller Problemlöser für mathematische Fragestellungen aller Art. Und weil es so enorm viel Rechenleistung benötigt, wird es von manchen Computerzeitschriften sogar benutzt, um die Leistung von PCs zu testen.

Jetzt will Wolfram die Art und Weise revolutionieren, wie wir im Web nach Antworten suchen. Den Weg dahin soll die Antwortmaschine Wolfram Alpha weisen, ein Web-Angebot, das viel von dem kann, was auch Google kann - nur besser. In der Theorie.

Wahlergebnisse, Umsatzzahlen, Einschaltquoten und Medaillenspiegel - SPIEGEL ONLINE testet, wie gut sich Wolfram Alpha in verschiedenen Themen auskennt.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Poisen82, 06.05.2009
1. .
Tja, wenn google das aufkaufen würde und in seine Suchmaschine integriert... WolframALPHA kann man als sehr gute Idee bezeichnen, alleine es Fehlt an den Recourcen eines große Konzerns
rohfleischesser 06.05.2009
2. Hat Potential
Expertensysteme wie Wolfram haben Potential. Ich bin sehr gespannt, mit was für Fragen das Programm klarkommt und wie weit sich die Wissensbasis überhaupt ausdehnen lässt. Auch die Unterstützung für andere Sprachen als Englisch ist langfristig unverzichtbar. Wolfram Alpha wird allerdings vorerst weniger mit Google konkurrieren als mit Wikipedia.
Newspeak, 06.05.2009
3. ...
Zitat SPON: "Man hat das Gefühl, dass dieses Werkzeug von Naturwissenschaftlern für Naturwissenschaftler erstellt wurde." Was, wenn genau das beabsichtigt ist? Vielleicht wäre es in einer hochtechnisierten Welt einfach mal für die Masse (auch der Journalisten) angebracht, sich ein solides naturwissenschaftliches Grundwissen zu verschaffen, als stattdessen Wolfram Alpha auf das Niveau des allerdümmsten Mitglieds der Gesellschaft herunterzubrechen?
Newspeak, 06.05.2009
4. ...
Zitat von rohfleischesserExpertensysteme wie Wolfram haben Potential. Ich bin sehr gespannt, mit was für Fragen das Programm klarkommt und wie weit sich die Wissensbasis überhaupt ausdehnen lässt. Auch die Unterstützung für andere Sprachen als Englisch ist langfristig unverzichtbar. Wolfram Alpha wird allerdings vorerst weniger mit Google konkurrieren als mit Wikipedia.
Konkurrenz hin oder her. Wolfram Alpha, Google und Wikipedia haben unterschiedliche Intentionen und sind, jeder für sich, genial. Intelligente Zeitgenossen werden immer alle Möglichkeiten zugleich nutzen und kombinieren, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Interessant dürfte allerdings sein, wie man in Zukunft die Ergebnisse von Wolfram Alpha in seinen eigenen Arbeiten zitiert und ob sich Lehrer und Professoren dann genauso lange zieren werden, und stattdessen diesen Weg des Wissenserwerbs als minderwertig abstempeln (weil nicht zitierfähig, nicht Peer-review geprüft, zeitlich variabel usw.).
osiris1987 06.05.2009
5. Arg einseitig der Artikel
Meiner Meinung nach wird im Artikel WolframAlpha viel zu sehr als Suchmaschine gesehen, tatsächlich hat es aber seine stärken ganz woanders, nämlich im Daten zueinander in Bezug setzen. Statt einfach nur 10 Begriffe einzuhacken hätte man ja auch mal Dinge wie "GDP France/GDP Germany" o.ä. eintippen können. Bei google besteht sogut wie keine Chance bei sowas ein vernüftiges Resultat zu bekommen.
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