Betriebssytem Chrome OS: Google plant angeblich Touchscreen-Notebook

Chromebook: Google-Notebook bald auch mit Touchscreen Fotos

Wischen statt bloß tippen: Google entwickelt US-Medien zufolge einen Touchscreen-Laptop mit dem hauseigenen Betriebssystem Chrome OS. Das Gerät soll ähnlich wie Windows-8-Touchrechner zu bedienen sein und 2013 auf den Markt kommen.

Hamburg - Der Werbe- und Suchmaschinenriese Google baut sein Engagement im Hardware-Bereich aus. Mit einem neuartigen Chromebook setzen die Techniker aus Mountain View dabei auf den Tablet- und Smartphone-getriebenen Trend zum Touchscreen. Der neueste Google-Laptop mit dem Betriebssystem Chrome OS soll ebenfalls einen berührungsempfindlichen Bildschirm erhalten.

Das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet unter Berufung auf Insider , dass das neue Gerät noch in diesem Jahr erscheint. Auf den Rechnern soll nicht Android laufen, sondern Chrome OS. Dieses Linux-basierte Betriebssystem war 2011 mit den Chromebooks vorgestellt worden. Es ist im Prinzip nicht viel mehr als ein Webbrowser, der sich alle zusätzlich benötigten Funktionen über (zum Teil auch offline nutzbare) Web-Apps holt.

Angeblich nur 100.000 Chromebooks in drei Monaten verkauft

Nun soll laut "WSJ" Chrome OS um Touchscreen-Funktionen ergänzt werden. Offenbar erhofft sich der Konzern von der Funktionserweiterung beim hauseigenen Notebook höhere Verkaufszahlen. Denn bisher ist Google auf diesem Markt kein ernstzunehmender Wettbewerber. Im vierten Quartal 2012 sollen Analysten zufolge gerade einmal 100.000 Chromebooks über die Ladentische gegangen sein. Selbst diese Zahl sei noch eine erhebliche Steigerung gegenüber vorherigen Verkäufen gewesen und erst nach umfangreichen Werbekampagnen erreicht worden.

Fotostrecke

8  Bilder
Steuerung im Überblick: Acht neue Gesten für Windows 8
Mit den Touchscreen-Modellen greift Google außerdem seinen Konkurrenten Microsoft an, dessen erst vier Monate altes Betriebssystem Windows 8 ebenfalls auf berührungsempfindliche Bildschirme ausgelegt ist. Ohne dieses Funktionsmerkmal werden Notebookhersteller und -verkäufer bald auf der Strecke bleiben. "Langfristig benötigen die meisten Geräte einen Touchscreen, um wettbewerbsfähig zu bleiben", erklärt Stephen Baker, Vizepräsident des Marktforschungsunternehmens NPD.

Das genaue Datum des Verkaufsstarts ist derzeit ebenso unbekannt wie die Antwort auf die Frage, von welchem Elektronikhersteller Google das neue Chromebook fertigen lassen will. Derzeit werden Geräte von Acer, Lenovo und Samsung produziert, Hewlett Packard zog Anfang Februar 2013 mit der bisher größten Chromebook-Version mit einem 14-Zoll-Bildschirm nach.

meu

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Touchnote...
micha.w 21.02.2013
Habe ein 18" Notebook und kann mir nicht vorstellen warum ich, vom ergonomisch gut zu erreichenden Touchpad, permanent den Arm heben und mir mein Display noch mehr verschmieren soll?
2. Der Zeit voraus.
volker.foerster 21.02.2013
Viele haben zu Hause oder im Büro WLAN, dann wären solche Geräte noch denkbar. Solange es aber weder preiswerte Datenkommunikation über die Mobilfunknetze gibt (etwa 10GB im Monat für 20,- Euro und ohne permanenten Rückfall auf Edge oder GPRS, weil die Netze so schlecht ausgebaut sind) und sich die Deutsche Obrigkeit gegen öffentliches WLAN ausspricht, sind solche Geräte, die ja zur vollen Funktionalität immer online sein müßten, kaum empfehlenswert. Und somit wird auch das schönste Chromebook kein Renner.
3. optional
flyahead 21.02.2013
touch..alles muss man heute antouchen können. warum? die Maus ist mir immer noch lieber als auf dem Display rum zu touchen, gibt Flecken, DIsplay muss nah dran sein usw. Auf einem Tablet, gerne, an einem Notebook, nein danke. Gestensteuerung á la Leap Motion finde ich da eine passendere Alternative, zb für Win 8, Gestensteuerung ohne sich vorbeugen zu müssen und mind. einmal die Woche den Display blank bonern zu müssen
4. Halte ich für Unsinn
olaf_olafson 21.02.2013
Zitat von sysopLangfristig benötigen die meisten Geräte einen Touchscreen, um wettbewerbsfähig zu bleiben [/url]
Bei manchen Geräten sind Touchscreens einfach nicht nötig. Bei einem Laptop bringt mir der Touchscreen absolut nichts, weil ich sowieso Tastur und Tochpad immer bereit habe. Mit dem Touchpad ist die Gestensteuerung so bequem wie direkt auf dem Bildschirm, der dabei nicht bematscht wird. Und was die zusammenklappbaren Modelle angeht: Ich habe einfach keine Lust ein 2kg 15" Tablet auf dem Schoß zu haben. Touchscreens machen Sinn auf mobilen Systemen
5.
citycity 21.02.2013
Google ist doch schon einmal kläglich auf dem Laptop-Markt gescheitert. Ein PC ist halt kein Handy oder Tablet, Leute wollen mit ihren Notebooks arbeiten können und nicht nur cloud basierte Apps für vereinfachte Textbearbeitung usw nutzen. Für unterwegs und zwischendurch ganz nett, aber als Hauptrechner?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Web
RSS
alles zum Thema Google
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 9 Kommentare
  • Zur Startseite
Zum Autor
  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

Netzwelt auf Twitter

Über diesen Account erreichen Sie das Ressort und verpassen keinen Artikel.


E-Book-Tipp
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher
    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.A.

    Kindle Edition: 1,99 Euro.

  • Einfach und bequem: Direkt bei Amazon bestellen.