Visionen und Gaga-Prognosen Wie schlecht das Gates-Orakel wirklich ist

Geldbörsen-Computer, Internet-Lautsprecher und Zuschauer, die sich in Hollywood-Filme beamen: Microsoft-Gründer Gates hat sich in seiner Karriere mit einigen Peinlichprognosen blamiert. Wie richtig er mit manchen Vorhersagen lag, wird bei aller Häme vergessen - SPIEGEL ONLINE zieht Bilanz.


Was hat Microsoft-Gründer Bill Gates nicht schon alles prophezeit. Vor fünf Jahren zum Beispiel den Siegeszug der vernetzten Allzeit-Online-Armband-Uhr (mehr...). Gates, der sich Ende dieses Monats endgültig aus dem Microsoft-Geschäft zurückzieht, orakelte im Jahr 2000, die Armbanduhr werde sich vom "Zeitmesser" zur "Informationsquelle" entwickeln. Das sei eine "grundlegende Veränderung".

Für diese Vision hat Gates seitdem viel Häme kassiert - denn gemessen an angeblich geplanten fünf Milliarden Dollar Entwicklungskosten für das zugrundeliegende Spot-Konzept ("Smart Personal Object Technology") ist die Zauberuhr ein Totalflop.

Gates hat immer schon gern orakelt - und damit kräftig Öffentlichkeitsarbeit für Microsoft-Produkte gemacht. Sein 1995 veröffentlichtes Buch "The Road Ahead" ("Der Weg nach vorn") ist eine elaborierte Vorhersagensammlung.

Eine von Gates' Prognosen aus dem Band ist mit Sicherheit eingetreten: "Was ich korrekt vorhergesagt habe, wird als offensichtlich erachtet werden, die Fehlprognosen werden amüsant sein", zitiert das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" aus der englischen Ausgabe.

In der Tat: Über die Microsoft-Armbanduhr lachen Nerds noch immer. Aber mit ein paar Prognosen lag das Gates-Orakel ziemlich richtig.

Musikvertrieb, Digitalgeld, E-Mail-Nutzung - SPIEGEL ONLINE analysiert die Trefferquote des großen Gates:

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