Vom Dienst suspendiert Lehrer luden Kinderpornos aus dem Web

Die Polizei Berlin ermittelt gegen vier Berliner Pädagogen, auf deren privaten Rechnern sich kinderpornografisches Material fand. Alle seien umgehend vom Dienst suspendiert worden, versichert die Schulbehörde.


Behördensprecherin Rita Hermanns bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des "Tagesspiegel". Die Lehrer hätten die einschlägigen Dateien in den vergangenen zwei Jahren jeweils an ihrem privaten PC aufgerufen. Es handele sich nicht um eine "kriminelle Vereinigung von Lehrern". Einer der Pädagogen sei bereits verurteilt worden, gegen die anderen drei ermittle die Staatsanwaltschaft.

Nicht bestätigen konnte die Sprecherin einen Bericht, wonach die Schulverwaltung einen der Lehrer noch drei Monate lang weiter unterrichten ließ, obwohl die Polizei die Dateien längst bei ihm sichergestellt habe. Nachdem die Schulverwaltung die entsprechenden Hinweise von den Beamten bekommen hatte, seien die Lehrer auf Grund beweiskräftiger Unterlagen vom Dienst suspendiert worden.

Das Disziplinarrecht sehe in solchen Fällen vorrangig den Schutz der Kinder. "Solche Lehrer gehören nicht in einen Klassenraum", betonte Hermanns. Keine Angaben wollte sie darüber machen, in welchen Bezirken oder an welchen Schulen die Lehrer bisher unterrichteten.



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