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Zweiter Bildschirm: Twitter schaltet Werbung zu Fernseh-Tweets

Hollywood-Figur Miss Piggy: Werbekunden sollen auf Twitter Zuschauer anvisieren können Zur Großansicht
REUTERS

Hollywood-Figur Miss Piggy: Werbekunden sollen auf Twitter Zuschauer anvisieren können

Auf Twitter unterhalten sich die Nutzer übers Fernsehprogramm - und genau dort sollen Firmen jetzt Anzeigen schalten können, passgenau zur Sendung. Die Werbung könnte die Zuschauer so bis auf den zweiten Bildschirm verfolgen.

Twitter hat eine neue Werbemöglichkeit vorgestellt. Unternehmen sollen künftig im Umfeld von Tweets über Fernsehsendungen Anzeigen schalten können. Das teilte Twitter in seinem Firmenblog mit. Wer also künftig die "Muppets" sieht und sich darüber auf Twitter informiert oder darüber schreibt, könnte passgenaue Werbung angezeigt bekommen.

Zunächst wird das Angebot in den USA und in Großbritannien eingeführt. Es richtet sich grundsätzlich an alle Unternehmen. Twitter hat aber besonders Werbekunden im Visier, die bereits Fernsehwerbung schalten. Greifen die Nutzer während der Sendung oder in der Werbepause zu ihrem Smartphone oder Tablet, dem zweiten Bildschirm, könnte man ihnen dort eine entsprechende Werbebotschaft anzeigen.

Eine Voraussetzung ist das nicht. Twitter wirbt aber damit, dass bei entsprechenden Versuchen in Großbritannien der Erfolg der Werbung höher als sonst gewesen sei.

Für den Second Screen, den zweiten Bildschirm, interessieren sich sowohl Fernsehmacher als auch Werbeleute. Laut einer aktuellen Studie sind in Deutschland rund 28 Prozent der Fernsehzuschauer "Parallelnutzer". Sie schauen nebenbei auf einen weiteren Bildschirm. Aber erst, wenn sie sich auch dort mit dem beschäftigen, was im Fernsehen passiert, spricht man vom Second Screen.

Immerhin elf Prozent der Deutschen sollen diesen zweiten Bildschirm nutzen. Nur wie genau erreicht man diese Nutzer? Twitter bietet nun Werbekunden eine Option. Auch Kino- und Fernsehmacher suchen nach Möglichkeiten, ihre Zuschauer auch auf dem zweiten Bildschirm zu beschäftigen. Die "Tatort"-Kommissarin Johanna Grewel schrieb im Sonntagabendkrimi kürzlich auf Twitter. Der Tweet der fiktiven Kommissarin ging gleichzeitig auf Twitter raus. Ganz in echt.

ore

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insgesamt 2 Beiträge
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1. genau
nix- 22.11.2013
...das hat uns noch gefehlt... Wie ein Kropf.... Wir werden mit Werbung uebersaeht. Stoppt die laestige Werbung. Nicht alles was moeglich ist, muss auch sein
2. an meinem Computer
markushatt 26.11.2013
gibt es absolut keine Werbung und wird auch in Zukunft so bleiben. Noscript und Addblock Plus helfen dabei jedem weiter. Zudem gibt es noch weitere Plugins, die das verfolgen im Internet, zumindest für die Werbeindustrie, fast unsichtbar machen ( DNTMe ). Man muss bei Plugins immer schauen, was diese selbst senden, aber ich würde mal behaupten, wenn man alles richtig macht, gibt es nicht einmal eine Werbeecke auf dem Monitor, so wie ich es von meinem Computer auch erwarte.
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