Zeitungsbericht Bitcoin-Börse Mt. Gox gibt auf

Die Bitcoin-Handelsplattform Mt. Gox steht offenbar endgültig vor dem Aus. Laut einem Zeitungsbericht hat das Unternehmen von Mark Karpeles seine Sanierungspläne verworfen und vor Gericht die Firmenauflösung beantragt.

Mt.-Gox-Geschäftsführer Mark Karpeles: Firma offenbar vor dem Aus
REUTERS

Mt.-Gox-Geschäftsführer Mark Karpeles: Firma offenbar vor dem Aus


Tokio - Bei der Bitcoin-Börse Mt. Gox glaubt man anscheinend nicht mehr daran, dass eine Sanierung gelingen kann. Die Betreiber des insolventen Unternehmens hätten vor einem Tokioter Gericht die Auflösung ihrer Geschäfte beantragt, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen.

Der in Tokio ansässige Marktplatz war lange die größte Handelsplattform für die digitale Krypto-Währung. Ende Februar meldete Mt. Gox Insolvenz an und gestand den Verlust von 850.000 Bitcoin ein, Kryptogeld im Wert von umgerechnet 473 Millionen Dollar. Später fand Mt. Gox rund 200.000 Bitcoin in einer leer geglaubten digitalen Geldbörse wieder.

Im "Wall Street Journal" heißt es nun, dass es für Mt. Gox unter anderem schwierig sei, Treffen mit den Gläubigern abzuhalten, da diese sich rund um den Globus verteilen. Außerdem gebe es derzeit keine realistischen Sanierungspläne.

Einen letzten Rest Optimismus scheint es aber auch bei Mt. Gox zu geben: Eine Person aus dem Firmenumfeld sagte der Zeitung, man hoffe noch immer, dass sich ein Käufer für das Unternehmen finde. Für Kunden der Bitcoin-Börse könnte ein solches Investment hilfreich sein, da es bedeuten würde, dass sie an künftigen Einnahmen der Firma beteiligt werden. Mt. Gox hat den Zeitungsbericht bislang nicht kommentiert.

mbö/dpa/Reuters



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kampfgandi 16.04.2014
1. Geld finden
Gerne möchte ich auch mal so rund 50 mio ? in einem leer geglaubten Fach finden.
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