Kurznachrichtendienst: Twitter-Alarm soll Krisenkommunikation erleichtern

Twitter-Alerts: Anmelden für Warn-Tweets Zur Großansicht

Twitter-Alerts: Anmelden für Warn-Tweets

Wenn Tweets Leben retten können: Twitter hat eine neue Funktion namens Alerts vorgestellt. Die Funktion soll unter anderem Städten und Behörden dabei helfen, die Bevölkerung in Notfällen mit Informationen zu versorgen.

Schon bei vergangenen Naturkatastrophen, Bürgerkriegen oder sonstigen Ausnahmesituationen waren soziale Netzwerke für vielen Menschen eine wichtige Informationsquelle. Twitter will die Versorgung mit Notfall-Nachrichten nun systematisieren: Am Mittwoch hat das Unternehmen in seinem Blog eine neue Funktion namens Alerts vorgestellt, für die es mit Städten, Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenarbeitet.

Alerts soll Nutzern helfen, an wichtige und richtige Informationen glaubwürdiger Organisationen zu kommen, heißt es auf der Erklärseite, "in Notfällen, bei Naturkatastrophen oder in Momenten, wenn andere Kommunikationsdienste nicht erreichbar sind". Praktisch funktioniert das Konzept so, dass sich der Nutzer vorab entscheidet, welche Programmpartner ihm im Notfall Alarm-Tweets zusenden sollen.

Markiert ein Programmpartner einen Tweet als Alarm, wird diese Nachricht dem Nutzer automatisch per SMS oder als Push-Nachricht aufs Smartphone geschickt. In der Twitter-Timeline werden die Alarm-Tweets durch ein orangefarbenes Glockensymbol hervorgehoben. Twitter übernimmt hier gewissermaßen eine Aufgabe, die traditionell Medien wie Fernsehen und Radio zufiel: Warnungen von Behörden und Organisationen an möglichst viele Bürger gleichzeitig weiterzureichen.

Nur "zeitkritische, wichtige Informationen"

Aktivieren können Nutzer die Notfall-Benachrichtigungen direkt bei Twitter - hier ein Beispiellink zur Feuerwehr von New York City. In welchen Fällen die Nachrichten verschickt werden sollen, verraten Twitters Partner-Richtlinien. Der Kurznachrichtendienst legt augenscheinlich vor allem Wert darauf, dass die Funktion nicht für Spam missbraucht wird: Die Alerts-Benachrichtigungen seien "immer Updates mit zeitkritischen, wichtigen Informationen über das stattfindende Ereignis", heißt es auf den Aktivierungsseiten.

Bislang lassen sich vor allem Notfall-Nachrichten von Partnern aus den USA und aus Japan aktivieren, zu den wenigen internationalen Partnern zählt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Um den Alarm als Push-Nachricht aufs Smartphone zu bekommen, braucht man eine aktuelle Version der Twitter-App: fürs iPhone mindestens die Version 5.10 und für Android mindestens 4.1.6.

mbö

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1. Ja genau..
Lachhaft2k 26.09.2013
und noch ein Gedicht. Wie wäre es mit einem ausfallsicheren System? Oder dann zumindest mit POE ausgestatte Systeme. Wenn irgendwo in D. eine aBombe einschlägt, dann wars das mit der Kommunikation für weite Teile Dlands. Aber an Standards und Normen hält sich sowieso keiner mehr. Bzw. keiner hat mehr Bock sich die anzueignen.
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Zum Autor
  • Natalie Stosiek
    Markus Böhm schreibt von München aus am liebsten über Medien und die Menschen dahinter. Als "Kioskforscher" setzt er sich voller ungesunder Begeisterung bloggend mit Zeitschriften auseinander.

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