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US-Zeitungskrise: "Seattle Post-Intelligencer" stellt Druckausgabe ein

Ein Traditionsblatt ausschließlich im Internet: Der "Seattle Post-Intelligencer" wird ab Mittwoch nicht mehr in gedruckter Form erhältlich sein - nach 146 Jahren auf Papier. Die Zeitung ist die bislang auflagenstärkste in den USA, die den traditionellen Markt verlässt.

Washington - Die US-Zeitungskrise hat ein neues Opfer: Das Traditionsblatt "Seattle Post-Intelligencer" wird von diesem Mittwoch an nur noch online zu lesen sein. Dies teilte die Zeitung, die zum Verlagshaus der Hearst-Gruppe gehört, am Montag mit.

Damit ist der "Seattle Post-Intelligencer" die bislang auflagenstärkste US-Zeitung, die zugunsten eines Internet-Auftritts den Zeitungsmarkt verlässt. Zuletzt lag die tägliche Auflage des Blattes in der Metropole des US-Bundesstaates Washington bei rund 117.000.

Im vergangenen Jahr hatte der Zeitungsverlag einen Verlust von 14 Millionen Dollar (11,1 Millionen Euro) hinnehmen müssen. Das Blatt erschien erstmals vor 146 Jahren. Die Hearst-Gruppe hatte in den vergangenen Monaten vergeblich versucht, das Blatt zu verkaufen. Von den bisher 167 Angestellten der Zeitung werden dem Vernehmen nach nur noch etwa 20 übrig bleiben. In Seattle erscheint dann als einzige Tageszeitung der Stadt die "Seattle Times" mit einer Auflage von rund 200.000.

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