Umfrage Die Zukunft der Musik

Internet und Digitaltechnik bedrohen die Entertainmentbranche - bieten aber auch neue Chancen. SPIEGEL ONLINE und das Forschungsprojekt Zukunftsmusik wollen es genau wissen: Wie muss der Musikmarkt gestaltet werden, wenn er eine Zukunft haben soll?


Unterhält man sich mit Vertretern der Musikindustrie über die Lage der Branche, dann greifen diese schon mal in die Bob-Dylan-Zitatkiste. Denn: "The Times, They Are A-Changin", und die Zukunft liegt irgendwo zwischen Hoffen und Bangen. Während sogenannte Musik-Futuristen den Untergang der Plattenfirmen in ihrer heutigen Form prognostizieren, entdecken andere Auguren immer neue Technologietrends, die es richten sollen. Zumindest irgendwann einmal.

Und die Kundschaft? Hat sich weitestgehend emanzipiert in der Entscheidung, zu welchen Konditionen Musik gehört wird. Soziale Netzwerke wie MySpace haben Hochkonjunktur, und immer häufiger beginnen kleinere und größere Karrieren bis dato unbekannter Bands zunächst mit einem Forumseintrag im Internet. Fürwahr, die Zeiten ändern sich.

Und werfen viele Fragen auf: Wie wird Musik in Zukunft gehört werden? Ersetzen Einzel-Downloads das Album und welche Tonträger-Formate werden überhaupt noch gekauft? Sterben Vinyl, CD, DVD und ihre Artverwandten irgendwann aus? Wie viel soll und kann Musik kosten, und macht ein Kopierschutz eigentlich wirklich Sinn? Ersetzen Blogs und Online-Videos Musikzeitschriften und die Clipsender im Fernsehen? Welche Zukunft hat der kleine Plattenladen um die Ecke? Et cetera.

An dieser Stelle kommen Sie ins Spiel

Denn von Ihnen möchten wir gerne wissen, wie Sie Musik hören, sich über sie informieren und was sie Ihnen unter welchen Bedingungen wert ist. Wie Sie die Zukunft einschätzen und die aktuelle Situation bewerten. Ein wichtiger und interessanter Fragen-Kanon also, den wir in unserer "Musik-Umfrage 2006" erforschen möchten.

Jenseits diverser Marketing-Legenden, den stochernden Versuchen mutigerer Musikfirmen und den mitunter wenig transparenten Markterhebungen von Marktforschungsunternehmen ist diese Marktstudie als die bisher umfangreichste und öffentlichste Untersuchung zum Thema angelegt. Und im Mittelpunkt stehen hier bewusst nicht Experten, die den Blick in die Zukunft wagen, sondern die potentiellen Kunden selbst, die wir einladen, Auskunft darüber zu geben, was sie wirklich erwarten, erhoffen und zu akzeptieren bereit sind.

Die Umfrage präsentieren wir Ihnen in sechs unterschiedlichen, zufällig verteilten Fragebögen - bei Interesse kann man im Laufe der nächsten Wochen also mehrmals mitmachen, mit jeweils anderen Fragen. Für einen Bogen braucht man etwa 15 - 20 Minuten, und natürlich ist die Teilnahme vollkommen anonym. Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie hier.

Über die Ergebnisse der Untersuchung werden wir nach der Auswertung selbstverständlich ausführlich berichten. SPIEGEL ONLINE wird das Thema in den nächsten Wochen zudem mit einer Reihe Artikel zum Thema sowie mit Beiträgen prominenter Gastautoren begleiten, darunter der Erfinder des MP3-Formats.

Wir bedanken uns schon jetzt für Ihre Teilnahme an unserer Umfrage und wünschen viel Spaß beim Ausfüllen. Für Fragen und Anregungen sind wir unter der E-Mail-Adresse umfrage@zukunftsmusik.net jederzeit für Sie zu erreichen.

Gerrit Pohl und Jochen Strube, Forschungsprojekt Zukunftsmusik
Frank Patalong, SPIEGEL ONLINE

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