Verdacht auf Kreditkartenbetrug: Visa und MasterCard warnen vor möglicher Sicherheitslücke

Die Sicherheitslücke könnte Millionen von Kreditkartennutzern betreffen: Die Unternehmen Visa und MasterCard haben am Freitag US-Banken vor einer möglichen Sicherheitslücke für die Daten ihrer Kunden gewarnt. Das Datenleck entstand mutmaßlich durch einen Drittanbieter.

Kreditkarten (Symbolbild): Gab es ein Datenleck in einem US-Zahlungssystem? Zur Großansicht
DPA

Kreditkarten (Symbolbild): Gab es ein Datenleck in einem US-Zahlungssystem?

New York - Bislang sind die Informationen äußerst vage. Weder Visa noch MasterCard wollten nähere Angaben dazu machen, wie viele ihrer Kunden betroffen sein könnten. Die beiden Kreditkartenunternehmen haben am Freitag vor einer möglichen Sicherheitslücke gewarnt. Diese könnte Risiken für die Daten von Millionen von Kartennutzern zur Folge haben.

Die Konzerne haben Ermittlungen eingeleitet, die in Verbindung zu einem Drittanbieter stehen: Der Vorgang betreffe ein US-Unternehmen und werde ebenfalls von einer unabhängigen Datenschutzorganisation geprüft. Den Namen des möglicherweise schuldigen Unternehmens wollte Visa nicht nennen.

MasterCard leite alle wichtigen Schritte ein, um die Daten seiner Kunden zu schützen, teilte das Unternehmen in eine Erklärung mit. "Falls Kreditkartennutzer irgendwelche Bedenken über ihre persönlichen Konten hätten, sollten sie ihre jeweiligen Finanzinstitute kontaktieren", hieß es weiter. Visa betonte, dass Kreditkarten-Kunden nicht für mögliche betrügerische Einkäufe verantwortlich seien.

Die Erklärung wurde veröffentlicht, nachdem der Blog Krebs on Security darüber berichtet hatte, dass MasterCard und Visa US-Banken über eine "massive" Sicherheitslücke unterrichtet hätten, die Risiken für die Kreditkartennummern von mehr als zehn Millionen Kartenbesitzern nach sich ziehen könnten. Dem Blog zufolge sei das betroffene Zahlungssystem offenbar in der Zeit vom 21. Januar bis zum 25. Februar 2012 durch ein mögliches Datenleck in Mitleidenschaft gezogen worden; gestohlene Informationen könnten demnach gegebenenfalls auch genutzt worden sein, um gefälschte Karten herzustellen.

bos/Reuters/AP

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1. Hier könnte Ihre CC-Nummer stehen
aga100 30.03.2012
Zitat von sysopDPADie Sicherheitslücke könnte Millionen von Kreditkartennutzern betreffen: Die Unternehmen Visa und MasterCard haben am Freitag US-Banken vor einer möglichen Sicherheitslücke für die Daten ihrer Kunden gewarnt. Das Datenleck entstand mutmaßlich durch einen Drittanbieter. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,824914,00.html
Hmm ... kombinieren Sie, Dr. Watson: wieviele US-Unternehmen, z.B. im Versandhandel, gibt es wohl mit mehr als 10 Mio. gespeicherten, gültigen Kreditkartendaten? Alternativ gäbe es höchstens noch erfolgreiche Firmen im 'Livestyle Produkte Segment', die verdammt viele CC Daten eingesammelt haben. Ich finde die Geheimniskrämerei eine Frechheit!
2.
Ambermoon 31.03.2012
Zitat von sysopDPADie Sicherheitslücke könnte Millionen von Kreditkartennutzern betreffen: Die Unternehmen Visa und MasterCard haben am Freitag US-Banken vor einer möglichen Sicherheitslücke für die Daten ihrer Kunden gewarnt. Das Datenleck entstand mutmaßlich durch einen Drittanbieter. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,824914,00.html
Ebenfalls? Was hat SPON denn da wieder nur teilweise abgeschrieben?
3. Hier könnte Ihre Werbung stehebn
ArnoNym 31.03.2012
Zitat von aga100Hmm ... kombinieren Sie, Dr. Watson: wieviele US-Unternehmen, z.B. im Versandhandel, gibt es wohl mit mehr als 10 Mio. gespeicherten, gültigen Kreditkartendaten? Alternativ gäbe es höchstens noch erfolgreiche Firmen im 'Livestyle Produkte Segment', die verdammt viele CC Daten eingesammelt haben. Ich finde die Geheimniskrämerei eine Frechheit!
Nein, es handelt sich nicht um das große Unternehmen, dessen Name so ähnlich wie ein großer Fluß in Südamerika (nee, nicht der Orinoco!) klingt. Heise berichtete schon gestern oder vorgestern drüber. Schuldiger war wohl der Zahlungsdienstleister Global Payments. Nur gemach! Wo ist das Problem? Die Antwort liegt nur einen einzigen Mausklick entfernt: In dem im SPON-Artikel verlinkten Blog wird Global Payments ebenfalls genannt.
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