Facebook-Veranstaltung Ikea verbietet Massen-Versteckspiel im Möbelhaus

Niederländische Facebook-Nutzer planen ein gigantisches Versteckspiel. Weil sich eine Ikea-Filiale verweigert, suchen die Veranstalter jetzt einen neuen Austragungsort.

Verstecken spielen an einem geheimen Ort: Die Nutzer suchen nun einen anderen Platz für ihr Spiel

Verstecken spielen an einem geheimen Ort: Die Nutzer suchen nun einen anderen Platz für ihr Spiel


Mehr als 32.000 Menschen wollen am 16. Mai gemeinsam Verstecken spielen - das jedenfalls suggeriert eine Veranstaltungsseite bei Facebook. Wo in den Niederlanden das Event mit sehr wahrscheinlich weniger Teilnehmern stattfindet, wollten die niederländischen Organisatoren eigentlich erst kurz vorher bekannt geben. Nun sickerte jedoch durch, dass sich die Planer die Eindhovener Filiale von Ikea ausgeguckt hatten.

Der schwedische Möbelhauskette reagierte prompt und verbot das Versteckspiel zwischen Produkten wie Klippan und Billy. "Wir müssen für die Sicherheit der Besucher garantieren und das ist schwierig, wenn wir nicht einmal wissen, wo sie sind", sagte die Sprecherin Martina Smedberg der Nachrichtenseite "Bloomberg".

Sammelpunkt der Versteckspiel-Fans ist die Facebook-Seite "Verstoppertje op een Secret Location", auf Deutsch:"Verstecken spielen an einem geheimen Ort". "Haben Sie auch schon mal Lust gehabt, in so großer Runde Verstecken zu spielen?", heißt es dort. "Zum Beispiel in einem großen Geschäft oder mitten in der Stadt?" Initiator des Events ist eine bei Facebook als Organisation angemeldeten Gruppe namens "Verstecken spielen im IKEA Eindhoven". Ihre Beiträge sind unterschrieben mit "Herr T. und Herr T.".

Neuer Austragungsort gesucht

Nachdem Ikea das Spiel in Eindhoven verboten hatte, teilten die Veranstalter mit, dass sie die Absage zutiefst bedauern. Nun werde man sich eben nicht beim "schwedischen Riesen" treffen, sondern in einer anderen "Top-Location". Die Nutzer seien aufgerufen, Alternativen vorzuschlagen. "Auf diese Weise hoffen wir, bald ein Lächeln auf die Gesichter all derjenigen zu zaubern, die dem Alltagsstress entfliehen wollen."

Das Versteckspiel-Event in Eindhoven hat bislang den größten Zulauf, in anderen niederländischen Städten sind aber ähnliche Veranstaltungen geplant. So kündigten zum Beispiel fast 20.000 Facebook-Nutzer ihre Teilnahme bei einem Versteckspiel in der Amsterdamer Ikea-Filiale am 13. April an. Und immerhin 13.000 Nutzer wollen am 18. April in der Utrechter Filiale dabei sein. Ikea hat sich zu den beiden Veranstaltungsideen bislang nicht geäußert.

Im Juli vergangenen Jahres hatte der Möbelkonzern in seiner Filiale im belgischen Antwerpen tatsächlich mal ein Versteckspiel erlaubt: Damals hatte Elise De Rijck eine Veranstaltungsgenehmigung bekommen. Die damals 29-Jährige hatte sich das Ziel gesetzt, bei Ikea Verstecken zu spielen, bevor sie 30 wird. Die Antwerpener Filiale erlaubte ihr ein Spiel mit 500 Teilnehmern, per Facebook angemeldet hatten sich 13.000 Personen.

kbl



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insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
MHB 17.03.2015
1. Kann mir gut vorstellen....
... dass diese elend nervige Werbung eines großen Online-Möbelversands ihren Teil dazu beigetragen hat. Großartig....
artusdanielhoerfeld 17.03.2015
2. Erwachsenen, die...
...Versteckspielen immer noch interessant finden, sollte man wegen erwiesener Unreife das Wahlrecht entziehen!
deeperman 17.03.2015
3. Reingefallen!
Jetzt ist also auch der tolle SPIEGEL auf das trendige Schweden-Image von Ikea reingefallen. Es ist aber eine holländische Möbelkette (mit Sitz in Delft). Diese Tatsache hätte natürlich gut zu der Meldung gepasst, wenn man es nur gewusst hätte...
cor 17.03.2015
4. Kellerlacher
Zitat von artusdanielhoerfeld...Versteckspielen immer noch interessant finden, sollte man wegen erwiesener Unreife das Wahlrecht entziehen!
Wie lacht es sich so im Keller?
Tyxaro 17.03.2015
5. Wahlrecht
"Erwachsenen, die... artusdanielhoerfeldheute, 13:59 Uhr ...Versteckspielen immer noch interessant finden, sollte man wegen erwiesener Unreife das Wahlrecht entziehen!" und Menschen die sowas sagen für immer in den Knast stecken! Sie stelle. sich mit ihrer Meinung schließlich über eine Menge Grundgesetze. Und daher muss man davon ausgehen, dass sie hochgradig Staatsgefährdend sind. Also ab in den Knast mit ihnen.
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