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Viren und Trojaner: Angriffe auf Smartphones nehmen zu

Nicht nur Windows-Rechner fangen sich Viren und Trojaner ein, auch Smartphones werden Opfer von Hackern: Sicherheitsfirmen registrieren vermehrt Angriffe auf Android-Telefone - auch Apples iPhone ist nicht völlig sicher.

Anonymous-Anhänger mit Smartphone: Vorsicht vor Viren und Trojanern Zur Großansicht
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Anonymous-Anhänger mit Smartphone: Vorsicht vor Viren und Trojanern

Smartphones geraten immer öfter in das Visier von Kriminellen. Erst Anfang des Monats wurde wieder ein Trojaner für Geräte mit dem Betriebssystem Android entdeckt. Das Programm registriert nicht nur ein- und ausgehende Anrufe, es zeichnet sie auch noch auf. Nur einen Monat zuvor hatten Sicherheitsexperten Lücken in Apples iPhone-Betriebssystem iOS 4 im Zusammenhang mit PDF-Dateien entdeckt, die in Deutschland sogar zu einer Warnung durch Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) führten.

Die Experten sind sich einig, dass die Zahl der Angriffe auf Smartphones rasant zunimmt und dass die Angreifer immer neue Techniken entwickeln. "Wir befinden uns gerade in einer Experimentierphase der Schadsoftware für Mobilgeräte, in der die bösen Jungs ihr Geschäftsmodell entwickeln", sagt Kevin Mahaffey, Mitgründer von Lookout, einem in San Francisco ansässigen Hersteller von Sicherheitssoftware für Mobilgeräte.

Früher wurden vor allem PCs angegriffen. Mit ihrer wachsenden Verbreitung werden nun auch Smartphones und Mobilgeräte wie das iPad immer interessanter, die vom Funktionsumfang PC-ähnlicher werden. In den USA besitzen schon rund 38 Prozent der Erwachsenen ein iPhone, Blackberry oder ein Mobilgerät mit Android, Windows oder dem WebOS-Betriebssystem. Nur zum Vergleich: 2007 - dem Jahr, in dem das iPhone herauskam - besaßen gerade einmal sechs Prozent in den USA ein Smartphone.

Was die Smartphones aber für Kriminelle besonders interessant macht - die Geräte dienen auch als Zahlungsinstrument. Es gibt inzwischen auch klare Zahlen, die belegen, dass Hacker immer aktiver werden:

  • Die Sicherheitsfirma Lookout registriert nach eigenen Angaben inzwischen Tausende versuchte Angriffe auf Mobilgeräten, die die eigene Sicherheitssoftware installiert haben. Im Januar waren es nur ein paar Hundert täglich. Die Zahlen verdoppeln sich dabei jeden Monat.
  • Google hat inzwischen rund 100 mit Schadsoftware verseuchte Programme aus seinem Android Market entfernt. Ein besonders aggressives Programm wurde mehr als 260.000 Mal heruntergeladen, bevor es entfernt wurde.
  • Nach Angaben der Sicherheitsfirma Symantec gab es im vergangenen Jahr gerade einmal fünf Schadprogramme, die auf Android zugeschnitten waren. In diesem Jahr sind es schon 19.

Das ist natürlich alles nichts im Vergleich zu den Hunderttausenden von Viren, die sich gegen PCs richten. Aber, die Experten sind sich einig, es ist nur ein Frage der Zeit, bevor Kriminelle hier nachlegen. "Die bösen Jungs gehen dahin wo das Geld ist", sagt Charlie Miller von der Sicherheitsfirma Accuvant.

Wenn es um die Sicherheit geht haben PCs und Smartphones eines gemeinsam: der Nutzer muss sich darum kümmern. Und der muss erst einmal merken, dass die Gefahr eines Angriffs besteht. Einige Methoden müssen die Kriminellen nicht einmal anpassen, die funktionieren auf dem PC und auf dem Smartphone gleichermaßen. Das ist zum Beispiel bei Links der Fall, die auf verseuchte Websites führen. Die Webadresse, an der man das erkennen könnte, ist auf Smartphones noch viel schlechter zu sehen als auf dem PC-Bildschirm.

Jordan Robertson, dapd

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1. Sms-Tan
highwaytohell 17.08.2011
...damit wird das mit soviel Tamtam eingeführte smstan-Verfahren fürs Onlinebanking ja wohl bald wieder eingestampft werden. Soll ja angeblich viel sicherer als das itan-Verfahren sein.
2. Unsinn
bluemetal 17.08.2011
Es gibt und gab auf dem iPhone in 5 Jahren noch nie eine schadsoftware/Virus. Keinen einzigen !!!! Die PDF Lücke ist kein Virus, sondern eine Lücke die ein Jailbreaker entdeckt und die auschliesslich für das schnelle freischalten des Betriebssystems genutzt wurde, werden konnte. Diese allwöchentlichen Virus/Smartphone-Warnungen nerven, zumindest Apple Kunden können darüber nur lachen. Wer Windows oder Android nutzt der merkt halt mal wieder wie (un)geil der eigene Geiz ist ;)
3. Blödsinn
Rhywden, 17.08.2011
Zitat von bluemetalEs gibt und gab auf dem iPhone in 5 Jahren noch nie eine schadsoftware/Virus. Keinen einzigen !!!! Die PDF Lücke ist kein Virus, sondern eine Lücke die ein Jailbreaker entdeckt und die auschliesslich für das schnelle freischalten des Betriebssystems genutzt wurde, werden konnte. Diese allwöchentlichen Virus/Smartphone-Warnungen nerven, zumindest Apple Kunden können darüber nur lachen. Wer Windows oder Android nutzt der merkt halt mal wieder wie (un)geil der eigene Geiz ist ;)
Das ist gelinde gesagt Blödsinn. Mit der PDF-Lücke konnte nur deswegen das iOS mit einem Jailbreak versehen werden, weil es eben den unbeschränkten Zugang zum System (nämlich root-Rechte) gewährt hat. Es wäre also überhaupt kein Problem gewesen, dieselbe Sicherheitslücke zu verwenden, um beliebige andere Software auf dem Gerät zu installieren.
4. Titel:
Altesocke 17.08.2011
Zitat von highwaytohell...damit wird das mit soviel Tamtam eingeführte smstan-Verfahren fürs Onlinebanking ja wohl bald wieder eingestampft werden. Soll ja angeblich viel sicherer als das itan-Verfahren sein.
Sicherer ist es, solange zwei Geraete fuer Eingabe und SMS Empfang verwand werden. Vielleicht gibt es bald die Rueckkehr zur Einfachheit: Mobiltelefone, die neben Telefonie nur noch Simsen koennen! ;-)
5. Ausschliesslich..
spiegel123, 17.08.2011
Zitat von bluemetalEs gibt und gab auf dem iPhone in 5 Jahren noch nie eine schadsoftware/Virus. Keinen einzigen !!!! Die PDF Lücke ist kein Virus, sondern eine Lücke die ein Jailbreaker entdeckt und die auschliesslich für das schnelle freischalten des Betriebssystems genutzt wurde, werden konnte. Diese allwöchentlichen Virus/Smartphone-Warnungen nerven, zumindest Apple Kunden können darüber nur lachen. Wer Windows oder Android nutzt der merkt halt mal wieder wie (un)geil der eigene Geiz ist ;)
Sie glauben den Mist wohl wirklich den sie da verzapfen, sehr amüsant!
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Handy-Anwendungen
Apps
Sogenannte Apps (Applications) sind Software-Anwendungen, die zusätzlich gekauft und dann auf entsprechend ausgestatteten Handys installiert werden können. Sie reichen von der Wasserwaage über Spiele bis hin zu Navigationssystemen fürs Mobiltelefon.
Apple App-Store
Der App-Store der Apple Inc. ist ein Portal, auf dem Programme und Spiele aus dem iTunes-Store für das iPhone heruntergeladen werden können. Der Mac-Bauer war bei diesem Thema Vorreiter. Nach Konzernangaben wurden bereits mehrere Milliarden Programme aus dem App-Store heruntergeladen.
Nokias Ovi-Store
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Seit Ende Mai 2009 gibt es auch von Nokia ein Portal, das eine Vielzahl von Programmen für Handys bietet. Im Nokia Ovi-Store können Kunden sich Spiele, Navigationskarten und Nachschlagewerke auf ihre Handys laden. Auch für den Ovi Store können sich externe Entwickler registrieren und versuchen, dort Software anzubieten.
Blackberry App World
Die Blackberry App World ist ebenfalls ein Pendant zum App-Store von Apple. Es ist ein vom Hersteller RIM betriebenes Software-Portal, in dem sich jeder Blackberry Nutzer Software kaufen kann. Die soll dann auf jedem Blackberry-Smartphone mit OS-Version 4.2 und allen folgenden sowie auf allen Geräte mit Trackball oder Touchscreen laufen. Ähnlich wie beim App-Store kann auch bei Blackberry jeder, der sich dort als solcher anmeldet, theoretisch Entwickler einer Handy-Anwendung werden.
Android Market
AP
Android ist ein Handy-Betriebssystem von Google. Aktuell gibt es im Android Market genannten Downloadshop Zehntausende Anwendungen. Auch hier kann theoretisch jeder eigene Programme entwerfen und anderen Nutzern kostenlos oder zum Kauf zur Verfügung stellen - vorausgesetzt, er registriert sich zunächst als Entwickler.

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Grafik: Diese Rohstoffe sind in Ihrem Handy drin

Wie die Handy-Rechnung auch im Urlaub überschaubar bleibt
Kann ich im Ausland einfach mit meinem Handy telefonieren?
Die meisten Handys sind von Anfang an für Roaming, also das Telefonieren in ausländischen Mobilfunknetzen, freigeschaltet. Einige Anbieter verlangen aber eine ausdrückliche Aktivierung - die kostet zwar meist nichts, kann aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Gerade bei exotischeren Reisezielen ist eine Nachfrage angebracht.
Wie viel kostet das Telefonieren im Ausland?
Nach der neuen EU-Verordnung dürfen abgehende Gespräche innerhalb der EU ab 1. Juli 2009 für Besitzer deutscher Handys maximal 51 Cent kosten, ankommende Gespräche nicht mehr als 22,6 Cent. In Ländern außerhalb der EU - und damit zum Beispiel auch in der Schweiz, in Kroatien und der Türkei - gelten je nach Land und Netz oft sehr unterschiedliche Tarife, die jeweils beim Anbieter zu erfragen sind.
Lohnt sich ein spezieller Auslandstarif meines Mobilfunkers?
Besonders für Vertragskunden bieten viele Mobilfunkgesellschaften besondere Auslandstarife an. Diese bieten häufig günstigere Minutenpreise, es kommen meist aber Verbindungsgebühren pro Gespräch hinzu. Damit lohnen sie sich erst bei längeren Gesprächen. Besonders interessant können die Optionstarife aber bei Aufenthalten außerhalb der EU sein, wo die Minutenpreise sonst häufig hoch sind.
Was muss ich bei SMS und MMS beachten?
Die Preise für Kurznachrichten innerhalb der EU sind deutlich gesunken, mit maximal 13 Cent sind die SMS damit teils billiger als in Deutschland. Der SMS-Empfang ist kostenlos. Teuer werden können MMS - mit denen sich etwa Urlaubsfotos per Handy verschicken lassen. Die Preise sind hierfür teilweise sehr unübersichtlich - abhängig von der Größe der MMS, dem Land und Netz fallen oft unterschiedliche Kosten an. Auch der MMS-Empfang im Ausland ist teils kostenpflichtig.
Kann ich im Ausland mit dem Handy auch ins Internet gehen?
Wer im Urlaub schnell seine E-Mails, Fußballergebnisse oder das Wetter im Internet checken möchte, kann dies auch mit seinem Handy tun. Das kann aber teuer werden. Die EU hat für das Datenroaming nur die Großhandelspreise festgelegt - also die Gebühren der Netzbetreiber untereinander. Dadurch dürften zwar auch die Endpreise sinken, wirklich günstig wird es dadurch aber nicht. Günstigere Datentarife der Anbieter müssen außerdem oft zugebucht werden - und können dann auch andere Preise fürs Telefonieren mit sich ziehen.
Wie kann ich noch Geld sparen?
Im Ausland kann die Mailbox zu einer wahren Kostenfalle werden - daher besser vor dem Abflug ausschalten! Eine Alternative ist die vollständige Umleitung aller Anrufe auf die Mailbox - dann ist der Kunde nur noch per SMS zu erreichen oder kann selber anrufen. Wer lange Zeit in einem Land verbringt, sollte sich unter Umständen dort eine Prepaid-Karte zulegen, also eine Karte, bei der für die Gespräche im Voraus gezahlt wird. Empfehlenswert ist es, diese in einem Laden zu kaufen, der mehrere Mobilfunkanbieter vertritt - um nicht ausgerechnet an den teuersten Tarif zu geraten.


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