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Onlinehandel: Twitter und YouTube führen in den USA Kauf-Buttons ein

Twitter-Logo auf Bildschirm: Tweets und Shopping Zur Großansicht
REUTERS

Twitter-Logo auf Bildschirm: Tweets und Shopping

Twitter-Nutzer sollen sich künftig nicht mehr nur informieren, sondern auch direkt aus dem Dienst heraus einkaufen können: Nach der Testphase führt Twitter Kauf-Buttons ein. Die Firma ist mit dieser Idee nicht allein.

Nur kurze Zeit hat das Unternehmen damit experimentiert, jetzt sind sie schon da, die Kauf-Knöpfe: Twitter führt das neue Feature auf breiter Front in den USA ein. Am Mittwoch die Firma unter anderem Adidas und die Elektronikmarkt-Kette Best Buy als neue Partner vorgestellt.

Twitter hofft natürlich auf zusätzliche Erlöse durch die Funktion. Auch Facebook und die dazugehörige Fotoplattform Instagram, Googles Videodienst YouTube und die Foto-Website Pinterest testen gerade solche digitalen Knöpfe, mit denen Nutzer bei Werbung für Produkte direkt zuschlagen können. Im Fall von Facebook reagierten viele Nutzer empört.

Bei YouTube sieht das beispielsweise so aus: Man sieht sich ein Video über Dekorationsideen an, links unten in der Ecke des Videoplayers taucht ein "Shop now"-Button auf. Klickt der Nutzer darauf, landet er im Webshop einer Firma für Möbel und Wohnaccessoires. Noch weiter gehen die sogenannten Shopping Ads, die YouTube am Dienstag vorstellte: Im Beispielclip spricht ein Videoblogger über eine Kamera, im Videofenster tauchen daraufhin zwei klickbare Anzeigen auf, die das gezeigte Modell direkt bei bestimmten Webshops zum Kauf anbieten, Preis inklusive. Um diese Anzeigen zu sehen, muss der Nutzer allerdings zunächst auf einen kleinen Informationsbalken klicken, der mit "Shop: <Kameratyp>" darauf hinweist, dass es hier eine Möglichkeit zum direkten Geldausgeben gibt.

Bei Twitter wird als Beispiel ein namenloser Künstler präsentiert, der ein Band-Shirt anbietet. Wer auf den "Buy"-Knopf klickt oder tippt, wird direkt zur Kaufabwicklung weitergleitet. Man könnte auch sagen: Die sogenannte Performance-Anzeige, die Werbetreibende pro erzieltem Klick bezahlen, ist zurück, nur diesmal in Social-Media-Angebote eingebettet.

Unterdessen denkt Twitter laut Medienberichten auch darüber nach, über die bisherige Begrenzung von 140 Zeichen pro Tweet hinauszugehen. Dafür werde an einem entsprechenden neuen Produkt gearbeitet, hieß es im auf die Digitalwirtschaft spezialisierten Blog "Recode" unter Berufung auf informierte Personen. Das "Wall Street Journal" berichtete, das Projekt "140 Plus" werde vom Mitgründer und amtierendem Chef Jack Dorsey geleitet. Dabei würden verschiedene Wege ausgelotet, wie längere Inhalte bei Twitter Einzug veröffentlicht könnten. Noch sei aber nichts entschieden.

juh/cis/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Die Bestechung geht in die nächste Runde
wanderer777 01.10.2015
Youtube Reviews sind doch jetzt schon alle von den Sponsoren gekauft. In Zukunft gibt es für den Reviewer dann eben auch noch eine Prämie für jeden User, der über seinen Shop Button etwas kauft. Ich wäre also äußerst misstrauisch bei Reviews und Tests mit Kaufbutton darunter. Gut, wir Erwachsene wissen das - aber 14 Mädchen auf der Jagd nach Schminke und Klamotten? Eltern, klärt mal eure Kinder darüber auf, wie Marktwirtschaft funktioniert.
2.
al3x4nd3r 01.10.2015
Dann hoffen wir mal, dass nicht plötzlich Schleichwerbung auf Youtube sprichwörtlich explodiert!
3. zu den 140 Zeichen
mentum 02.10.2015
Ich glaube nicht das sie die generelle Tweet-Länge erhöhen sollten sondern z. B. Links und mentions nicht zu den 140 Zeichen zählen sollten..
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