Videospaß Chatroulette hat einen Nachfolger

Wildfremde zum Video-Chat treffen und herumalbern: Die Plattform Chatroulette war im vergangenen Jahr zeitweise ein großer Hit. Nun könnte Google+ an den Erfolg anknüpfen - allerdings nur dank externer Hilfe.

Where to hangout at Google+: Ein Verzeichnis laufender Videochats

Where to hangout at Google+: Ein Verzeichnis laufender Videochats


Hamburg - Für sein neues soziales Netzwerk hat sich Google die Web-Konkurrenz genau angesehen. Der Spätstarter Google+ funktioniert ein bisschen wie Facebook, wo man mit Freunden und Bekannten im Kontakt steht, es hat Anleihen bei Twitter, wo man sich anguckt, was Fremde so zu sagen haben.

Und es ersetzt Chatroulette, die wahnwitzige Plattform, auf der sich wildfremde, meist männliche Surfer zum Blind-Date im Videochat treffen. Jedenfalls lässt sich das Netzwerk über einen kleinen Umweg ganz ähnlich nutzen: Ein Verzeichnis listet sogenannte Hangouts auf Google+ auf, wie die Gruppen-Chatfunktion dort heißt (die Facebook in einem offensichtlichen Anfall von Panik schnellstens kopiert hat). Der Name des Chat-Verzeichnisses: "Where to hangout at Google+"

Über das Verzeichnis lassen sich aktuell laufende Videochat-Sessions entdecken, in die man sich einklinken kann - einen Account bei dem im Beta-Stadium befindlichen Netzwerk vorausgesetzt. Oder man startet seinen eigenen Videochat. Ganz so zufällig wie bei Chatroulette funktioniert das dann doch nicht: Immerhin der Name eines Teilnehmers ist vorher zu sehen, außerdem das Thema des Chats.

Dafür treffen sich in den Hangouts von Google+ nicht nur zwei Teilnehmer, sondern bis zu zehn auf einmal, was das potentiell ausbrechende Chaos potenziert - und damit allerdings auch eines der Probleme, mit denen Chatroulette stets zu kämpfen hatten: Die Seite war ein Magnet für einsame Männer mit wenig Manieren und oftmals noch weniger Bekleidung. (via gpluseins)

ore



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