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US-Online-Shop Zappos: Jobs nur noch für virtuelle Freunde

Zappos-Seite: Das Unternehmen legt Wert auf Feedback seiner Mitarbeiter in sozialen Netzwerken Zur Großansicht

Zappos-Seite: Das Unternehmen legt Wert auf Feedback seiner Mitarbeiter in sozialen Netzwerken

Schluss mit Suchanzeigen in Jobbörsen: Der amerikanische Online-Shop Zappos will künftig Bewerber über sein eigenes soziales Netzwerk aussuchen.

Zappos, einer der größten Online-Schuhhändler der Welt, greift zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, um Jobbewerber auszuwählen. Das 1999 gegründete und 2009 von Amazon gekaufte Unternehmen mit Sitz in Las Vegas (Nevada) veröffentlicht freie Stellen ausschließlich im eigenen sozialen Netzwerk "Zappos Insider" und nicht mehr in Jobbörsen. Bewerben kann sich nur, wer als "Zappos Insider" aktiv ist und seine Begeisterung für das Unternehmen zeigt.

Das Unternehmen ist bekannt dafür, dass es Wert legt auf Feedback seiner Mitarbeiter in den sozialen Netzwerken Twitter, Facebook und firmeneigenen Blogs. Es gilt als beliebter Arbeitgeber: Allein im Jahr 2013 trafen bei Zappos nach eigenen Angaben 31.000 Bewerbungen ein. Neue Jobs wurden bisher in herkömmlichen Jobbörsen und über Berufsnetzwerke wie LinkedIn ausgeschrieben - offenbar eine zu große Streuung.

"Wir spammen sie und sie spammen uns zurück", so beschreibt Zappos-Personaler Michael Bailen dem "Wall Street Journal" die derzeitige Situation. Das Ergebnis sei, dass den Verantwortlichen in der derzeit siebenköpfigen Personalabteilung nur "wenige Sekunden" für die Begutachtung jedes Bewerbungsschreibens blieben.

Ob das in Zukunft viel besser wird, bleibt abzuwarten. Zappos stellt sich offenbar auf einen großen Ansturm von medienaffinen Bewerbern ein und setzt deshalb auf die Hilfe einer Software von Ascendify, die Interessenten automatisch nach geäußerten Interessen und Fähigkeiten sortiert und dann in "Pipelines" vorsortiert.

Wie man bei Zappos "Insider" wird und was man dort tun sollte, stellt das Unternehmen auf einer umfangreichen FAQ-Seite vor. Teilnehmen können Interessenten, indem sie einen Lebenslauf hochladen oder sich über ihren Facebook- oder LinkedIn-Account anmelden. Zappos empfiehlt Job-Interessenten, ein Videoporträt zu veröffentlichen und die Twitter-, Facebook-, Instagram- und Pinterest-Accounts sowie Blogs der Personaler zu verfolgen und in Google-Hangouts mit ihnen zu chatten. Wenn das Beispiel Schule macht, könnte es für Jobsuchende in Zukunft richtig anstrengend werden.

abr

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1.
ralf_si 27.05.2014
"von medienaffinen Bewerbern ein und setzt deshalb auf die Hilfe einer Software von Ascendify" "SEO" für Bewerber wird das nächste große Ding.
2. optional
ralf_si 27.05.2014
Google-Hangouts zur Pflicht gemacht?! Wow, da wäre ich aber gespannt, wie das in Deutschland umsetzbar wäre. Wer gibt schon freiwillig diesem Schnüffelkonzern eine Stimm- und Bildanalyse, die demnächst in Kaufhäusern ausgewertet werden, weil Google die Daten für gezielte Werbung an die Unternehmen verkauft (sagt meine Glaskugel).
3. Ich bin mir sicher...
baspm 27.05.2014
Dass genau auf diese Art und Weise nur geschickte Selbstdarsteller gefunden werden, die es verstehen die richtigen Schlüsselwörter oder gewünschte Interessen zu streuen.... Solche Systeme sind mit Verlaub: Bullshit!
4. Bewerbung bei...?
whocaresbutyou 27.05.2014
... Mc Donalds nur noch bei Mitgliedschaft im Junior-Club ... IKEA über die FAMILY-Card ... Microsoft über Xbox LIVE ... Apple über iTunes Sag mir, woher du deine Informationen beziehst und ich sage dir, wo du sie dir hinschmieren kannst. Mitglied werden, ein Profil anlegen, einen Film von sich online stellen und ganz, ganz viel positives posten. Vorschläge und Anleitungen unter: traficgenerator@zappo.komm_doch_endlich_mal_täglich_auf_unsere_Seite Da werden keine Bewerber gesucht, sondern kostenlose Lobhudler und Like-Spamer. Die kostenlose Version bezahlter Shop-Liker. http://www.vzsh.de/bezahlte-bewertungen
5.
rutrapolis 27.05.2014
Zitat von baspmDass genau auf diese Art und Weise nur geschickte Selbstdarsteller gefunden werden, die es verstehen die richtigen Schlüsselwörter oder gewünschte Interessen zu streuen.... Solche Systeme sind mit Verlaub: Bullshit!
Solche Aussagen zähle ich zu den von Ihnen bereits Genanntem. Nicht aber solche Systeme. Kennen Sie denn den genauen Umfang des Systems, wissen die Anzahl der Parameter sowie deren Gewichtungen? Man kann heutzutage sehr viel aus Daten verschiedenster Quellen machen, selbst wenn sie für den Laien nutzlos erscheinen. Beispielsweise könnte man Ihre Forenbeiträge analysieren und würde vielleicht darauf stoßen, dass es sich hier um einen Feind des Fortschritts handelt, der das Jahrhundert verfehlt hat. Vermutlich braucht man aber dazu nicht einmal dieses System, sondern kommt selbst dahinter.
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