Sechs-Sekunden-Späße Vine-Videos stehen jetzt auch im Web

Twitter hat seiner Video-App Vine eine neue Website spendiert - und die sieht nach YouTube aus: Die kurzen Clips lassen sich nun gezielt suchen, ganz ohne Anmeldung. Wir haben gestöbert.

"Norman the Scooter Dog": Vine bekommt eine Browser-Suchfunktion

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Twitter bemüht sich, mehr Menschen für seine Video-App Vine zu begeistern. Zunächst exklusiv auf Mobilgeräten gestartet, ließ sich der Dienst für Sechs-Sekunden-Videos schon seit Januar im Browser aufrufen. Nun geht Twitter noch einen Schritt weiter und hat der App ein Webportal im Stil der YouTube-Startseite spendiert, das sich auch ohne eigenen Account aufrufen lässt. Ein Schritt, der Menschen freuen wird, die sich mal unverbindlich durch die Kurzvideos klicken wollen, zum Beispiel auf der Arbeit.

Finden lassen sich interessante Videos mittels zwölf Kategorien, darunter "Tiere", "Comedy", "Do-it-yourself" und "Sport". Abgesehen von einer Übersicht aktuell angesagter Videos und Schlagworte liefert die Web-Startseite auch ein Eingabefeld, über das nach Tags, Personen und Orten gesucht werden kann. Der sogenannte TV-Modus der Vine-Seite bietet die Option, mehrere Videos hintereinander abzuspielen. Derzeit lockt das Videoportal etwa mit den "20 explosiven Momenten" in der Playlist "Raven mit Vine".

Bislang hat Vine den Ruf, vor allem bei jüngeren Nutzern gut anzukommen, die Plattform gilt als Instagram-Konkurrent. Im Gegensatz etwa zu YouTube-Videos punkten Vine-Clips mit ihrer Kürze, die sich auf die Erzähltempo auswirkt: Der Zuschauer kann sich bei Vine sicher sein, nicht minutenlang auf die nächste Pointe warten zu müssen. Anders als GIF-Bilddateien haben die Sechssekünder prinzipiell auch Ton, der sich auf Wunsch aktivieren lässt.

Ein Einblick in die bunte Vine-Welt

Einen großen Anteil der Vine-Videos machen gegenwärtig Comedy- und Scherzvideos aus, auch Homevideo-Clips im Stil von "Pleiten, Pech und Pannen" sind beliebt.

Mitunter gewährt Vine aber auch ungewöhnliche Einblicke: Wo sonst begegnet man menschlich anmutenden Krebstieren?

Aber auch echte Tiere mit Talent finden sich zuhauf. Dieser Hunde-Clip etwa war einer der ersten, der bei Vine hochgeladen wurde.

Wer will kann auch in Musikhits reinhören, hier etwa in "Kids" von der Band "MGMT".

Ähnlich wie YouTube hat auch Vine einige Berühmtheiten hervorgebracht, etwa den Franzosen Jerome Jarre, der unter anderem mit Videos von Straßenaktionen wie dieser den Geschmack vieler Nutzer trifft. Ihm folgen fünf Millionen Nutzer.

Beliebt sind bei Vine auch optische Spielereien wie Stop-Motion-Videos. Hier wird scheinbar die Uhr des Londoner Big Ben verstellt.

Der Grundsatz, dass man mit Essen nicht spielt, scheint unter Vine-Nutzern nicht wirklich verbreitet.

Mittlerweile haben auch Firmen die Vine-Clips als Werbeformat entdeckt. Dieses Video, das auf eine Szene aus dem Film "The Shining" anspielt, soll Lust auf Oreo-Kekse machen.

Andere Clips dagegen warnen zur Vorsicht beim Essen. So kann beim Öffnen eines Pfirsichs durchaus Überraschendes passieren.

Weitere Vine-Clips finden sich über Suchfunktion der Vine-Website.

mbö

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
kaaarl 02.05.2014
1. sieben
Sekunden... nicht sechs ;)
sinasina 02.05.2014
2. Danke für den Link
Und danke für die nette Auswahl.
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