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Virtuelle Währung: Bei Amazon Deutschland kann man jetzt mit Coins bezahlen

Computergeld: Auch deutsche Kunden des Online-Händlers können künftig mit Coins bezahlen Zur Großansicht

Computergeld: Auch deutsche Kunden des Online-Händlers können künftig mit Coins bezahlen

Das Online-Versandhaus Amazon führt seine virtuelle Währung jetzt auch in Deutschland ein. Mit den sogenannten Coins sollen Kunden Apps und Spiele kaufen und dabei ein wenig sparen können. Andere Unternehmen haben solche umständlichen Bezahlmodelle längst wieder abgeschafft.

München - Schon im Mai hat Amazon seine sogenannten Coins in den USA eingeführt, nun ist das virtuelle Geld auch im deutschen Onlineshop des Unternehmens nutzbar. Anwender sollen mit Coins Android-Apps und -Spiele im App-Shop der Firma bezahlen können. Außerdem sind sie geeignet, um In-App-Käufe durchzuführen.

Die Coins selbst lassen sich, gegen Zahlung in Euro in Chargen zwischen 500 und 10.000 Stück in Amazons Onlineshop kaufen. Besitzer eines Kindle-Fire-Tablets überraschte das Unternehmen am Freitagmorgen per E-Mail mit dem Hinweis, dass ihren Nutzerkonten zur Einführung der neuen Währung 500 Coins im Wert von fünf Euro gutgeschrieben werden.

Laut Amazon sollen Coins als ergänzende Bezahloption angeboten werden, einen Zwang, sie zu nutzen, gibt es nicht. Alle bisher angebotenen Bezahloptionen bleiben weiterhin erhalten.

Das Unternehmen bewirbt seine Coins als Win-Win-Produkt, von dem Käufer und Anbieter gleichermaßen profitieren sollen. Die Käufer, weil sie beispielsweise 1000 Coins im Wert von zehn Euro für 9,50 Euro kaufen können. Entwickler, weil das digitale Geld ihren Absatz steigern soll. In einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt es: "In den USA konnten Entwickler seit dem Start von Coins einen deutlichen Aufschwung verzeichnen". Konkrete Zahlen dazu, wie deutlich dieser Aufschwung tatsächlich ist, blieb die Firma schuldig.

Microsoft hat's abgeschafft

Wie es um die weitere Entwicklung der Coins steht, bleibt unterdessen unklar. Als die Währung in den USA eingeführt wurde, gab Amazon-Manager Mike George Hinweise darauf, dass das neue Zahlungssystem künftig auch auf Bereiche außerhalb des App-Umfelds ausgeweitet werden könnte: "Wir werden weiterhin neue Wege hinzufügen, um Coins zu erwerben und für eine breitere Palette von Inhalten und Aktivitäten auszugeben".

Abzuwarten bleibt, wie gut das digitale Geld nun bei den Kunden ankommt. Microsoft hat im August seine für die Xbox eingeführt Kunst-Währung Microsoft-Points per Software-Update für die Spielkonsole wieder abgeschafft. Kunden, die Spiele, Filme oder andere Inhalte bei dem Softwarekonzern kaufen wollen, müssen diese seither in der jeweiligen Landeswährung bezahlen.

Der Grund für die Umstellung bei Microsoft war die Unzufriedenheit viele Kunden mit dem undurchsichtigen Umrechnungssystem. Microsoft berechnete für jeweils 100 Points 1,20 Euro, verkaufte sie in Paketen zu mehreren Hundert Stück. Ein Ärgernis war dabei, dass beim Kauf digitaler Waren stets ein nicht einlösbarer Restbetrag übrigblieb, den man sich nicht auszahlen lassen konnte.

Zumindest die Umrechnung hat Amazon seinen Kunden leichter gemacht: 1 Coin entspricht einem Cent.

mak

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insgesamt 17 Beiträge
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1. Ich zahle gar nicht bei Amazon!
denkdochmal 22.11.2013
Zitat von sysopDas Online-Versandhaus Amazon führt seine virtuelle Währung jetzt auch in Deutschland ein. Mit den sogenannten Coins sollen Kunden Apps und Spiele kaufen und dabei ein wenig sparen können. Andere Unternehmen haben solche umständlichen Bezahlmodelle längst wieder angeschafft. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/virtuelle-waehrung-amazon-fuehrt-seine-coins-in-deutschland-ein-a-935135.html
Ich kaufe möglichst bei Unternehmen, die menschlich, ordentlich und gerecht mit Beschäftigten umgehen. Die sie angemessen entlohnen. Ich kaufe möglichst bei Unternehmen, die in Deutschland die angemessenen Steuern zahlen, allein schon deshalb, weil sie sich unsere - vom Steuerzahler bezahlte - Infrastruktur zunutze machen (dürfen).
2. Steuerschlupfloch
pontius.pilatus 22.11.2013
Das klgint mir irgendwie nach einem Weg Steuern zu umgehen.
3.
rennus 22.11.2013
Zitat von sysopDas Online-Versandhaus Amazon führt seine virtuelle Währung jetzt auch in Deutschland ein. Mit den sogenannten Coins sollen Kunden Apps und Spiele kaufen und dabei ein wenig sparen können. Andere Unternehmen haben solche umständlichen Bezahlmodelle längst wieder angeschafft. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/virtuelle-waehrung-amazon-fuehrt-seine-coins-in-deutschland-ein-a-935135.html
Sehr verwirrend. Da hat wohl die Tastur verrückt gespielt.
4. Ich bin mit AMAZON zufrieden und wer dort
iffel1 22.11.2013
arbeitet und nicht zufrieden ist, kann sich einen anderen Job suchen und wer dort nicht einkaufen will, kann woanders einkaufen, nur das Meckern darüber sollten sich die Foristen sparen, denn niemand ist gezwungen, sich mit AMAZON zu beschäftigen. Diese Meckerer sollten zuerst in ihren Kleiderschrank schauen, wo 6EURO-Jeans liegen, die in Bangladesh in unwürdigen Zuständen von Kindern genäht wurden - aber darüber schweigen sie dann lieber. Das mit den Coins wird wieder abgeschafft, da bin ich sicher, denn wegen 50ct Ersparnis holt sich keiner für 10€ Coins.
5. iffel1
sobejufe 22.11.2013
Das ist schon arrogant, was Sie da absondern. Wer keine Lust auf Repression hat, soll halt einfach nicht bei amazon arbeiten. Der Konzern soll seine Mitarbeiter ruhig schinden - wer was dagegen hat, kann ja gehen. Schon klar. Wo es doch bekanntlich jede Menge super Jobs im Niedriglohnsektor gibt - Mensch, schalten Sie Ihr Hirn vor dem Posten eigentlich ein? Nicht jeder kann sich seine Jobs mal so eben aussuchen. Aber jeder hat Anspruch darauf, anständig behandelt zu werden.
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