Trashkönig: Karl Fritsch - "schrecklich bunt!"

Ohne Sonnenbrille sind Surfer mit normaler Sehstärke hier aufgeschmissen

Ohne Sonnenbrille sind Surfer mit normaler Sehstärke hier aufgeschmissen

Karl Fritsch ist der unangefochtene König des Trash im deutschen Web. Eigentlich spottet seine Seite jeder Beschreibung. Trotzdem fühlen sich die unterschiedlichsten Rezensenten herausgefordert - und kommen aus dem Lachen nicht heraus.

Besonders freundlich ist die Seite für die Klickquote. Es braucht schon eine Weile, bis der Surfer sich durch die chaotische Navigation gewühlt hat. Dabei wird dann auch bald klar, was Karl Fritsch unter "schrecklich bunt" versteht.

Wie viele es trotzdem wagen, sich mit Karls Homepage auseinander zu setzen - das gilt im wahrsten Sinne des Wortes, denn es ist ein Kampf, sich hindurch zu finden - zeigt sich bei der monatlichen Auswertung. Darf man dem Ergebnis trauen, hatte er im Juni ganze 62.768 Klicks - kein Wunder!

Grafisch ist die Seite gewöhnungsbedürftig - für Augenschäden wird keine Haftung übernommen. Wem bis dahin das Lachen nicht vergangen ist, sollte sich die Geschichte von Karls Urlaubstour 1990 anschauen (wenn er sie findet). Hier ein kleiner Leckerbissen daraus: "Natürlich wollten wir die Kosten so gering wie möglich halten und kauften beim Aldi ein. Mein Kofferraum hatte eine kleine bescheidene Ladung mit 2 Kartons Orangensaft, 30 Dosen gemischt mit Texaszauber, Bohnentopf, Linsentopf und andere Sorten zum Essen. Eine Packung Reis und paar Wiener kamen noch hinzu. Wir fuhren dann zurück vor Andreas seiner Haustür und packten noch ein paar persönliche Sachen von Andreas ein." Ein echter Reißer mit einer gehörigen Portion Komik! 32 Seiten lang...

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann bei Karl Fritsch auch Werbung schalten. Denn dazu ruft er allenthalben auf. Rubriken gibt es genug. So auch eine mit dem Titel "Verlierer" - aber warum ist darauf der Kopf von Karl Fritsch zu sehen?

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Web
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback

Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Einfach und bequem: Direkt bei Amazon kaufen.