US-Spammer verurteilt: Vier Jahre Knast für Milliarden Spam-Mails

Alan M. Ralsky bezeichnet sich als Geschäftsmann, in der Presse heißt er nur Michigans Spam King: Er hat lange Zeit mehrere Millionen Spam-E-Mail am Tag versendet und damit Aktienkurse manipuliert. Bis zu eine Million US-Dollar soll er damit verdient haben.

Dosenfleisch Spam: Für die Zusendung der unerlaubten Werbepost gleichen Namens muss ein US-Bürger in Haft Zur Großansicht
AFP

Dosenfleisch Spam: Für die Zusendung der unerlaubten Werbepost gleichen Namens muss ein US-Bürger in Haft

Einer von den ganz Bösen sei er doch nicht gewesen. Der zu vier Jahren und drei Monaten Haft und einer Geldstrafe von 250.000 US-Dollar verurteile Spammer Alan M. Ralsky erklärte vor Gericht: "Ich habe jeden aus meinen E-Mail-Listen gestrichen, der mitteilte, dass er keine Werbepost erhalten wolle."

So zitiert die " Detroit News" den Michigans Spam King genannten Geschäftsmann Ralsky. Das Bundesgericht sah es als erwiesen an, dass er mit Massen-E-Mails die Kursentwicklung chinesischer Aktien zu manipulieren versuchte. Der 64-jährige Alan Ralsky, der als einer der weltweit größten Versender von Spam-Mails gilt, hatte sich in dem Verfahren schuldig bekannt.

Weil er mit den Behörden kooperierte, die zehn Mitangeklagten zu Geständnissen bewegte und Informationen über andere, mit dem Verfahren nicht zusammenhängende Verbrechen lieferte, forderte die Staatsanwaltschaft im Verfahren nicht die höchstmögliche Strafe für Ralsky. Das Gericht begründete die Haftstrafe unter anderem damit, dass Ralsky schon zuvor mit zwei Betrugsmaschen aufgefallen war und die Kursmanipulation ein ernsteres Vergehen als die vorhergegangenen darstelle.

Ralskys Anwalt Steve Fishman erklärte, man solle die Schwere von Ralskys Vergehen nicht überschätzen: "Das waren chinesische Penny Stocks. Sie haben nicht gerade die Kurse von AT&T hochgetrieben. Wenn sie jemanden kennen, der mit Penny Stocks handelt, wette ich mit ihnen, dass es dieselben Menschen sind, die Casinos besuchen oder bei Football wetten."

lis/AP

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