Technik-Tipps: Schwarzweißfotos mit dem Schweißglas

Von Tilo Gockel

Technik-Tipps: Kontrastreiches Schwarzweiß Fotos
DOCMA

Um Überbelichtungen zu vermeiden, kann man beim Fotografieren die Helligkeit reduzieren. Nur sind die Ergebnisse dann oft flau. Das Fachmagazin Docma zeigt, wie sie anschließend zu prächtigen Schwarzweißbildern kommen.

Ein gleißend strahlender Himmel: Will man Überbelichtung vermeiden, so muss man die Helligkeit in solchen Situationen mit einem Neutraldichte-Filter reduzieren. Ein Schweißglas kann als behelfsmäßiger Ersatz dienen. Diese Gläser sind preiswert im Baumarkt zu bekommen. Um das Schweißglas sicher mit dem Objektiv zu verbinden, habe ich mir einen Pappaufsatz gebastelt, der zwar nicht schön ist, aber seinen Zweck erfüllt.

Nach meiner Messung schluckt der Filter rund elf Blenden und mit diesem Wissen kann man gut die erforderliche Belichtungszeit abschätzen. Der unvermeidliche Grünstich des Schweißglases stört vielleicht noch, aber wenn Sie die Aufnahme ohnehin in ein Schwarzweißbild konvertieren, ist auch diese Eigenschaft kein großes Manko. Falls Sie auch einmal mit einem Schweißglas oder einem echten ND-Filter experimentieren möchten, so kann ich Ihnen Szenen mit schnellen Wolken oder bewegtem Wasser empfehlen - hier entstehen besonders schöne Effekte.

Für das Beispielbild habe ich eine Canon EOS 500D auf ein Stativ montiert und ein Objektiv mit einer Brennweite von 16 mm (auf das Kleinbildformat umgerechnet 26 mm) eingesetzt. Bei Blende 18 und ISO 100 konnte ich dank des Schweißglases 35 Sekunden belichten. Im Bulb-Modus habe ich die Belichtung über einen Kabelfernauslöser gesteuert.

Starten Sie den kleinen Workshop indem Sie auf die Fotostrecke klicken.

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insgesamt 27 Beiträge
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1. Aha
schindelbeck 27.01.2013
Mittelprächtiges Motiv, aufgenommen mit einem hoffentlich guten Objektiv, das man durch Vorschnallen eines Scherbens auf optisches Schrottniveau herunter zieht, für einen Effekt, den man mit einem der sinnvollsten und notwendigsten Zubehörteile der Fotografie, einem Stativ, einer Belichtungsreihe und ein paar Photoshopebenen ohne großen Aufwand besser hinbekäme. So what?
2. Was ein Quatsch
manu_b 27.01.2013
Ein ND Filter reduziert einfach die Menge des Lichtes im ganzen Bild, was für dieses Problem überhaupt keine Lösung ist.. Ob ich 30 sek oder 1 sek belichte ändert am Kontrastumfang einfach mal nix.. Früher hat man einen ND Verlaufsfilter benutzt und einmal normal und einmal kürzer für den Himmel zu belichten wäre wohl die bessere Lösung gewesen...
3. Monitor kalibrieren und profilieren...
mulhollanddriver 27.01.2013
Ich sehe es wie mein Vorredner Schindelbeck. Das Foto betrachte ich an einem kalibrierten und profilierten NEC Spectraview Reference 241. Wird hier ziemlich dunkel angezeigt. Bevor Tilo Gockel der Welt noch einmal erklärt, wie man Dinge, die heutzutage zielsicher am Computer erledigt werden können, mit alten Glasresten nur unzureichend erreicht, sollte er sich einen guten Monitor zulegen und diesen vernünftig einmessen (lassen).
4. So einfach ist es nun auch nicht
j.h_biotech 27.01.2013
Zitat von schindelbeckMittelprächtiges Motiv, aufgenommen mit einem hoffentlich guten Objektiv, das man durch Vorschnallen eines Scherbens auf optisches Schrottniveau herunter zieht, für einen Effekt, den man mit einem der sinnvollsten und notwendigsten Zubehörteile der Fotografie, einem Stativ, einer Belichtungsreihe und ein paar Photoshopebenen ohne großen Aufwand besser hinbekäme. So what?
Ich stimme Ihnen zu, dass für dieses Motiv wahrscheinlich auch eine Belichtungsreihe gereicht hätte, es gibt aber auch Motive für die das NICHT gereicht hätte! Die Idee ein Schweißerglas zu verwenden ist gerade deswegen eine gute Idee! Es kommt nämlich immer darauf an, was man erreichen will und wieviel Geld man zur Verfügung hat. Für einen Hobbyfotografen reicht diese Lösung doch vollkommen aus!
5. Sehen lernen und Kamerabedienung
geronimo49 27.01.2013
Zitat von sysopDOCMA Um Überbelichtungen zu vermeiden, kann man beim Fotografieren die Helligkeit reduzieren. Nur sind die Ergebnisse dann oft flau. Das Fachmagazin Docma zeigt, wie sie anschließend zu prächtigen Schwarzweiß-Bildern kommen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/technik-tipps-fotos-in-perfektem-schwarzweiss-a-877038.html
sollte man vorweg schon mal etwas ueben. Auch auf meinen gut kalibrierten Monitor, ist dieses s/w Foto eher unpraechtig. Zudem wuerde ich die letzte Raw version empfehlen, die einige der Korrekturen doch recht erleichtert. Wie schon hier gesagt waere ein bracketing mit 3-5 Aufnahmen bei dem Motiv die bessere Loesung gewesen. Ansonsten gibt es an den meisten Kameras ne Loeschtaste..
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Die Bilder sind als JPEG mit einer Bildgröße von etwa 2000 × 3000 Pixeln (Hoch-/Querformat) online einzureichen. Die Einzelheiten hierzu erfahren Sie in der nächsten DOCMA beziehungsweise auf docma.info, sobald die Seite zur Registrierung der Teilnehmer freigeschaltet wurde. Einsendeschluss ist der 24. Februar 2013.

Jurierung, Preise und Ausstellung der Gewinnerwerke

Anfang März werden die Bilder von einer großen Jury anonymisiert bewertet und die Preisträger der drei Teilnehmerkategorien ermittelt. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen noch nicht alle Sponsoren des Docma Awards fest, doch Gewinnprämien im Gesamtwert von ungefähr 30.000 Euro erwarten die Einsender. Der Docma Award wird auch unter anderem von Adobe und dem Umweltfotofestival "Horizonte Zingst" unterstützt. Im Ostseeheilbad Zingst werden dann auch 2013 die Ergebnisse ausgestellt.


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