"The Dukes" Sicherheitsfirma will russische Hackergruppe enttarnt haben

Eine Hackergruppe soll sieben Jahre lang systematisch Cyberspionage für Russland betrieben haben. Das will die finnische Sicherheitsfirma F-Secure nachgewiesen haben. Die Ziele der Gruppe finden sich vor allem im Kaukasus.


Einer Studie der finnischen Datensicherheitsfirma F-Secure zufolge hat Russland sieben Jahre lang systematisch die Cyberspionage einer Hackergruppe in Europa, den USA und Asien gefördert.

Die Firma F-Secure berichtet, eine Hackergruppe namens "The Dukes" habe bei zahlreichen Attacken auf Regierungen und staatliche Stellen Informationen für den russischen Geheimdienst gesammelt. Die Gruppe soll dafür eine einzigartige Schadsoftware eingesetzt haben, die Informationen von den infizierten Rechnern absaugte.

F-Secure schreibt in einem Bericht von einer "gut ausgestatteten, sehr engagierten und organisierten Cyberspionagegruppe". Man glaube, dass die Gruppe spätestens seit 2008 für die Russische Föderation arbeite.

Zu ihren Zielen gehörten der Sicherheitsfirma zufolge ein Informationszentrum Georgiens bei der Nato, das georgische Verteidigungsministerium, die Außenministerien der Türkei und Ugandas sowie Regierungsstellen und Institute in den USA, Asien und Europa. "Alle Zeichen deuten auf eine Förderung durch den russischen Staat hin", erklärte Artturi Lehtiö, der die Studie für F-Secure leitete.

Spionage für und gegen Moskau

Die Hacker verwenden laut der Studie neun verschiedenen Varianten von Malware-Tool-Sets. Während einige davon den Forschern bereits bekannt waren, entdeckte Lehtiö zwei neue Varianten, die es ermöglichten, neue Verbindungen zwischen der Gruppe und den Angriffen herzustellen.

Moskau wird immer wieder Cyberspionage vorgeworfen. Im vergangenen Jahr äußerten verschiedene Forschergruppen den Verdacht, die russische und die chinesische Regierung stünden hinter groß angelegten Attacken auf Ziele in den USA und darüber hinaus.

Allerdings wird auch in die andere Richtung spioniert: So wurden von dem Wurm Regin, der Regierungs- und Unternehmensgeheimnisse stahl, vor allem Rechner in Russland und Saudi-Arabien angegriffen - und keiner in den USA. Anfang des Jahres wurde Regin als Five-Eyes-Werkzeug enttarnt.

fab/AFP

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
cum infamia 17.09.2015
1.
"Glauben" ist nicht WISSEN. Da sollten die Finnen lieber erst einmal weiter recherchieren. Vielleicht sitzen die "Herrschaften" ganz woanders- . Was glauben Sie, was ich alles so "glaube" .Schon mal die Buchstaben NSA gelesen ? Aber das paßt ja gerade recht gut zur Mainstreammeinung vom bösen Russen...
managerbraut 17.09.2015
2. Na und! Ist doch völlig ok!
Die Spionagedienste der USA NSA - CIA - FBI - England GCHQ - Kanada GCSB - Neuseeland - Australien DSD zu den sogenannten Five Eyes kommen noch Deutschland BND - Japan - Türkei - Norwegen - Südkorea hinzu welche gemeinschaftlich global Milliarden Bürger - Computer - Handys - Smartphones - Regierungen - Politiker - Ministerien - Gewerkschaften - Unternehmen - Organisationen - Medien - Journalisten ausspionieren, wie Daten stehlen. Alles im Auftrag der jeweiligen Regierungen! Da ist es Russlands - Chinas billiges Recht ihre Geheimdienste mit gleichen Cyber Spionageaufträgen - Spionageabwehr einzusetzen und dazu ganze Cyberabteilungen bei ihren Geheimdiensten - Ministerien - Armeen einrichten. Ebenso dürfte es eine Selbstverständlichkeit sein, das wie die Dienste aus dem Westen, auch Russland - China Cyberkrieger - Hacker ausbildet und die Besten Hacker aus der Privatwirtschaft anheuert. Somit liegt alles im grünen Bereich! Russland - China tun nichts, was der Westen nicht schon über Jahrhunderte tut!
klausbaerbel 17.09.2015
3. ja dann...
....dann ist es ja legitim, dass der CIA mich abhoert. Er beschuetzt mich ganz einfach. Ich Terrorist ich.
taglöhner 17.09.2015
4. Eigentor-Hatrick
@ #1-#3. Danke für die Innenansicht :).
elkemeis 17.09.2015
5. Im Unterschied zur NSA ...
... müssen die Russen und Chinesen und Inder schon selbst spionieren. Die Amis haben dazu unseren BND, mit Billigung und Duldung von Merkel, de Maiziere und Co.
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