Proteste in der Türkei Hacker attackieren Erdogans Regierung

Der Protest in der Türkei findet auch digital statt: Eine Gruppe namens Anonymous Turkey will sensible Informationen erbeutet haben. Geheimnisse wollen die Anonymen aber nicht öffentlich machen.

Demonstrant mit Guy-Fawkes-Maske in Istanbul: Phishing-Attacke gegen Erdogans Mitarbeiter
REUTERS

Demonstrant mit Guy-Fawkes-Maske in Istanbul: Phishing-Attacke gegen Erdogans Mitarbeiter


Istanbul - Hacker behaupten, in Unterstützung der Proteste in der Türkei erfolgreich in Systeme der türkischen Regierung eingedrungen zu sein. Dabei seien sie an vertrauliche Daten von Mitarbeitern aus dem Büro des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan gelangt. Zu den erbeuteten Daten gehören nach Angaben der Angreifer auch Passwörter zu E-Mail-Postfächern und Telefonnummern.

Eine Quelle aus Erdogans Büro bestätigte, dass E-Mail-Accounts von Mitarbeitern Opfer einer Phishing-Attacke geworden seien; allerdings seien die infizierten Account vom Netzwerk abgeschnittenen worden.

Die Aktivisten, die sich Anonymous Turkey nennen, haben per Twitter ein Statement in englischer Sprache abgegeben: Man sei in das Netzwerk des Premierministers eingedrungen. Eine Liste aller Nutzerkonten sei veröffentlicht worden. Außerdem will die Gruppe auch an Telefonnummern und Passwörter einiger Mitarbeiter gelangt sein.

Die Daten sollen allerdings nicht veröffentlicht werden, "weil Anonymous die Privatsphäre von Menschen respektiert". Auch die meisten E-Mail-Passwörter würden nicht öffentlich gemacht, um nicht den Schwachen zu schaden. Wenn nötig, würden die Aktivisten ein Passwort herausgegeben, um den Hack zu beweisen. Dafür würden sie einen Nutzer aussuchen, in dessen E-Mails sich keine geheimen Informationen fänden.

juh/Reuters



insgesamt 17 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
cuenal 05.06.2013
1. aha.. und was lernen wir daraus?
mann-o-mann... es reicht einfach, jeden "furz" hier zu publizieren. die Nachricht hat den Wert einer Bildzeitungsausgabe von letzter Woche. Was will man mit der Dauerberieselung erreichen? Diese Demo's sind kein Volksaufstand, da kann sich die SPON noch all die Mühe geben.
taglöhner 05.06.2013
2. Einfach nicht hingucken
Zitat von cuenalmann-o-mann... es reicht einfach, jeden "furz" hier zu publizieren. die Nachricht hat den Wert einer Bildzeitungsausgabe von letzter Woche. Was will man mit der Dauerberieselung erreichen? Diese Demo's sind kein Volksaufstand, da kann sich die SPON noch all die Mühe geben.
Nicht verzweifeln, es gibt noch andere Schlagzeilen. Für Sie ist auch was dabei: Sofia Vergara stellt in New York zwei Wachsfiguren vor - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/leute/sofia-vergara-stellt-in-new-york-zwei-wachsfiguren-vor-a-903905.html)
murdockz 05.06.2013
3. ich vergaß
und leider, das muss ich noch anfügen, finde ich entgegen ihrer aussage, dass hier jeder "Furz" publiziert wird, dass das sehr gut ist von der redaktion, darüber zu berichten, was die aktuellen umstände sind! Die lokalen Medien, allesamt scheinbar eingeschüchtert vom Herrn Ministerpräsidenten, senden ja dankenswerterweise lieber Pinguin Dokumentationen als wissenwerte Informationen zu liefern! So siehts nämlich aus!
spon-facebook-1426304086 05.06.2013
4. @cenual
Achso. 1200-2000 Verletzte, mindestens 2 Tote, Proteste in über 60 Städten von Millionen von Menschen... Ja, stimmt, das sind definitiv "Demos" und nichts mehr. Es ist sehr gut, dass spiegel auch "Furz" veröffentlicht, da das zeigt, dass sie verstanden haben, wie wichtig und historisch die Ereignisse sind. Ich als Türke hätte niemals gedacht, dass das in der Türkei passieren könnte. Ich hatte das Volk schon längst aufgegeben und gedacht, dass es schon völlig unter Erdogans Gehirnwäsche steht, aber die türkische Bevölkerung setzt hier ein klares Zeichen gegen islamistischen Despotismus.
hcmc01 05.06.2013
5. @cenual
Ich bin entsetzt, wie sie die Geschehnisse in der Türkei als "Furz" bezeichnen können. Es ist so traurig, dass Menschen wie Sie in Deutschland leider dominieren. Wenn es noch Solidarität gebe, dann würde in jeder deutschen Stadt Solidaritätsdemos stattfinden. Ich hoffe, dass uns dieser Furz nicht noch die eigene Luft verpestet (wie damals in den 30ern). Und hoffe, dass dann weltweit Proteste stattfinden, auch wenn dann die Despoten damit kommen, das seien innere Angelegenheiten (siehe Russland). Ich bin froh, solch eine detaillierte und umfassende Berichterstattung solcher unmenschlichen staatlichen Verbrechen zu bekommen. Dann lesen Sie doch die Bild, oder Börsenblätter, oder das FDP-Wahlprogramm, oder einfach mal den Knigge............ (Knigge´s "Über den Umgang mit Menschen"). Schönen Tag noch..........
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.