Projekt "The Pilot" Dieses Headset soll in Echtzeit übersetzen

Live und direkt ins Ohr: Ein Unternehmen will die Übersetzung von Sprachen im Alltag viel einfacher machen. Schon sammeln sich Fans - aber die Hürden für smarte Headsets sind hoch.

Übersetzer-Headset The Pilot
Waverly Labs

Übersetzer-Headset The Pilot

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Der Wunsch nach einfacherer Kommunikation war schon Motor für viele Innovationen. So ist es auch bei The Pilot, einem Paar smarter In-Ohr-Kopfhörer, die in Echtzeit übersetzen sollen. In einem Video erzählt Gründer Andrew Ochoa davon, wie er ein französisches Mädchen traf und sie nicht verstand.

Video - Andrew Ochoa stellt die intelligenten Kopfhörer vor:

Zwei Jahre lang hat ein Team aus Programmierern, Ingenieuren, Designern und Übersetzungsexperten bei Waverly Labs an dem Wearable fürs Ohr gearbeitet. Ab sofort können Interessierte die kleinen Geräte, die man sich wie ein Hörgerät in die Ohrmuschel setzt, vorbestellen.

In wenigen Tagen startet das Crowdfunding bei Indiegogo. Zwischen 249 bis 299 US-Dollar sollen die Übersetzungshilfen kosten, Vorbesteller können auf einen Rabatt hoffen.

Die The-Pilot-Ohrhörer kommen im Doppelpack und mit einer App. Mithilfe dieser wählt man die Sprache aus und aktiviert die Geräte. Zur Einführung kann zwischen Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch übersetzt werden. Später sollen weitere Sprachen hinzukommen, unter anderem Hindi und Arabisch. Um die Übersetzung nutzen zu können, müssen vorerst beide Gesprächspartner die Ohrstöpsel tragen. In Zukunft soll es aber auch Modelle geben, die es erlauben, die Sprechenden in der Umgebung zu übersetzen.

Im Netz gibt es schon begeisterte Reaktionen. Bei Facebook wird die Idee tausendfach geteilt. Ein Grund dürfte sein, dass die Technologie überall dort Vorteile bietet, wo Menschen mit unterschiedlichen Sprachen zusammenkommen. Zum Beispiel in internationalen Konzernen, der Entwicklungshilfe oder im Tourismus.

Facebook-Kommentare von Nutzern aus Tourismus und Vertrieb

Facebook-Kommentare von Nutzern aus Tourismus und Vertrieb

Andere freuen sich, schreiben sie, weil sie anderssprachige Familienangehörige haben oder in The Pilot eine Chance für ankommende Geflüchtete sehen.

Trotz dieser Euphorie bleibt abzuwarten, wie viel The Pilot wirklich kann. Außer dem Demovideo gibt es noch nicht viel vorzuweisen. Die Spracherkennung ist ein ambitioniertes Projekt, denn gesprochene Sprache ist nicht immer deutlich und zudem von Dialekten geprägt.

Facebook-Kommentator fabuliert über potenzielle Einsatzmöglichkeiten

Facebook-Kommentator fabuliert über potenzielle Einsatzmöglichkeiten

Solche Hürden muss die Software nehmen und dabei sinngemäß und nicht wörtlich übersetzen. Im Herbst sollen die ersten smarten Ohrstöpsel ausgeliefert werden - dann wartet der Praxistest.



insgesamt 18 Beiträge
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polltroll 23.05.2016
1. Abgeschaut von?
Wieder eine Idee aus dem Star trek Universum. Der universaltranslator. Eine wirklich tolle Sache, die gefördert gehört! :)
edebanatzke 23.05.2016
2. Na dann will ikke ma hörn, wie die dette hier übasetzn!?
Ville Spaß dabei und ich gloob det nich?
jcdenton82 23.05.2016
3. Unrealistisch
Menschliche Sprache ist schwach kontextabhängig (siehe Chomsky Hierarchie) und für Maschinen höchstwahrscheinlich niemals übersetzbar. Wird wahrscheinlich einfach eine Schnittstelle zu Google Translate gebaut...
penie 23.05.2016
4. Es ist nur eine Frage der Zeit ...
... bis die Systeme hinreichend leistungsfähig sind. Allerdings reden wir hier nicht von ein, zwei Jahren sondern vielleicht von zehn. Der überragende Nutzen liegt auf der Hand.
M. Michaelis 23.05.2016
5.
Es gibt ja noch nicht mal gute Übersetzer von geschriebenen Texten. Unglaubhaft dass da jetzt plötzlich gesprochenes in Echtzeit brauchbar übersetzt wird.
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