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Umstrittener Fahrdienst: Datenleck bei Uber

Hackerangriff auf Fahrdienst Uber: 50.000 Datensätze entwendet Zur Großansicht
DPA

Hackerangriff auf Fahrdienst Uber: 50.000 Datensätze entwendet

Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Unbekannte verschafften sich Zugang zu einigen Daten Zehntausender Fahrer - und das Unternehmen verschwieg die Attacke über Monate.

San Francisco - Datenleck bei Uber: Unbefugte haben sich offenbar Zugriff auf Daten von rund 50.000 Fahrern des umstrittenen Fahrdienst-Vermittlers Uber verschafft. Es handele sich um Namen und Führerschein-Nummern von Fahrern aus verschiedenen US-Staaten, erklärte Uber in einem Blogeintrag am späten Freitag.

Pikant ist dabei das lange Zögern des Unternehmens bei der Veröffentlichung der Panne: Der Datenklau sei bereits Mitte September 2014 festgestellt worden, hieß es. Ereignet habe er sich Mitte Mai. Das Unternehmen machte in der Mitteilung keine weiteren Angaben, etwa zu den Umständen des Datenzugriffs. Es sei aber bisher kein Missbrauch festgestellt worden, hieß es. Die betroffenen Fahrer bekämen Unterstützung von einem Dienst, der hilft, die digitale Identität im Netz zu kontrollieren. Uber reichte Klage gegen Unbekannt ein.

Das Start-up war erst vor einigen Wochen wegen seiner Datenschutz-Politik in die Diskussion geraten. Unter anderem hatte sich eine Journalistin beschwert, dass ein ranghoher Uber-Mitarbeiter in New York ohne ihre Erlaubnis auf ihre Fahrt-Daten zugegriffen habe. Uber betonte, man nehme den Datenschutz sehr ernst, der Mitarbeiter sei bestraft worden.

Die Taxi-Branche wehrt sich weiter

In Deutschland gerät die Expansion von Uber unterdessen nach dem heftigen Gegenwind aus der Taxibranche ins Stocken. Zu Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Düsseldorf kämen vorerst keine weiteren Städte hinzu, bestätigte das Unternehmen der "Wirtschaftswoche". Zugleich stellte ein Sprecher am Samstag klar: "Uber will in Deutschland weiter expandieren."

Taxi-Unternehmer erreichten in Deutschland allerdings mehrere Gerichtsentscheidungen, die das Geschäftsmodell von Uber einschränken. Die Taxi-Branche fühlt sich durch den Service bedroht und wehrt sich. Der Vorwurf: Die Fahrer befolgten nicht die Regeln des Personenbeförderungsgesetzes und verhielten sich damit wettbewerbswidrig. Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP bekräftigte am Samstag noch einmal seine Position: "Beförderungsleistungen dürfen nicht ohne staatliche Genehmigung und von Fahrpersonal ohne Personenbeförderungsschein erbracht werden."

Uber hingegen argumentiert, viele Regeln seien veraltet und dienten nur dem Schutz der Platzhirsche aus der Taxi-Branche. Das Unternehmen holte sich mehrere Milliarden Dollar bei Investoren vor allem für die internationale Expansion und ist damit eines der am besten mit Geld ausgestatteten Start-ups weltweit.

mhe/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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    Seite 1    
1. Uber-Fahrer = Steuerhinterzieher ?
fliegender-robert 28.02.2015
Ich verstehe nicht, dass der Aspekt der Steuerhinterziehung nie genannt wird? Irgendwie muss sich ja der Preisvorteil für den Uber-Fahrer kalkulieren lassen... Da sind die Hinterziehungen von Steuern und Sozialabgaben wirklich naheliegend. Die Kfz-Kosten haben beide (Taxi & Uber), Vermittlungsgebühren ebenso. Also kann das Finanzamt doch recht einfach die Anstiftung/Begünstigung zum Steuerbetrug anklagen und Uber ist weg? Oder Uber liefert die Abrechnungsdaten nach Deutschland oder führt gleich die Steuern & Abgaben für die Fahrer ab? Und nein, Uber ist keine Mitfahrgelegenheit.
2. bandenmaessiger Betrug
pevoraal 28.02.2015
Das kann man auch Schwarzarbeit nennen. Wie ist eigentlich deren Versicherungsschutz geregelt? Ich jedenfalls muss bei der KFZ Versichering angeben ob ich mein Fahrzeug als Mietwagen od. gewerblich nutze.
3. Über ist kei Start-Up
breaking 28.02.2015
Ist doch nicht so schwer, oder? Mal ein englischen Begriff einstreuen mag ganz nett sein, aber bitte mit Sinn. Und gleich schreiben ist auch toll. Nicht mal mit oder mal ohne Minus. Ein Bericht über die Subventionen von Uber an die Fahrer wäre toll. In Spiegel-TV wurde darüber berichtet .
4.
w.diverso 28.02.2015
Was bei UBER aber besonders von normalen Taxibetrieben unterscheidet, ist dass die Provision nach USA transferiert wird. Ist aber auch logisch, weil dort die Software und das Marketing gemacht wird. Ob der Verdienst von UBER in dem Land wo die Fahrten gemacht werden auch versteuert wird, das ist die Frage. Ein einheimischer Taxibetreiber versteuert auf jeden Fall hier, und gibt voraussichtlich auch seinen Gewinn hier aus. Die Fahrer drücken, die Leistungen für den Fahrgast minimieren und den Gewinn ins Ausland verschieben. Super Sache!
5. auf einer Hauswand...
scalawag 01.03.2015
Anfang der 90er Jahre stand als Graffiti: "Sind die Daten in der EDV, kennt sie eh bald jede Sau!"
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