Tipps für mehr Sicherheit: So schützen sich Profis vor Computer-Kriminellen

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Aus Fehlern wird man klug - vor allem aus denen der Profis. Zwölf Experten, darunter Eugene Kaspersky, Bruce Schneier und Brian Krebs, haben dem Fachmagazin Chip verraten, wie sie sich vor Computer-Kriminellen schützen.

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Netzwerkkabel (Symbolbild): "Handeln Sie jetzt"

Selbst IT-Profis sind nicht vor den Tricks der Cyberkriminellen gefeit. Aber sie ziehen Lehren daraus, die allen Computernutzern helfen können. Wir haben einige der namhaftesten Sicherheitsexperten gefragt: Auf welche Masche sind Sie schon einmal hereingefallen? Und was haben Sie daraus gelernt? Wir hätten nicht mit so vielen ehrlichen, teils offenherzigen Antworten gerechnet: Eugene Kaspersky etwa berichtet uns, wie er die Entführung seines Sohnes Iwan hätte verhindern können, Grünen-Netzpolitiker Konstantin von Notz, warum verschlüsselte Kommunikation wichtig ist, und Open-Source-Ikone Richard Stallman, warum Windows einfach nur falsch ist.

Jeder kann die Faustregeln der Profis umsetzen, man braucht kein Expertenwissen, um von den Experten zu profitieren. Wer sich an diese Tipps hält, steigert sein persönliches Sicherheitsniveau ohne großen Aufwand und hält die Cyberkriminellen fern. Tipps, die auch unsere Experten immer hätten beherzigen sollen.

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1. Zum 12. Teil (Symantec)
ChildInTime 19.01.2012
Zitat von sysopAus Fehlern wird man klug - vor allem aus denen der Profis. Zwölf Experten, darunter*Eugene Kaspersky, Bruce*Schreier und Brian*Krebs, haben dem Fachmagazin Chip verraten, wie sie sich vor Computer-Kriminellen schützen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808814,00.html
Wenn ein "Symantec-Experte" einen bekanntermaßen infizierten Stick einfach anschließt, lässt das schon tief blicken... Was ich aber nicht verstehe, ist die Schlussfolgerung: Es heißt, er hätte das Problem leicht vermeiden können, indem er einen Onlinescan durchführte: "Datei auswählen, hochladen und aufs Ergebnis warten". Ersteres setzt doch auch voraus, dass man den Stick zunächst mal anschließt ... oder gibt es eine (einfache) Möglichkeit, die Autorun-Funktion abzuschalten? Wenn ja, wäre das als Tipp doch viel sinnvoller gewesen...
2. Man kann es übertreiben...
zeitmax 19.01.2012
Zitat von sysopAus Fehlern wird man klug - vor allem aus denen der Profis. Zwölf Experten, darunter*Eugene Kaspersky, Bruce*Schreier und Brian*Krebs, haben dem Fachmagazin Chip verraten, wie sie sich vor Computer-Kriminellen schützen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808814,00.html
Ich bin seit zehn Jahren mit drei Windows Betriebssystemen über DSL und WLAN im Netz - ohne jeglichen Virenschutz, die Win-Firewall ist ebenfalls abgeschaltet. Ohne Probleme, ohne Viren wie ein gelegentlich durchgeführter online-Test mit bitdefender.de beweist. Nur der Fritz-Router mit seiner "Protect"-Firewall (Fritz DSL) hält alles ab. Kaum zu glauben, aber wahr! Unbekannte Mail-Anhänge sollte man natürlich nicht öffnen.
3. Bekomme weinkrämpfe
BlueBuda 19.01.2012
Zitat von sysopAus Fehlern wird man klug - vor allem aus denen der Profis. Zwölf Experten, darunter*Eugene Kaspersky, Bruce*Schreier und Brian*Krebs, haben dem Fachmagazin Chip verraten, wie sie sich vor Computer-Kriminellen schützen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808814,00.html
Sicheres OS, oh man es gibt per se nichts sicheres wann raffen die leute das endlich.... und das freie Software nicht spionieren würde ist auch nur ein mund gelübte, oder wer schaut sich bit für bit den code an um ihn als unbedenklich zu bescheinigen (geschweige kann das überhaupt lesen und verstehen), nur weill man noch nichts gefunden hat, heisst nicht das dort was wäre....
4. Was sind denn das teilweise für Ratschläge und Aussagen?
khaja 19.01.2012
"Java braucht eh keiner mehr"? Dann versuche der Kerl doch mal, die Entwicklingsumgebung "Eclipse" ohne Java zu starten. Bei LibreOffice wird auch nicht alles funktionieren... aber das sind ja Programme, die niemand nutzt... "E-Mails kann im Netzwerk jeder mitlesen"? Nur wenn es sich um ein offenes WLAN oder eines mit bekanntem und für alle gleichem Passwort handelt. Ansonsten kann man höchstens mitlesen, wenn man Kontrolle über einen der Knotenpunkte zwischen mir und dem Server hat - und wenn man darüber Kontrolle hat, kann man eh viel unschönere Dinge machen. Dann noch Schleichwerbung für ein angeblich "sicheres" OS. So etwas gibt es höchstens in einer Firmenumgebung, die auf Basis von SELinux nur ausführlich getestete Software installieren und ansonsten dem Otto-Normal-User keinerlei Rechte zugestehen. Wie stellen die sich das vor? Soll da jedes Mal jemand vorbei kommen, wenn der Nutzer ein Programm installieren will?
5. Genau
Mitch 19.01.2012
Zitat von khaja"Java braucht eh keiner mehr"? Dann versuche der Kerl doch mal, die Entwicklingsumgebung "Eclipse" ohne Java zu starten. Bei LibreOffice wird auch nicht alles funktionieren... aber das sind ja Programme, die niemand nutzt... "E-Mails kann im Netzwerk jeder mitlesen"? Nur wenn es sich um ein offenes WLAN oder eines mit bekanntem und für alle gleichem Passwort handelt. Ansonsten kann man höchstens mitlesen, wenn man Kontrolle über einen der Knotenpunkte zwischen mir und dem Server hat - und wenn man darüber Kontrolle hat, kann man eh viel unschönere Dinge machen. Dann noch Schleichwerbung für ein angeblich "sicheres" OS. So etwas gibt es höchstens in einer Firmenumgebung, die auf Basis von SELinux nur ausführlich getestete Software installieren und ansonsten dem Otto-Normal-User keinerlei Rechte zugestehen. Wie stellen die sich das vor? Soll da jedes Mal jemand vorbei kommen, wenn der Nutzer ein Programm installieren will?
Da kann ich nur zustimmen.
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potentiell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.
Zum Autor
  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

Viren und Trojaner - Informationen im Netz
Vireninfos von der Behörde
bsi-fuer-buerger.de: Wer sich im Internet über Viren und andere schädliche Programme informieren will, ist auf der Seite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) richtig. Die Behörde mit Sitz in Bonn untersucht Risiken bei der Anwendung moderner Informationstechnik wie dem Internet und entwickelt Sicherheitsvorkehrungen. Für Bürger wurde die Infoseite eingerichtet, die über Gefahren im Netz informiert. Auch für Laien verständlich ist dort erklärt, wie Cyberkriminelle agieren, was Viren, Würmer und Trojaner sind. Außerdem bekommen Bürger Tipps, wie sie sich vor Gefahren aus dem Netz schützen können.
Mittel gegen Schädlinge auf dem Rechner
trojaner-info.de: Die Seite beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Trojaner. Nutzer können nachlesen, wie diese Computer-Schädlinge generell funktionieren, wie man sich am besten vor ihnen schützt und wie man sie entfernen kann. In der Rubrik Downloads gibt es kostenlos Programme, um Schädlinge von der heimischen Festplatte zu tilgen. Ein zuverlässiges Anti-Viren-Programm ersetzen diese Gratis-Downloads aber nicht.
Welche Würmer durchs Netz kriechen
viren-ticker.de:Sober, Bagle, Mytob - welche Schadprogramme aktuell im Netz kursieren, listet der Viren-Ticker des Bonner Fachverlags für Computerwissen auf. In kurzen Viren-Steckbriefen wird beschrieben, auf welchem Weg der Eindringling auf einen Rechner gelangt, woran er zu erkennen ist und wie er auf der Festplatte wütet, wenn er sich erst mal eingenistet hat.
Echte und unechte Viren
hoax-info.de: Mehr über Viren, die derzeit im Internet die Runde machen, liefert diese im Kooperation mit der Technischen Universität Berlin betriebene Seite. Ein Weblog bietet einen Überblick über Artikel in der Fachpresse, die sich mit der Internet-Sicherheit beschäftigen. Dazu gibt es Informationen über Hoaxes - vermeintliche Virenwarnungen per Mail - die Empfänger oft grundlos verunsichern.

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