Hamburg/New York - Nein, klassische Medien sind noch nicht überflüssig: Zwar bekommen die meisten Online-Nachrichtenleser in den USA ihre Informationen mittlerweile von im Web entstandenen Publikationen wie der "Huffington Post". Doch wenn es darauf ankommt, nehmen sie eine zweite Quelle zur Hilfe und greifen dabei gern auf klassische Medienmarken wie "New York Times", CNN oder Fox News zurück.
Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage, die von der "New York Times" in Auftrag gegeben wurde und die das Poynter Institut, eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Fortbildungseinrichtung für Journalisten, analysiert. Befragt wurden 3022 repräsentativ ausgewählte US-Bürger im Alter von 18 bis 65 Jahren.
Demnach beziehen 53 Prozent der Online-Newskonsumenten ihre Informationen regelmäßig von Websites wie "Yahoo News", "Drudge Report" oder "Huffington Post" - Medienmarken, die sich auf das Internet konzentrieren. Klassischen Medienmarken, die ohne das Internet groß geworden sind, wird dafür immer noch mehr Vertrauen entgegengebracht. Wenn sie von einer "Breaking News", einer brandneuen Nachricht erfahren, ziehen der Studie zufolge 83 Prozent der Leser eine zweite Quelle heran. 60 Prozent davon suchen die Bestätigung oder Einordnung der Nachricht dann demnach bei klassischen Marken.
Wenig überraschend: Jüngere US-Bürger beziehen ihre Nachrichten vermehrt aus sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Vor allem Smartphone-Nutzer informieren sich über diese Kanäle. So erfahren etwa 30 Prozent der Mobil-Nutzer Nachrichten via Facebook, stationär dagegen ist Facebook nur für 18 Prozent eine Nachrichtenquelle.
ore
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