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Datenpanne: 35.000 Twitter-Zugangsdaten veröffentlicht

Datenklau oder Kleinkrieg unter Spammern? Im Web sind Passwörter und Nutzernamen von Twitter-Konten aufgetaucht. Twitter weiß nicht, woher die Daten stammen - einige der betroffenen Konten waren aber schon zuvor wegen Spam-Verdachts gesperrt.

Twitter-Website: Unbekannte haben Zugangsdaten von Nutzern veröffentlicht Zur Großansicht
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Twitter-Website: Unbekannte haben Zugangsdaten von Nutzern veröffentlicht

Unbekannte haben Zugangsdaten für mehrere zehntausend Twitter-Konten im Netz veröffentlicht. Die Kombinationen von Logins und Kennwörtern von etwa 35.000 Twitter-Konten sind bei Pastebin veröffentlicht worden, einer Plattform ohne Registrierungspflicht zur Publikation reiner Textdateien.

Twitter selbst gibt an, unter den veröffentlichten Daten seien 20.000 Duplikate und zudem viele längst gesperrte Spam-Konten. Man prüfe die Daten und habe bei allen betroffenen Konten die Login-Daten zurückgesetzt, die Nutzer seien aufgefordert worden, neue Passwörter zu wählen.

Eine Überprüfung von fünf aus dem nun veröffentlichten Satz zufällig ausgewählten Twitter-Zugangsnamen ergab, dass die Konten bei Twitter gesperrt sind und keine weiteren Konten mit diesen Nicknames bei anderen Webdiensten existieren. Viele der veröffentlichten Kontennamen klingen nicht nach echten Accounts - registrieren sich Nutzer wirklich als Loraine355? Und das nur bei Twitter?

Merkwürdig sind auch die Passworte: Zum Teil sind sie für mehrere Konten identisch (315475), viele sind achtstellige Kombinationen zufällig gewählter Ziffern und Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung. Das sind nicht die typischen Passworte echter Nutzer. Womöglich handelt es sich bei den veröffentlichten Zugangsdaten zumindest teilweise um Spam-Accounts oder Twitter-Bots.

Ob die Zugangsdaten echt sind, woher sie stammen - auf diese Fragen gibt es bislang keine klaren Antworten. Denkbar ist, dass die Datenbank eines Betreibers von Spam-Konten geknackt wurde. Natürlich können die Daten auch aus mehreren Quellen stammen, vielleicht haben Kriminelle einen Trojaner genutzt, um auf infizierten Computern die Twitter-Zugangsdaten der Nutzer aufzuzeichnen.

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1. Bittewas?
Faserati 09.05.2012
Zitat von sysopGetty ImagesDatenklau oder Kleinkrieg unter Spammern? Im Web sind Passwörter und Nutzernamen von Twitter-Konten aufgetaucht. Twitter weiß nicht, woher die Daten stammen - einige der betroffenen Konten waren aber schon zuvor wegen Spam-Verdachts gesperrt. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,832171,00.html
Fast alle meine Passworte sind genau so aufgebaut. Und damit werde ich mit o9X#2-9OIjH eher für einen Bot gehalten als mit passwort123. Kryptische Passworte sollten nämlich die typischen Passworte echter Nutzer sein. Aber warum nicht gleiche eine Empfehlung des Autors, immer nur vier Zeichen als Passwort zu nehmen, am besten haus oder hund (hauptsache, es steht im Wörterbuch)?
2. optional
martint85 09.05.2012
Dem kann ich nur zustimmen,
3. Ahaa…
die_datenschleuder 09.05.2012
Lieber Herr Lischka, da ich wegen meiner Frau keinen Bernhardiner halten darf und eine Katze mir nicht ins Haus kommt ziehe ich dann doch lieber Passwörter wie 0aJ/4%(hGs$df"Y! vor. Warum? Darum: http://bit.ly/J5SXxy oder : http://www.sicherespasswort.com/ Der Artikel ist wie Passwort: HUND! Einfach schlecht… sorry
4.
neu_ab 09.05.2012
Es ist doch ok, wenn die Nutzer von Google (inkl. Diensten), Twitter, Facebook, etc. in regelmässigen Abständen merken, auf welchen Quatsch sie sich unnötigerweise eingelassen haben. Offenbar sind diese fragwürdigen Dienste nicht sonderlich daran interessiert, die sensiblen Kundendaten adäquat zu schützen. Sie sind lediglich interessiert an der kommerziellen Verwertung der Profile.
5. sensible Kunden daten?
Nonvaio01 09.05.2012
Zitat von neu_abEs ist doch ok, wenn die Nutzer von Google (inkl. Diensten), Twitter, Facebook, etc. in regelmässigen Abständen merken, auf welchen Quatsch sie sich unnötigerweise eingelassen haben. Offenbar sind diese fragwürdigen Dienste nicht sonderlich daran interessiert, die sensiblen Kundendaten adäquat zu schützen. Sie sind lediglich interessiert an der kommerziellen Verwertung der Profile.
Was ist denn Bitte sensibel? Der name? das Geb Jahr? Der Wohnort? all diese infos kann aich auch aus dem Tel buch bekommen. Ich kenne keinen der seine Bankdaten bei FB oder Twitter speichert.
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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