In eigener Sache Viren-Werbung auf Internetseiten

Großangelegter Angriff auf deutsche Internetnutzer: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt Nutzer veralteter Computerprogramme. Über Werbebanner haben Kriminelle versucht, massenhaft Rechner mit Schadsoftware zu infizieren. Auch SPIEGEL ONLINE war betroffen.

Malware-Analyse: Unbekannte Cyberkriminelle nutzen große Websites zur Viren-Verteilung
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Malware-Analyse: Unbekannte Cyberkriminelle nutzen große Websites zur Viren-Verteilung


Hamburg - Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor manipulierten Werbebannern, die auf "vielen bekannten und teils viel besuchten deutschsprachigen Webseiten" angezeigt wurden. Kriminelle haben so versucht, bekannte Sicherheitslücken auszunutzen, um Computer mit Schadsoftware zu infizieren.

Auch SPIEGEL ONLINE war von dem Problem betroffen. Am Donnerstagvormittag enthielt eine Anzeige, die über einen externen Dienstleister zugeschaltet wurde, Schadsoftware. Nach Hinweisen des BSI und des IT-Lagezentrums der Sparkassen hat der externe Dienstleister das Problem umgehend behoben. Wir bedauern diese Panne und bitten die Betroffenen um Verzeihung.

Wer ist betroffen? Nach Angaben des BSI zielen die Kriminellen auf bekannte Sicherheitslücken in Java, Adobe Reader, Flash und Microsoft Internet Explorer. Die verteilte Schadsoftware soll nur versuchen, Windows-Rechner zu infizieren. Dabei genügt schon der Aufruf einer Website. Mit einem Mac, Linux-PC, Smartphone oder Tablet mit Android oder iOS sind Sie von diesem Angriff nicht betroffen. Ziel des Angriffs war es, Schadprogramme wie Online-Banking-Trojaner auf den Rechnern zu installieren.

Was ist zu tun? Da auf vielen Rechnern veraltete und Flash- und Java-Versionen installiert sind, sollten Sie Ihren Rechner mit einem Anti-Virus-Programm prüfen. In einem aktuellen Test von der Stiftung Warentest schnitt bei den kostenpflichtigen Antivirenprogrammen G Data InternetSecurity 2013 gut (2,12) ab, den zweiten Platz belegte Avira Internet Security 2013 (2,3).

Grundlegende Tipps, wie Sie mit einem infizierten Rechner umgehen, gibt das BSI hier. Unbedingt sollten Sie Ihr Betriebssystem aktualisieren und bei Windows die automatische Installation von Updates aktivieren (Anleitung für Windows 7 / Windows Vista / Windows XP)

Weitere Tipps:

  • So prüfen und aktualisieren Sie die auf Ihrem Rechner installierte Flash-Version.
  • So löschen oder aktualisieren Sie Java.
  • So aktualisieren Sie den Adobe Reader.

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insgesamt 93 Beiträge
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Seite 1
dargndorp 05.04.2013
1. So wird's gemacht
Einmal nach ninite.com hüpfen, Hächen bei Java, Acrobat, beiden Flashs und Firefox setzen, dann in Firefox Adblock rein und ruhe ist. Einmal im Monat die heruntergeladene Datei unverändert ausführen. Alles kein Hexenwerk.
thegambler 05.04.2013
2. Pfff
Firefox oder Chrome mit Adblock und NoScript und schon hat man eine Gefahrenquelle weniger. Außerdem sollte doch heutzutage jeder wissen, dass man seine Programme aktualisiert halten sollte.
Rochus 05.04.2013
3. Ad-Blocker ist Dein Freund - und Linux
Werbunentbehng frißt nicht nur Rechnerleistung und Bandbreite, sondern gefährdet auch den Rechner. Ad-Blocker sind darum vielleicht unsolidarisch, aber unentbehrlich.
shardan 05.04.2013
4. Alle die genannten Programme...
... (Java, Acroreader, Flash) haben automatische Aktualisierungsfunktionen. So langsam aber sicher verliere ich die Geduld mit den Leuten, die das einfach wegklicken, weil sie gerade keine Zeit haben oder gar nicht erst aktivieren.
unbequeme-wahrheiten 05.04.2013
5. Nicht das erste mal...
Werbebanner im Spiegel haben bereits in der Vergangenheit Viren- und Trojaneralarm ausgelöst. Vieleicht sollte sich der Spiegel seine Werbepartner bezüglich deren IT-Sicherheitsstrategien genauer ansehen und die seinigen auch ´mal unter die Lupe nehmen. Wenn es die eigene IT Abteilung nicht kann.. einfach mal Experten ranlassen.
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