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"Titanic II": Das Geheule geht weiter

In einem gelungenen Video-Mashup hat ein Hobbyfilmer den "Titanic"-Helden Jack Dawson vom Meeresgrund geholt. Aus vielen Filmen mit Leonardo DiCaprio hat er einen Trailer für eine Fortsetzung des Tränendrüsen-Hits gebastelt. Die Netzgemeinde ist begeistert.

Es wurde viel geweint, im ersten Teil. "Titanic" ging als der möglicherweise größte Papiertaschentuchvernichter aller Zeiten in die Filmgeschichte ein - und jetzt geht das Geheule weiter. Denn der vermeintlich im eisigen Wasser ertrunkene Jack Dawson ist wieder da - zumindest bei YouTube (siehe Kasten).

Der Videospaßmacher Derek Johnson hat Jack aus dem eisigen Wasser gezogen - mit Hilfe vieler Schnipsel aus "Titanic" und anderen Filmen, viele davon mit Leonardo DiCaprio. In einem etwa vierminütigen Video- Mashup, einem Trailer für den fiktiven Film "Titanic - Two the Surface" wird Jack in einem Eisblock am Meeresgrund entdeckt, aufgetaut und gleich in eine militärische Einrichtung verfrachtet. "Eine Reise endet, eine andere beginnt", raunt eine warme Sprecherstimme, aber dann wird es für Jack erstmal unangenehm.

"Wie lange wollen sie ihn sediert halten", fragt eine Frau und der Gefragte antwortet: "für den Rest seines natürlichen Lebens". Doch dem Trailer-Jack gelingt die Flucht, es folgt eine furiose Verfolgungs-Sequenz mit Szenen unter anderem aus den DiCaprio-Filmen "Romeo und Julia", "Catch me if you can" und "Jim Caroll" ("The Basketball Diaries").

"Diesen Sommer ist Jack wieder da", sagt der Sprecher dann mit optimistischem Unterton, und zu einer Dancefloor-Version von Celine Dions unsäglichem Titanic-Song "My Heart will go on" sehen wir, wie der Aufgetaute sich in der Zukunft zurechtzufinden versucht, in der er gestrandet ist. Seine große Liebe Rose ist tot, und Jack weint sehr viel - ganz erstaunlich, wie viele tränenreiche DiCaprio-Szenen Johnson da zusammengetragen hat. Besonders traurig sieht Jack aus, als er einmal im Theater sitzt: Er sieht sich das "Titanic"-Musical an.

Die YouTube-Nutzer jedenfalls sind begeistert von "Two the Surface". "Ich würde soo viel Geld bezahlen, um diesen Film zu sehen", schrieb einer.

Christian Stöcker

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