Tipps für mehr Sicherheit So schützen sich Profis vor Computer-Kriminellen

2. Teil: Eugene Kaspersky: Entführter Sohn


Kaspersky: "Ich überlege mir zweimal, was ich in sozialen Netzen veröffentliche"

Kaspersky: "Ich überlege mir zweimal, was ich in sozialen Netzen veröffentliche"

Als ein russisches Rentnerehepaar im April 2011 seinen zwanzigjährigen Sohn Iwan entführte, beschloss Eugene Kaspersky zusammen mit den Behörden eine List. Über die Medien verbreiteten sie, Kaspersky hätte drei Millionen Euro Lösegeld bezahlt - ein Ablenkungsmanöver, das die Entführer in Sicherheit wiegen sollte. Es funktionierte, kurz darauf griffen die Polizisten zu, Iwan entkam unverletzt.

Doch damit war das Thema für Eugene Kaspersky nicht beendet.

Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Kidnapper in sozialen Netzwerken persönliche Informationen von möglichen Opfern sammelten und deren tägliche Abläufe durchleuchteten. Mit den erhaltenen Informationen planten sie auch dieses Verbrechen.

"Niemand weiß genau, warum sie gerade Iwan als Opfer auswählten", erklärt Kaspersky im CHIP-Gespräch. "Aber ich glaube, es lag daran, dass er exzessiv viele persönliche Informationen bei Vkontakte, dem russischen Facebook, veröffentlichte." Mit diesen Auskünften konnten die Entführer seine Bewegungen nachvollziehen, ihn überwachen und sein persönliches Sicherheitsniveau einschätzen - und das war nicht hoch genug! Noch heute wirft sich der Vater vor, seinen Sohn nicht über Gefahren in solchen Netzwerken aufgeklärt und ihm keine Tipps für die Veröffentlichung persönlicher Daten gegeben zu haben. "Machen Sie nicht denselben Fehler," warnt Kaspersky, "und handeln Sie jetzt, um Ihre Kinder zu schützen."

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insgesamt 42 Beiträge
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ChildInTime 19.01.2012
1. Zum 12. Teil (Symantec)
Zitat von sysopAus Fehlern wird man klug - vor allem aus denen der Profis. Zwölf Experten, darunter*Eugene Kaspersky, Bruce*Schreier und Brian*Krebs, haben dem Fachmagazin Chip verraten, wie sie sich vor Computer-Kriminellen schützen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808814,00.html
Wenn ein "Symantec-Experte" einen bekanntermaßen infizierten Stick einfach anschließt, lässt das schon tief blicken... Was ich aber nicht verstehe, ist die Schlussfolgerung: Es heißt, er hätte das Problem leicht vermeiden können, indem er einen Onlinescan durchführte: "Datei auswählen, hochladen und aufs Ergebnis warten". Ersteres setzt doch auch voraus, dass man den Stick zunächst mal anschließt ... oder gibt es eine (einfache) Möglichkeit, die Autorun-Funktion abzuschalten? Wenn ja, wäre das als Tipp doch viel sinnvoller gewesen...
zeitmax 19.01.2012
2. Man kann es übertreiben...
Zitat von sysopAus Fehlern wird man klug - vor allem aus denen der Profis. Zwölf Experten, darunter*Eugene Kaspersky, Bruce*Schreier und Brian*Krebs, haben dem Fachmagazin Chip verraten, wie sie sich vor Computer-Kriminellen schützen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808814,00.html
Ich bin seit zehn Jahren mit drei Windows Betriebssystemen über DSL und WLAN im Netz - ohne jeglichen Virenschutz, die Win-Firewall ist ebenfalls abgeschaltet. Ohne Probleme, ohne Viren wie ein gelegentlich durchgeführter online-Test mit bitdefender.de beweist. Nur der Fritz-Router mit seiner "Protect"-Firewall (Fritz DSL) hält alles ab. Kaum zu glauben, aber wahr! Unbekannte Mail-Anhänge sollte man natürlich nicht öffnen.
BlueBuda 19.01.2012
3. Bekomme weinkrämpfe
Zitat von sysopAus Fehlern wird man klug - vor allem aus denen der Profis. Zwölf Experten, darunter*Eugene Kaspersky, Bruce*Schreier und Brian*Krebs, haben dem Fachmagazin Chip verraten, wie sie sich vor Computer-Kriminellen schützen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808814,00.html
Sicheres OS, oh man es gibt per se nichts sicheres wann raffen die leute das endlich.... und das freie Software nicht spionieren würde ist auch nur ein mund gelübte, oder wer schaut sich bit für bit den code an um ihn als unbedenklich zu bescheinigen (geschweige kann das überhaupt lesen und verstehen), nur weill man noch nichts gefunden hat, heisst nicht das dort was wäre....
khaja 19.01.2012
4. Was sind denn das teilweise für Ratschläge und Aussagen?
"Java braucht eh keiner mehr"? Dann versuche der Kerl doch mal, die Entwicklingsumgebung "Eclipse" ohne Java zu starten. Bei LibreOffice wird auch nicht alles funktionieren... aber das sind ja Programme, die niemand nutzt... "E-Mails kann im Netzwerk jeder mitlesen"? Nur wenn es sich um ein offenes WLAN oder eines mit bekanntem und für alle gleichem Passwort handelt. Ansonsten kann man höchstens mitlesen, wenn man Kontrolle über einen der Knotenpunkte zwischen mir und dem Server hat - und wenn man darüber Kontrolle hat, kann man eh viel unschönere Dinge machen. Dann noch Schleichwerbung für ein angeblich "sicheres" OS. So etwas gibt es höchstens in einer Firmenumgebung, die auf Basis von SELinux nur ausführlich getestete Software installieren und ansonsten dem Otto-Normal-User keinerlei Rechte zugestehen. Wie stellen die sich das vor? Soll da jedes Mal jemand vorbei kommen, wenn der Nutzer ein Programm installieren will?
Mitch 19.01.2012
5. Genau
Zitat von khaja"Java braucht eh keiner mehr"? Dann versuche der Kerl doch mal, die Entwicklingsumgebung "Eclipse" ohne Java zu starten. Bei LibreOffice wird auch nicht alles funktionieren... aber das sind ja Programme, die niemand nutzt... "E-Mails kann im Netzwerk jeder mitlesen"? Nur wenn es sich um ein offenes WLAN oder eines mit bekanntem und für alle gleichem Passwort handelt. Ansonsten kann man höchstens mitlesen, wenn man Kontrolle über einen der Knotenpunkte zwischen mir und dem Server hat - und wenn man darüber Kontrolle hat, kann man eh viel unschönere Dinge machen. Dann noch Schleichwerbung für ein angeblich "sicheres" OS. So etwas gibt es höchstens in einer Firmenumgebung, die auf Basis von SELinux nur ausführlich getestete Software installieren und ansonsten dem Otto-Normal-User keinerlei Rechte zugestehen. Wie stellen die sich das vor? Soll da jedes Mal jemand vorbei kommen, wenn der Nutzer ein Programm installieren will?
Da kann ich nur zustimmen.
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