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09. April 2012, 16:13 Uhr

Jahrestag der Katastrophe

Webseite stellt 200.000 "Titanic"-Dokumente online

Die Passagierliste, das Testament des Kapitäns und Berichte zu den Todesursachen der Verstorbenen: Eine britische Webseite präsentiert kurz vorm Jahrestag des "Titanic"-Unglücks einen reichen Schatz an Originaldokumenten. Wer sie einsehen will, muss sich aber registrieren.

Zum hundertsten Jahrestag des Untergangs der "Titanic" hat eine Internetseite mehr als 200.000 Dokumente zu dem Unglück veröffentlicht. Mit den Dokumenten könnten die Schicksale von Passagieren an Bord nachgezeichnet werden, erklärte Miriam Silverman von der britischen Webseite Ancestry.co.uk am Montag. Die Datenbank kann bis Ende Mai kostenlos genutzt werden. Wer sich auf der Seite umsehen will, muss sich allerdings registrieren.

Zu den veröffentlichten Dokumenten zählen unter anderem die Passagierliste der "Titanic" sowie die Testamente von Kapitän Edward Smith sowie den Großindustriellen Benjamin Guggenheim und John Jacob Astor, die bei dem Unglück ums Leben kamen. Auch die Berichte zur Todesursache von mehr als 300 im Wasser gefundenen Leichen sowie Bilder der Grabsteine von 121 "Titanic"-Opfern können auf der Internetseite eingesehen werden. Zudem ist die Passagierliste der "Carpathia", die der sinkenden "Titanic" zu Hilfe kam und fast alle Überlebenden aufnahm, auf der Seite verfügbar.

Der als unsinkbar geltende Luxusdampfer "Titanic" hatte auf seiner Jungfernfahrt nach New York in der Nacht zum 15. April 1912 einen Eisberg im Nordatlantik gerammt und sank. Nur etwa 700 der rund 2200 Menschen an Bord überlebten das Unglück.

Mit zahlreichen Aktionen wird an den Untergang vor hundert Jahren erinnert: Verschiedene Filme, Bücher und Musik kommen zum Jahrestag auf den Markt, am Sonntag legte das Kreuzfahrtschiff "MS Balmoral" im englischen Southampton ab, um die Route der "Titanic" nachzufahren. Nach sechs Tagen soll das Schiff die Unglücksstelle erreichen, wo dann eine Gedenkveranstaltung stattfinden wird. An Bord sind auch Nachfahren der Opfer.

Jüngst hatte sich auch die Unesco mit der "Titanic" beschäftigt: Die Uno-Kulturorganisation erklärte, dass das Schiffswrack ab dem 15. April, wenn es hundert Jahre unter Wasser liege, als Kulturerbe der Menschheit unter Wasser geschützt sei.

wbr/AFP

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