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Streit mit Twitter: Twitpic stellt den Dienst ein

Der Foto-Dienst Twitpic geht offline. Hintergrund ist ein Streit mit Twitter um den Markennamen. Mit der Schließung reagiert das Start-up auf eine Drohung des Kurznachrichtendienstes.

Twitpic-Nutzerin Demi Moore (Archivbild): Den Fotodienst gibt es bald nicht mehr Zur Großansicht

Twitpic-Nutzerin Demi Moore (Archivbild): Den Fotodienst gibt es bald nicht mehr

San Francisco - Die Fotoplattform Twitpic, über die Bilder im Kurznachrichtendienst Twitter geteilt werden können, macht dicht. Grund sei ein Namensstreit mit Twitter, schrieb Twitpic-Gründer Noah Everett im Firmenblog. Die Nutzer sollen ihre Bilder und Videos in den nächsten Tagen herunterladen können, um sie zu sichern.

Der Kurznachrichtendienst habe gefordert, dass Twitpic einen Antrag auf den Schutz seines Markennamens zurückziehe, und gedroht, Twitpic ansonsten den Zugang zum Twitter-Dienst zu sperren, so Everett. Deshalb habe man beschlossen, den Betrieb zum 25. September einzustellen. "Leider haben wir nicht die Ressourcen, es mit einer so großen Firma wie Twitter aufzunehmen", so Everett. Er hatte die Firma 2008 gegründet.

Twitter erklärte dem Sender CNBC, man habe Twitpic erlaubt, den bisherigen Namen weiterzunutzen. Allerdings müsse Twitter zugleich den eigenen Namen verteidigen, und dazu gehöre auch der Schutz der Marke. Twitter achtet seit einigen Jahren verstärkt darauf, dass Namen von Apps anderer Anbieter sich deutlich von seiner geschützten Marke unterscheiden.

Twitpic gehörte seit Langem zu den populärsten Diensten zum Einstellen von Bildern bei Twitter. Der Kurznachrichtendienst hat inzwischen auch eine eigene Plattform zum Teilen von Fotos aufgebaut.

vet/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Twitter, war da was?
TICKundTOOF 05.09.2014
Twitter ist wie Fastfood: Leere Kalorien. Verbreiteten sich früher noch echte News in Sekunden, so ist es heute der Müll, der die Streams flutet. Ansonsten ist es ein besserer Störungsmeldet wenn mal was anderes nicht geht. Früher war Twitter noch cool, hat sich gegen staatliche Anfragen transparent zur Wehr gesetzt, hat unzähligen Entwicklern Zugriff auf die API gewährleistet und war nicht von selbstsüchtigen A, B, C, D,... Z Promis und deren Selfies durchseucht. Heute schreibt jeder auf Twitter auch wenn der Inhalt nicht vorhanden ist (leere Kalorien). Twitter gewährt Entwicklern von Drittapps praktisch kaum noch Tokens, d.h. keine App kann mehr groß werden und die original Twitter App bekommt zwar fast täglich Upates, taugt aber usabilitymäßig nicht. Die NSA hat eh Vollzugriff und Twitter keine Eier in der Hose sich dagegen zu wehren - wie alle anderen auch. Jetzt wird dann auch noch der schöne chronologische Stream mit Fremdinhalten, die einem gefallen könnten, zugemüllt. Twitter stirbt. So wie Facebook am Sterben ist. Die Jugendlich nutzen schon ewig kein Facebook mehr, anstatt dass die Klasse 9A eine Facebookgruppe hat, hatten sie ne Whatsapp Gruppe. Und da Whatsapp nun auch Facebook ist, spielt sich alles auf Telegramm oder Threema ab. So wird es auch mit Twitter sein. Leere Kalorien machen fett, sind ungesund, schlimmstenfalls wird man krank davon. Twitter und v.a. Facebook haben und werden sich selbst abschaffen. Facebook Algorithmen sind so gut, dass ich weder aktuelle Beiträge von meinem Bruder oder meiner Nichte sehe noch von meiner Mutter, stattdessen irgendein Müll von vor 4 Tagen. Früher, vor 100 Jahren, haben Journalisten sich Grundsätze auferlegt nach denen sie für die Bürger Inhalte halbwegs objektiv auswählten. Heute übernimmt das ein Algorithmus, der auf Kommerz getrimmt ist und weder Ethik, Moral noch Intelligenz kennt. Dummerweise gibt es aber auch kaum noch echte Journalisten, die diesen Namen verdienen. Erkennt man ja auch an diesem Blatt, dass außer Schlagzeilen leere Kalorien liefert. Und so schafft nun Twitter auch einen Dienst ab ohne den es nie so groß geworden wäre. So werden die Nutzer nie treu bleiben, was will man von einem Unternehmen, dass Kommerz über alles stellt...
2. Haben die
motzbrocken 05.09.2014
Teilnehmer bei Facebook, Twitter und anderen sogenannten "sozialen Medien" (ein Witz dieses Wort) überhaupt noch Zeit etwas anderes zu tun?
3. Wie im Wald
veremont 05.09.2014
Wer sich an ein großes Tier hängt und sich herum tragen lässt, muss damit rechnen irgendwann abgeschüttelt zu werden.
4. Ein Schelm wär böses denkt
static2206 05.09.2014
die ganze Zeit toleriert und jetzt wo twitter einen eigenen Dienst hochgezogen hat, geht es urplötzlich um den Schutz der eigenen Marke. Wie merkwürdig.
5.
rant0r 05.09.2014
wie jetzt? twitter hat die lediglich aufgefordert auf den schutz ihres namens zu verzichten, aber ihnen erlaubt mit dem namen weiterzumachen? wo ist dann das problem?
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