Verschwörungstheorien zum 11. September "Hunt the Boeing!"

Sieben Monate nach den katastrophalen Terrorattacken in den USA sprießen weiterhin die Verschwörungstheorien. Derzeit macht eine morbide "Diashow" die Runde, die zu beweisen scheint, dass die Attacke auf das Pentagon nie stattfand.

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Das Pentagon, 16. September 2001: Verschwörungstheoretiker bezweifeln, dass die Zerstörungen durch ein Flugzeug angerichtet wurden
DPA

Das Pentagon, 16. September 2001: Verschwörungstheoretiker bezweifeln, dass die Zerstörungen durch ein Flugzeug angerichtet wurden

Unkraut vergeht nicht. Nur wenige Tage nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 begann es im Web zu brummen: Zahlreiche abstruse, zynische, oberflächlich "witzige" und manchmal subversive Verschwörungstheorien und Urban Legends machten weltweit die Runde. Die "Besten" unter ihnen schafften es zeitweilig, Zweifel und Verunsicherung zu wecken und zu mehren.

Bereits vier bis fünf Tage nach den Terroranschlägen entstanden zwei Verschwörungstheorien, die sich den - möglicherweise von den Passagieren erzwungenen - Absturz einer Boeing bei Pennsylvania und die Attacke auf das Pentagon zum Ziel nahmen. Von beiden Katastrophen hieß es, dass sie entweder nie stattgefunden hätten oder aber nicht in der Form, in der sie bis heute berichtet werden.

Zunächst kaum beachtet, erweisen sich beide Verschwörungstheorien nun als erheblich langlebiger als die weit spektakuläreren Geschichten vom Schlage "Q33NY" oder "Tourist of Death". Im Gegensatz zu diesen zwar morbiden, auf den Schockeffekt setzenden, aber letztlich leicht zu widerlegenden Web-Gerüchten sind sowohl "Pennsylvania" als auch "Pentagon: Hunt the Boeing" nur mit einem gewissen Aufwand zu entkräften.

Insbesondere "Hunt the Boeing" findet seit etwa sechs Wochen rege Verbreitung auch im deutschsprachigen Internet. Zumindest dafür gibt es einen erklärbaren Anlass.



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