Technik-Kauderwelsch Haste dein Streichelbrettchen dabei?

Tablet, Netbook, Gadget: Was bedeutet dieses Technik-Blabla eigentlich genau? Für viele Alltagsgeräte gibt es nur schwammige englische Begriffe. SPIEGEL ONLINE klärt, woher sie kommen, was sie bezeichnen - und wie man all die Apparate viel schöner auf Deutsch nennen könnte.

Von

REUTERS

In knapp 10.000 Texten auf SPIEGEL ONLINE taucht der Begriff auf: Gadget. Mit dem erstbesten Begriff aus dem Wörterbuch übersetzt heißt das "Apparat", aber natürlich ist ein Gadget viel mehr. In einem Artikel über die " coolsten Gadgets der letzten 30 Jahre" 2005 gelten als solche: der Sony Walkman, Nintendos Game Boy, Apples Organizer Newton und MP3-Abspieler sowieso.

So oft der Begriff benutzt wird, so unklar ist eigentlich, was er genau bedeutet: Technik? Geräte, die klein genug zum Mitnehmen sind? Wer einmal versucht, auf Deutsch auszudrücken, was aus dem Englischen übernommene Begriffe wie Gadget oder Smartphone genau beschreiben, kommt schnell ins Trudeln.

Der Text von 2005 erklärt das Fremdwort Gadget so: "Was wäre die Welt ohne die kleinen Spielzeuge für die Hosentasche! Nicht immer waren Gadgets, zu deutsch Apparat, technische Spielerei oder auch Schnickschnack, so klein wie heutige Handys oder MP3-Player."

So ganz stimmt das nicht. Gadgets sind auch heute nicht unbedingt klein - das iPad (etwa A4-Format) wird oft Gadget genannt. Und der Technik-Schnickschnack der Zeichentrickfigur "Inspector Gadget" (ausfahrbare Roboterarme! Zusammenklappbare Helikopter-Rotorblätter!) ist das beste Beispiel dafür, dass mit Gadget nicht nur Computer-Spielereien gemeint sind.

Smarte Telefone, Gadgets und Tablets: SPIEGEL ONLINE sucht schönere Begriffe für die Technik-Floskeln - und veröffentlicht die besten Vorschläge der Leser.

Mehr zum Thema


Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 67 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
saul7 04.07.2010
1. ++
Zitat von sysopTablet, Netbook, Gadget: Was bedeutet dieses Technik-Blabla eigentlich genau? Für viele Alltagsgeräte gibt es nur schwammige englische Begriffe. SPIEGEL ONLINE klärt, woher sie kommen, was genau sie bezeichnen - und wie man all die Apparate viel schöner auf Deutsch nennen könnte. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,704205,00.html
Es ist lobenswert, diese Anglizismen und Neologismen zu erklären. Der breiten Öffentlichkeit werden sie jedoch weiterhin verschlossen bleiben, leider!!
RogueFive 04.07.2010
2. löblich
Ein Klassiker, der wunderbar zum Thema paßt. Also, liebe Stehsegler, immer nur löbliche und redliche Heimseiten im Internetz aufsuchen ... ;-)
langenscheidt 04.07.2010
3. Touch?
Für mich als Norddeutscher ist das deutsche Tatschen, wenn ein Baby oder Kleinkind z.B. an die Mattscheibe der Flimmerkiste mit der Hand knallt. Der Duden nennt Tatschen eine plumpe Form des Berührens von Sachen oder Lebewesen.
Sintra 04.07.2010
4. guckst Du!
... und zum "public viewing" sag ich immer nur "Draussenguck"
Imre, 04.07.2010
5. Übersetzung?
Mal abgesehen, dass die Übersetzungsversuche mehr als krude und unpassend sind... mir ist wohl entfallen, dass "Computer" und "Laptop" neuerdings keine Anglizismen mehr sind.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.