Verdacht auf Steuerhinterziehung: Deutscher YouPorn-Chef in Belgien festgenommen

Fabian Thylmann gilt als Größe im Porno-Geschäft. Dem Deutschen werden die Internet-Angebote YouPorn, Brazzers und MyDirtyHobby zugerechnet. Jetzt wurde der Unternehmer in Belgien festgenommen. Er soll Steuern hinterzogen haben.

Sexfilmchen-Portal YouPorn (Screenshot): Spezialisiert auf pornografische Web-Angebote Zur Großansicht
youporn.com

Sexfilmchen-Portal YouPorn (Screenshot): Spezialisiert auf pornografische Web-Angebote

Es traf ihn im Nachbarland: Der deutsche Eigentümer der Internet-Porno-Plattform YouPorn ist in Belgien festgenommen worden. Fabian Thylmann werde der Steuerhinterziehung verdächtigt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln am Montag. Er bestätigte damit einen Bericht der "Welt".

Thylmann sei vergangene Woche aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Köln festgenommen worden. Am Dienstag vergangener Woche habe es außerdem in Belgien und in Deutschland Durchsuchungen gegeben. Thylmann befindet sich laut Staatsanwaltschaft derzeit noch in Belgien in Auslieferungshaft.

Laut "Welt" wurden die Büroräume eines Hamburger Ablegers der internationalen Firmengruppe von Fabian Thylmann durchsucht. Die Steuerfahnder beschlagnahmten demnach bei dem Erotikunternehmen Manwin Germany GmbH zahlreiche Computer und Dokumente. Zeitgleich seien die Privaträume von Thylmann in Belgien durchsucht worden.

Der aus Aachen stammende Internetunternehmer hat innerhalb weniger Jahre ein Imperium der Online-Pornografie aufgebaut. Zu seiner in Luxemburg ansässigen Dachholding Manwin Holding Sarl gehören laut "Welt" mehr als 35 Firmen, die sich auf den Betrieb von pornografischen Web-Angeboten spezialisiert haben.

Dazu zählen laut mehreren Medienberichten nicht nur Portale wie Pornhub, Brazzers oder das deutsche Amateursexportal MyDirtyHobby, sondern eben auch die wohl berühmteste Online-Plattform für Sexfilmchen: YouPorn. Die Firmen seien in Luxemburg, Deutschland, Kanada, Zypern, USA und Irland angemeldet.

juh/AFP

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1. na dann
Nonvaio01 10.12.2012
Zitat von sysopFabian Thylmann gilt als Größe im Porno-Geschäft. Dem Deutschen werden die Internet-Angebote "Youporn", "Brazzers" und "My Dirty Hobby" zugerechnet. Jetzt wurde der Unternehmer in Belgien festgenommen. Er soll Steuern hinterzogen haben. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/verdacht-auf-steuerhinterziehung-youporn-chef-thylmann-festgenommen-a-872063.html
hoffen wir mal das auch er sich freikaufen kann wie all die anderen, denn sonst wird ja mit zweierlei mass gemessen. Zumwinkel und co lassen gruessen. Wer sein Geld mit Porno verdient wirds festgenommen, wer einen Anzug traegt wird eingeladen und darf einen scheck mitbringen...
2. Wenn Sie dem die Konten zumachen...
wolfgangm71 10.12.2012
gehen nicht nur 700 Arbeitsplätze drauf, sondern auch die Existenzen wohl tausender Webmaster und "Amateure".
3.
Hans58 10.12.2012
Zitat von sysopFabian Thylmann gilt als Größe im Porno-Geschäft. Dem Deutschen werden die Internet-Angebote "Youporn", "Brazzers" und "My Dirty Hobby" zugerechnet. Jetzt wurde der Unternehmer in Belgien festgenommen. Er soll Steuern hinterzogen haben. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/verdacht-auf-steuerhinterziehung-youporn-chef-thylmann-festgenommen-a-872063.html
Tolle Reklame für die Internetseiten von dem Herrn Thylmann!
4. Prima...
trader_07 10.12.2012
Zitat von sysopFabian Thylmann gilt als Größe im Porno-Geschäft. Dem Deutschen werden die Internet-Angebote "Youporn", "Brazzers" und "My Dirty Hobby" zugerechnet. Jetzt wurde der Unternehmer in Belgien festgenommen. Er soll Steuern hinterzogen haben. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/verdacht-auf-steuerhinterziehung-youporn-chef-thylmann-festgenommen-a-872063.html
Prima, dann sind die Steuerfahnder ja erstmal eine ganze Zeit beschäftigt mit Filmchen gucken.
5.
Crom 10.12.2012
Zitat von Nonvaio01hoffen wir mal das auch er sich freikaufen kann wie all die anderen, denn sonst wird ja mit zweierlei mass gemessen. Zumwinkel und co lassen gruessen. Wer sein Geld mit Porno verdient wirds festgenommen, wer einen Anzug traegt wird eingeladen und darf einen scheck mitbringen...
Vielleicht ist er auch unschuldig, soll ja vorkommen. Unschuldsvermutung, Sie wissen schon.
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Daten und Fakten zur Steuerhinterziehung
Wie viel Steuern hinterziehen die Deutschen?
Steuerhinterziehung ist laut Deutscher Steuergewerkschaft zum Volkssport geworden. Auf 30 Milliarden Euro schätzt die Organisation das Volumen der jährlichen Steuerhinterziehung in Deutschland.
Was ist Steuerhinterziehung?
Steuern hinterzieht, wer gegenüber den Finanzbehörden keine, falsche oder unvollständige Angaben macht und dadurch Steuern verkürzt oder Steuervorteile erlangt. Daneben beschreibt das Gesetz besonders schwere Fälle der Steuerhinterziehung, für die ein besonders hoher Strafrahmen zur Verfügung steht. Das ist etwa der Fall, wenn jemand eine Stellung als Amtsträger ausnutzt oder als Mitglied einer Bande Umsatzsteuern hinterzieht.
Wann macht man sich strafbar?
Ein Bürger macht sich strafbar, wenn er selbst Steuern hinterzieht oder sich an der Tathandlung eines anderen beteiligt. In diesem Fall spricht man von Mittäterschaft, Anstiftung oder Beihilfe. Auch der Versuch einer Hinterziehung ist strafbar.
Müssen Steuersünder ins Gefängnis?
Steuerhinterzieher müssen nicht zwangsläufig ins Gefängnis. Gesetzlich wird Steuerhinterziehung mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In besonders schweren Fällen kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. Welche Strafe im Einzelfall ausgesprochen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, maßgeblich jedoch von der Höhe des hinterzogenen Betrages. Aber auch Beweggründe und Ziele des Täters, sein Vorleben oder das Verhalten nach der Tat kommen in Bertacht - etwa ein Bemühen, den Schaden wiedergutzumachen.
Wie vermeidet man eine Bestrafung?
Wer unrichtige oder unvollständige Angaben beim Finanzamt berichtigt oder ergänzt oder unterlassene Angaben nachholt, bleibt insoweit straffrei. Man spricht in diesem Rahmen von einer "Selbstanzeige". Dabei gilt aber, dass eine Selbstanzeige dann wirkungslos ist, wenn sie in einer Phase erstattet wird, in der sich das Entdeckungsrisiko bereits konkretisiert hat, also beispielsweise, wenn dem Steuerpflichtigen die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bereits bekanntgegeben wurde oder die Betriebsprüfung oder Steuerfahndung bei ihm erscheint.
Wie funktioniert eine Selbstanzeige?
Eine bestimmte Form der Selbstanzeige ist nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich, den Rat eines Experten, zum Beispiel eines Steuerberaters, hinzuzuziehen, da viele Details zu beachten sind.
Verjährt das Delikt?
Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich nach den allgemeinen strafrechtlichen Vorschriften fünf Jahre. In einem besonders schweren Fall von Steuerhinterziehung sind es zehn Jahre. Die strafrechtliche Verjährungsfrist beginnt, wenn die Tat beendet ist. Davon unabhängig ist die steuerliche Verjährungsfrist. Diese beträgt zehn Jahre. Das heißt, dass die Finanzbehörden hinterzogene Steuern auch noch nach zehn Jahren einfordern können.


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