Seit Ende Januar bietet Apple seinen Kunden ein kostenfreies Update auf das Mobilbetriebssystems iOS 6.1 an. Die Software läuft auf iPhone, iPad und dem iPod touch, bringt Verbesserungen beim Sprachdienst Siri und dem schnellen Datenfunk LTE - und es scheint zum Teil erhebliche Probleme zu bereiten.
Eines davon betrifft Nutzer der Microsoft Arbeitsgruppen- und E-Mail-Software Exchange. Ein bislang nicht bekannter Fehler führt dazu, dass die Datensynchronisierung zwischen Endgerät und Server sich in einer Endlosschleife verfängt. Systemadministratoren bereitet das Kopfschmerzen, weil ihre Exchange-Server durch das Fehlverhalten an ihre Leistungsgrenzen geraten. Die Anwender wiederum leiden unter deutlich verkürzten Akkulaufzeiten ihrer Apple-Gadgets.
Neben Nutzern von Microsoft Exchange Server 2010 sollen auch Anwender von Microsofts Office 365 Online Exchange betroffen sein, bei denen ähnliche Fehlermeldungen auf Probleme beim Abruf und Versand von Nachrichten hinweisen.
Auf Microsofts Informationsplattform Technet berichtet ein Administrator von einem Anwender, der sein Gerät auf iOS 6.1 aktualisiert habe: "Direkt danach begann sein iPhone/iPad, eine Vielzahl von Fehlermeldungen auf dem Exchange-Servern zu verursachen." Binnen kurzer Zeit habe allein dieses Gerät 50 Gigabyte an Fehlermeldungen auf dem Server erzeugt. Das Problem sei erst nach dem Ausschalten des iPads verschwunden.
Während UMTS-Verbindungsprobleme beim iPhone 4S am Montagabend mit einem Update auf iOS 6.1.1 behoben wurden, steht eine entsprechende Lösung für das Exchange-Problem noch aus. Vorläufig empfiehlt Microsoft Administratoren, den Exchange Server so zu konfigurieren, dass von Geräten mit iOS 6.1 keine Kalender-Aktualisierungen mehr vorgenommen werden können. Geräte mit entsprechenden Fehlermeldungen solle man neu starten. Zudem soll man die Verbindung zu Exchange entfernen und neu herstellen.
Alternativ rät das Unternehmen, Geräte mit iOS 6.1 vom Zugriff auf Exchange-Server vorläufig komplett auszuschließen. Es bleibe zu hoffen, so "The Verge", dass Apple auch für den Exchange-Fall ähnlich schnell wie bei den UMTS-Schwierigkeiten eine Lösung bereitstelle. Derzeit sei die Angelegenheit vor allem für Anwender ärgerlich, die iOS beruflich nutzen. Bis auf weiteres, rät "Cnet", sollte man von einer Aktualisierung auf iOS 6.1 absehen.
meu
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