Waffe aus dem 3-D-Drucker: Sechs Schüsse als Meilenstein

Umstrittene Innovation: In den USA hat eine Entwicklergruppe eine Waffe ausprobiert, die zumindest teilweise aus einem 3-D-Drucker stammt. Sonderlich erfolgreich war der Test jedoch nicht, nach sechs Schüssen brach der Prototyp auseinander.

YouTube-Film vom Testlauf (Screenshot): Die "Wiki Weapon" polarisiert Zur Großansicht
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YouTube-Film vom Testlauf (Screenshot): Die "Wiki Weapon" polarisiert

Mit 3-D-Druckern lässt sich mittlerweile allerlei Kurioses wie Praktisches herstellen, ein Modell menschlicher Föten etwa oder ein Unterkiefer-Ersatz aus Titan und Keramik. Doch es gibt auch Projekte, die stärker polarisieren: Zu den besonders umstrittenen Plänen zählt die Idee der amerikanischen Gruppe Defense Distributed, Waffen zu drucken. Gründer Cody Wilson schwärmt seit Monaten von einer Pistole, deren Bauplan sich jeder herunterladen können soll.

Die "Wiki Weapon" hat weltweit Schlagzeilen gemacht, etwa im "Guardian" oder bei "Forbes". In Deutschland berichtete unter anderem "Zeit Online" über das Projekt und seine ersten Rückschläge. Ende September beispielsweise musste Cody Wilson einen 3-D-Drucker wieder zurückgeben: Der Anbieter war überzeugt, dass Wilson sein geleastes Gerät für illegale Zwecke nutzen wolle. Tatsächlich ist die Rechtsgrundlage rund um den Waffendruck unklar. In einem aktuellen "Guardian"-Artikel heißt es, die Gruppe bemühe sich um eine Lizenz zum Herstellen von Waffen, habe sie jedoch bisher nicht erhalten.

Neue Nachrichten zur "Wiki Weapon" gibt es trotzdem, je nach Haltung zum Thema kann man sie als gut oder schlecht interpretieren: Ein von der Gruppe getesteter Prototyp hat sich im Praxistest als wenig beständig erwiesen, wie ein YouTube-Video dokumentiert. Nach sechs Schüssen brach die Waffe auseinander, von der lediglich das Griffstück mithilfe eines 3-D-Druckers hergestellt worden sein soll.

Ausführlich analysiert wird der Test in einem Blogeintrag. Die Gruppe sei davon ausgegangen, dass die Waffe brechen werde, kommentierte Cody Wilson den Test gegenüber dem Magazin "Wired", allerdings nicht ganz so schnell. Man habe damit gerechnet, dass es binnen 20 Schüssen passiert.

Den Informationen von "Wired" zufolge wird Defense Distributed mittlerweile von zwei Firmen aus Austin und San Antonio unterstützt, deren Namen nicht bekannt sind. Die Firmen ermöglichen es Defense Distributed angeblich, ihre Waffen zu drucken und zu testen.

mbö

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insgesamt 83 Beiträge
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1. Sechs Schüsse nur?
bob_sleigh 04.12.2012
.. aber völlig ausreichend, um ein paar Leute umzubringen. Furchtbar.
2. Immerhin....
fatherted98 04.12.2012
...mit 6 Schuss kann man schon ganz schönen Schaden anrichten...davon mal abgesehen...das mit den 3 D-Druckern ist schon ne dolle Sache.
3. optional
gurrke 04.12.2012
Naja, Pistolen bzw. Schusswaffen sind ein recht einfaches Konstrukt. Einen 3D Drucker zu kaufen um sich damit eine Waffe auszudrucken ist wahrscheinlich Hundertausendfach Teurer als sich einfach eine Waffe für $15 aus dem amerikanischen Supermarkt zu besorgen...
4.
suppenkoch 04.12.2012
Für eine Privatperson dürfte das uninteressant sein. Für Gruppen, die sich im Untergrund bewaffnen möchte, oder gar Länder, die Embargos umgehen möchte, könnte das schon eine interessante Option sein.
5. Haben die ganzen Bedenkenträger und Gutmenschen
huerdler 04.12.2012
den Artikel überhaupt gelesen und *verstanden*? Ich zitiere: "Nach sechs Schüssen brach die Waffe auseinander, von der *lediglich das Griffstück* mithilfe eines 3-D-Druckers hergestellt worden sein soll." Alle wirklich relevanten Teile der Waffen waren vermutlich aus konventionellem Material hergestellt. Also bitte nächste Woche wieder weiter aufregen, wenn jemand 'nen gedruckten Schlüsselanhänger für einen Panzer oder ähnlich gefährliche Güter auf ebay anbietet.
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