Twitter-Alternativen Zwitscher-Küken aus aller Welt

Alles außer Twitter - weltweit eifern dem populären Mikrobloggingdienst Konkurrenten nach. Mit höchst unterschiedlichem Erfolg: Während manche Seite binnen kurzer Zeit Millionen Registrierungen sammelte, endeten andere schon als Auktionsware auf dem Marktplatz von Ebay.

Von Timo Kotowski


Wer sucht, der googlet. Wer online telefoniert, skypet. Und wer Mikrobekenntnisse in 140 Zeichen presst, der twittert. So einfach ist das in der schier unendlichen Vielfalt des Internet - zumindest für einen Großteil der Nutzer. Sie verschmähen die Alternativen zu den Platzhirschen des Web.

Twitter-Logo: Zu der Mikroblogging-Seite gibt es weltweit viele Alternativen

Twitter-Logo: Zu der Mikroblogging-Seite gibt es weltweit viele Alternativen

Nun mag es schwierig sein, für unterschiedlichste Nutzeranfragen einen leistungsfähigen Suchalgorithmus zu programmieren, der immer passende Treffer ermittelt. Einfacher ist es dagegen, eine Zwitscher-Plattform zu schaffen. Wohl deshalb gibt es auch eine Vielzahl von Twitter-Klonen, die in Funktion und Seitenaufbau der prominenten Seite für Kurzgeschnatter und Mikrogerüchte ähneln.

Dort darf man einen Jaiku loslassen, texteln, quaksen oder auch mal wamsen. Nicht nur wegen der Fülle an Angeboten aus Deutschland, Nordamerika oder China muss aber jede Auflistung unvollständig bleiben. Viele der Piepser-Seiten stehen eindeutig im Schatten von Twitter. Nicht weil sie weniger Funktionen bieten, sondern weil die dort aufgeschriebene Vielstimmigkeit wegen fehlender Nutzerscharen verhalten bleibt.

Twitter
Prinzip
zu Deutsch zwitschern oder schnattern, ermöglicht es, kurze Textnachrichten als Mikroblog per SMS, Instant Messaging oder Web-Oberfläche zu veröffentlichen. Andere Nutzer können diese Meldung beispielsweise mit ihrem Mobiltelefon oder RSS-Reader verfogen. Der Dienst heißt Twitter, die SMS-ähnlichen Nachrichten Tweets. mehr zu Twitter auf der Themenseite
Geschäft
Twitter hat bislang kein Erlösmodell. Im Gespräch sind Werbung oder kostenpflichtige Twitter-Accounts für Unternehmen. Ende 2008 lehnte CEO Evan Williams ein Übernahmeangebot über 500 Millionen Dollar von Facebook ab. Akute Geldsorgen hat die Firma dennoch nicht - 55 Millionen US-Dollar Risikokapital hat das Unternehmen seit Gründung erhalten, zuletzt brachte eine Finanzierungsrunde noch einmal 35 Millionen US-Dollar.
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Auf einigen der Konkurrenzseiten kommt vom oft beschworenen Twitter-Hype noch weniger an - andere schlagen sich wacker. Und zu den vielen mehr oder weniger erfolgreichen Twitter-Alternativen aus aller Welt gibt es einige Webanekdoten zu erzählen.

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