Phishing-E-Mails Telekom warnt vor gefälschten Rechnungen

Die Telekom warnt einmal mehr vor gefälschten Rechnungen. Wer auf einen Link in der Nachricht klicke, laufe Gefahr, sich Schadsoftware auf den Rechner zu laden. Vorsichtig sollte man derzeit auch bei angeblichen Faxnachrichten sein.

Telekom-Logo: Vorsicht vor gefälschten Rechnungen
AFP

Telekom-Logo: Vorsicht vor gefälschten Rechnungen


Mit gefälschten Telekom-Rechnungen versuchen Kriminelle momentan verstärkt, Schadsoftware auf Rechnern zu verteilen. Per Klick auf einen Link in der Nachricht sollen dem Empfänger angebliche Zahlungsrückstände angezeigt werden. In Wirklichkeit lädt sich der Nutzer aber eine als PDF getarnte ausführbare Datei auf den Rechner.

Die Datei enthalte Schadcode, warnt die Telekom, aktuell werde dieser von den meisten Virenscannern noch nicht erkannt. Bislang geht die Telekom davon aus, dass es sich um einen "Trojaner mit derzeit unbekannten Auswirkungen" handelt. Es ist nicht das erste Mal, dass Betrüger versuchen, mit gefälschten Telekom-Rechnungen Schadsoftware auf Rechner zu schmuggeln.

Wer sich unsicher ist, ob er es mit einer falschen Rechnung zu tun hat, kann zum Vergleich seine Rechnungen über das Online-Kundencenter der Telekom aufrufen. Im Betreff der aktuellen Fälschungen soll beispielsweise die individuelle Buchungskontonummer fehlen. Das Unternehmen rät Betroffenen grundsätzlich, die Phishing-E-Mails sofort zu löschen, ohne irgendeinen Link anzuklicken.

Neben der Schwemme an falschen Telekom-Rechnungen kommt es derzeit auch zu vermehrten Attacken mit als Faxnachricht getarnten Betrüger-E-Mails, wie die Verbraucherzentrale Hamburg mitteilt. "Bei uns häufen sich die Hinweise von aufmerksamen Verbrauchern, die angeblich ein Fax von einer Berliner Nummer erhalten haben", sagt Verbraucherschützerin Julia Rehberg.

Der E-Mail sei eine Faxnachricht in Form einer Zipdatei mit einer langen Zahlen-Buchstaben-Kombination beigefügt. Beim Öffnen der Datei erscheine aber kein Fax, stattdessen installiere sich ein Schadprogramm auf dem Computer.

mbö/dpa/APF

Mehr zum Thema


insgesamt 18 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
rodelaax 15.05.2014
1. Ach was
Wer ist denn noch Kunde bei der Drosselkom, sodass er eine solche "Rechnung" ernst nehmen kann.
randhesse 15.05.2014
2. Falsche Gleichsetzung
Zitat von sysopAFPDie Telekom warnt einmal mehr vor gefälschten Rechnungen. Wer auf einen Link in der Nachricht klicke, laufe Gefahr, sich Schadsoftware auf den Rechner zu laden. Vorsichtig sollte man derzeit auch bei angeblichen Fax-Nachrichten sein. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/telekom-warnungen-vor-gefaelschten-rechnungen-und-fax-nachrichten-a-969511.html
Sie steckt wohl immer noch dermaßen tief in allen Köpfen, die Gleichsetzung: Computer = Windows- Betriebssystem, daß es nicht mal den "Fachredakteuren" bei einer Virenwarnung mehr einfällt, das Ziel- OS einer Schadsoftware zu erwähnen. Ich bin mir ziemlich sicher, daß, öffnet man das "angebliche PDF" auf einem iPhone, oder Android- Tablet, _genau garnichts_ passiert!
Airkraft 15.05.2014
3. Bin mir ziemlich sicher,...
Bin mir ziemlich sicher, dass da auch wieder genügend Leute darauf hereinfallen - der Mensch ist halt einfach neugierig :-(
Hans58 15.05.2014
4.
Zitat von rodelaaxWer ist denn noch Kunde bei der Drosselkom, sodass er eine solche "Rechnung" ernst nehmen kann.
OT: Die Wette mit mir habe ich gewonnen, sie lautete: Ich wette, dass unter den ersten 5 Beiträgen mindestens einer ist, der auf der Telekom "rumhackt"! Dass andere Mail-Provider fast im wöchentlichen Abstand ähnliche Warnungen veröffentlichen, übersehen Sie (und auch SpON) geflissentlich?
felisconcolor 15.05.2014
5. Genügend
Zitat von rodelaaxWer ist denn noch Kunde bei der Drosselkom, sodass er eine solche "Rechnung" ernst nehmen kann.
und auch ich bin immer noch sehr zufrieden mit dem Anbieter. Für sie hingegen reicht ja schon ein Schlagwort und ihre Meinung steht fest. Dinge zu hinterfragen kommt für sie nicht infrage. Müssten sie nachdenken und das bedeutet Arbeit. Die falschen Rechnungen werden übrigens über nicht upgedatete und gehackte Wordpress Accounts verschickt. Die Link ist in der Downloadaufforderung in der Mitte der Rechnung versteckt. Also immer mal wieder in die Statuszeile seines Browsers oder Mailprogramm schauen wo der Link denn hin surfen will. Ich habe die Dame der der Wordpress Account gehört über ihr Kontaktformular angeschrieben. Vielleicht reagiert sie ja. Wenn wir uns im Kampf gegen Phishing und Spam gegenseitig helfen ist schon viel getan. Dumme Sprüche ala Drosselkom sind da wenig nützlich und zeugen nicht gerade von technischem Verstand der ganzen Materie.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.